18.08.2022 09:54

MÄRKTE EUROPA/Etwas erholt - Aber noch keine Entspannung

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem kräftigen Rückschlag zur Wochenmitte können sich die Kurse an den europäischen Aktienmärkten am Donnerstag zur Eröffnung etwas erholen. Der DAX steigt im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 13.682 Punkte, der Euro-Stoxx-50 kann sich auf 3.755 Punkten behaupten. "Die Vorlagen sind neutral und die katastrophalen Inflationsdaten aus Großbritannien sind nun erst einmal in die Kurse eingearbeitet", so ein Marktteilnehmer. Das US-Notenbankprotokoll sei "wenigstens nicht falkenhafter ausgefallen als befürchtet". Die US-Notenbank will die Leitzinsen so lange erhöhen, bis die Inflation deutlich nachlässt, sie hat aber auch die Risiken einer zu straffen Geldpolitik im Blick.

Trotzdem warnen Marktteilnehmer auch vor der Annahme, der Rücksetzer münde schon wieder in nachhaltig steigende Aktienkurse. "Die britischen Inflationsdaten haben das 'Narrativ' vom Inflations-Peak erst einmal zerstört", so ein Marktteilnehmer. Damit sei eine schnelle nachhaltige Wende der Renditen nach unten nicht zu erwarten. Die 10-Jahres-Rendite liegt nahe am Hoch vom Mittwoch von 1,11 Prozent.

In Großbritannien ist die Renditekurve in Großbritannien nun so invers wie zuletzt 2008, da die 2-jährigen Papiere besonders stark litten, ihre Rendite stieg am Mittwoch um 0,25 Prozentpunkte auf 2,37 Prozent. "Historisch betrachtet weist dies auf eine vermutlich bevorstehende Rezession und negative Aussichten für das Pfund Sterling hin", so Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank.

Zudem hat sich auch die technische Lage deutlich eingetrübt, da der DAX den seit Juni etablierten Aufwärtstrend nun gebrochen hat. Ob sich daraus eine längere Korrektur entwickelt, lässt sich laut Marktanalysten noch nicht ausmachen.

Impulse könnten am Nachmittag von den Verkäufen von Bestandsimmobilien in den USA ausgehen sowie vom Konjunkturindex der Notenbankfiliale in Philadelphia.

Auf der Gewinnerseite ganz oben stehen Automobilwerte mit einem Plus ihres Stoxx-Subindex von 0,8 Prozent. Der Index der Chemiewerte legt ein halbes Prozent zu, der Index der Öl- und Gasaktien um 0,4 Prozent. Im DAX steigen Hellofresh um 3,4 Prozent und Zalando um 2,1 Prozent, die beiden Titel hatten am Mittwoch mit Abschlägen von mehr als 7 Prozent die Verliererliste angeführt. BASF ziehen um 1,8 Prozent an.

Zur Rose zweistellig im Plus - auch Shop Apotheke sehr fest

Positiv bewerten Marktteilnehmer den Zwischenbericht der Apothekengruppe Zur Rose. Der Kurs zieht zeitweise um 11 Prozent an. Der Konzern will den Break-Even auf EBITDA-Basis nun schon im kommenden Jahr erreichen und nicht erst 2024. Im ersten Halbjahr lag der Verlust des bereinigten EBITDA bei 49,2 Millionen Franken und damit unterhalb der Erwartung der Jefferies-Analysten, die mit minus 55 Millionen gerechnet hatten. Auch der Umsatz von knapp 964 Millionen Franken ist etwas besser ausgefallen als die 957 Millionen, mit denen Jefferies gerechnet hatte.

Zur Rose führt den positiven Ausblick unter anderem auf die Einführung des E-Rezepts zurück. Davon profitieren laut Händlern auch Shop Apotheke, die 6,2 Prozent gewinnen.

SAF-Holland steigen um 1,8 Prozent. Der Lkw-Zulieferer hält nun 93 Prozent der Aktien von Haldex. Damit war das Übernahmeangebot erfolgreich. Die Frist wird nun bis zum 31. August um 17 Uhr verlängert.

Geberit nach Gewinnrückgang unter Druck

Geberit geraten nach Zahlenausweis unter Druck. Der Kurs fällt in Zürich um 4,2 Prozent. Der Gewinn des Bauzulieferers ist im ersten Halbjahr um 12,5 Prozent zurückgegangen. Allerdings meint Geberit nun auch, die Rohstoff-Preise sollten sich nun auf dem erhöhten Niveau seitwärts entwickeln. Bei den Verkaufspreisen bestehe dagegen selektiver Spielraum.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.755,11 -0,0% -0,95 -12,6%

Stoxx-50 3.658,86 -0,2% -8,50 -4,2%

DAX 13.682,02 +0,4% 55,31 -13,9%

MDAX 27.678,19 +0,5% 135,03 -21,2%

TecDAX 3.138,52 +0,1% 4,49 -19,9%

SDAX 12.988,80 +0,6% 81,79 -20,9%

FTSE 7.496,77 -0,3% -18,98 +1,1%

CAC 6.533,93 +0,1% 5,61 -8,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 1,12 +0,03 +1,30

US-Zehnjahresrendite 2,88 -0,02 +1,37

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:08 Uhr Mi, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0160 -0,2% 1,0162 1,0170 -10,6%

EUR/JPY 137,50 +0,0% 137,50 137,69 +5,1%

EUR/CHF 0,9689 +0,0% 0,9685 1,0489 -6,6%

EUR/GBP 0,8449 +0,0% 0,8453 0,8443 +0,6%

USD/JPY 135,33 +0,2% 135,33 135,40 +17,6%

GBP/USD 1,2026 -0,2% 1,2023 1,2044 -11,1%

USD/CNH (Offshore) 6,8076 +0,2% 6,8096 6,7953 +7,1%

Bitcoin

BTC/USD 23.414,51 +0,3% 23.440,22 23.431,42 -49,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 87,87 88,11 -0,3% -0,24 +22,8%

Brent/ICE 93,56 93,65 -0,1% -0,09 +25,6%

GAS VT-Schluss +/- EUR

Dutch TTF 231,00 227,00 +2,3% 5,17 +243,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.762,20 1.761,70 +0,0% +0,50 -3,7%

Silber (Spot) 19,65 19,88 -1,2% -0,23 -15,7%

Platin (Spot) 918,83 928,03 -1,0% -9,20 -5,3%

Kupfer-Future 3,56 3,58 -0,6% -0,02 -19,6%

YTD zu Vortagsschluss

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

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August 18, 2022 03:54 ET (07:54 GMT)

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13.09.2022BASF OutperformBernstein Research
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29.09.2022BASF NeutralGoldman Sachs Group Inc.
22.09.2022BASF HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
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28.09.2022BASF SellUBS AG
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