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16.01.2020 10:26
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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Kohleentschädigung treibt RWE-Kurs

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen sind am Donnerstag etwas fester in den Handel gestartet. Positiv wirkt, dass nun das US-chinesische Teilabkommen unter Dach und Fach ist, auch wenn Restzweifel bleiben. Im Wesentlichen bleibt der Status quo in Sachen Strafzölle zunächst erhalten. "Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und China werden durch das Abkommen nur marginal verbessert, aber eben auch nicht weiter verschlechtert", resümiert Thomas Altmann, Portfoliomanager von QC Partner.

Der DAX legt um 0,3 Prozent zu auf 13.470 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gewinnt ebenfalls 0,3 Prozent auf 3.778 Punkte. Am Anleihemarkt geben die Kurse leicht nach, der Goldpreis bewegt sich seitwärts und die Ölpreise steigen.

Ein positiver Impuls kommt von der Aussage des chinesischen Vizepremiers Liu He. Er hat sich zuversichtlich für das Wachstum in China im abgelaufenen Jahr geäußert, die Wirtschaft sei schneller als 6 Prozent gewachsen. Auch die jüngsten Daten für Januar sollen besser als erwartet ausgefallen sein.

RWE mit Entschädigungsfantasie gesucht

RWE verbessern sich um 2,0 Prozent. Bund und Länder wollen den Braunkohle-Kraftwerksbetreibern für die Stilllegungen Milliarden-Entschädigungen bereitstellen. Das kündigte Bundesfinanzminister Olaf Scholz an. RWE solle 2,6 Milliarden Euro erhalten, hieß es aus Regierungskreisen. Der Lausitzer Leag seien 1,75 Milliarden Euro versprochen worden. Weiterhin soll es Anpassungszahlungen von 4,8 Milliarden Euro geben. Zusätzlich zu den bereits vereinbarten Strukturhilfen für die Braunkohle-Länder belaufen sich die gesamten Zahlungen für den Kohleausstieg bis 2038 damit nach jetzigem Stand auf nahezu 50 Milliarden Euro.

Keine Nachricht sehen Händler hinter dem neuerlichen kräftigen Kursplus von Wirecard von aktuell gut 5 Prozent. "Es sieht so aus, als sei einigen Leerverkäufern einen Tag vor dem Optionsverfall die Wertpapierleihe gekündigt worden", versucht ein Händler eine Erklärung.

Beiersdorf geben um 1,2 Prozent nach. 2019 ist der DAX-Konzern beim organischen Umsatzwachstum dank überproportionaler Verbesserungen im Segment Consumer auf Konzernebene etwa in der Mitte der Prognosespanne gelandet. Dabei zeigte die Klebstoffsparte Tesa erhebliche Bremsspuren und verfehlte sogar die Ende Oktober gesenkte Prognose. Für die angepeilte Gewinnmarge sieht sich Beiersdorf auf Kurs.

Positiv kommt an, dass das Beteiligungsunternehmen Aurelius den erwarteten Ausstieg bei Ghotel schon früh im Jahr bekannt gegeben hat. "Das Geschäftsmodell funktioniert, der Abschlag der Aktie gegenüber dem Nettovermögenswert ist deutlich zu hoch", so ein Marktteilnehmer. Für Aurelius geht es um 1,8 Prozent nach oben.

Bei der zuletzt schwer gebeutelten Varta-Aktie treibt eine neuerliche Ausweitung von Produktionskapazitäten den Kurs. "Das hält die Wachstumsstory intakt, gerade nachdem sie ein Drittel an Wert verloren haben", sagt ein Händler. Die Aktie zieht um 6,6 Prozent an.

Autoaktien erneut auf Verliererstraße

Angesichts erneuter Drohungen mit US-Strafzöllen werden Autoaktien weiter gemieden. Sie hatten am schon Vortag deutlicher nachgegeben. "Die Gefahr ist hoch, dass Trump den ganzen Sektor in Geiselhaft nimmt, um die europäische Politik zu erpressen", sagt ein Händler. Wie die Washington Post berichtet, hat der US-Präsident Europa mit einem Strafzoll von 25 Prozent auf Autos gedroht, falls seine Nuklearpolitik gegenüber dem Iran nicht unterstützt wird. Der Stoxx-Autoindex gibt um 0,3 Prozent nach.

Positiv für Halbleiterwerte werden Geschäftszahlen von Taiwan Semiconductor gesehen. Umsatzwachstum und die Marge lägen beide am oberen Rand der hauseigenen Prognose bzw leicht darüber. STMicroelectronics legen um knapp 1 Prozent zu, Infineon um 1,1 Prozent. Die Analysten von Barclays haben außerdem Infineon in einer Sektorstudie auf "Equalweight" hochgestuft. Aixtron verbessern sich um 1,9 Prozent nach einer Hochstufung auf "Overweight"

Trotz der Begebung einer Wandelanleihe sowie einer Kapitalerhöhung geht es für Delivery Hero um 0,9 Prozent nach oben. Anleihe im Nennbetrag von 1,75 Milliarden Euro und Kapitalerhöhung von rund 571 Millionen Euro seien sofort von institutionellen Investoren "aufgesaugt" worden, heißt es dazu im Handel.

Nach guten Umsatzzahlen für 2019 geht es für Hellofresh um 10,1 Prozent kräftig nach vorne. Statt um 31 bis 33 Prozent wuchs der Umsatz des Kochboxenversenders um 36 Prozent.

SLM Solutions knicken dagegen um knapp 13 Prozent ein. Als Grund wird der Teilausstieg des Firmengründers Hans-Joachim Ihde gesehen. Er hat sich von rund einem Drittel seiner Anteile getrennt.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.778,27 0,25 9,31 0,88

Stoxx-50 3.443,65 0,25 8,71 1,19

DAX 13.469,62 0,28 37,32 1,67

MDAX 28.541,76 0,47 134,54 0,81

TecDAX 3.125,49 0,71 21,92 3,67

SDAX 12.587,84 1,27 158,09 0,61

FTSE 7.636,58 -0,08 -6,22 1,33

CAC 6.047,29 0,24 14,68 1,16

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,21 -0,01 -0,45

US-Zehnjahresrendite 1,79 0,01 -0,89

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:18 Mi, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1145 -0,06% 1,1145 1,1159 -0,6%

EUR/JPY 122,77 +0,20% 122,57 122,70 +0,7%

EUR/CHF 1,0747 -0,02% 1,0756 1,0755 -1,0%

EUR/GBP 0,8544 -0,04% 0,8550 0,8567 +1,0%

USD/JPY 109,93 +0,12% 109,93 109,97 +1,1%

GBP/USD 1,3036 +0,11% 1,3036 1,3023 -1,6%

USD/CNH (Offshore) 6,8859 -0,08% 6,8933 6,8907 -1,2%

Bitcoin

BTC/USD 8.683,50 -1,85% 8.683,50 8.779,66 +20,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,30 57,81 +0,8% 0,49 -4,5%

Brent/ICE 64,48 64,00 +0,8% 0,48 -2,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.554,44 1.556,20 -0,1% -1,77 +2,4%

Silber (Spot) 17,89 18,05 -0,9% -0,16 +0,3%

Platin (Spot) 1.022,35 1.022,50 -0,0% -0,15 +5,9%

Kupfer-Future 2,87 2,87 +0,0% +0,00 +2,5%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/gos

(END) Dow Jones Newswires

January 16, 2020 04:27 ET (09:27 GMT)

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24.01.2020Wirecard buyGoldman Sachs Group Inc.
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25.04.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
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