MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Rüstungswerte unter Druck
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DOW JONES--Mit einem leichten Plus haben die europäischen Aktienmärkte den letzten Handelstag der Woche beendet. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise setzten keinen Impuls - sie fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Der Inflationsdruck in den USA hat im März wie erwartet deutlich zugenommen. Insgesamt herrschte bei den Investoren eine erhöhte Zurückhaltung im Vorfeld der am Wochenende beginnenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Die am Mittwoch vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe hielt derweil. Während der DAX kaum verändert bei 23.804 Punkten schloss, legte der Euro-Stoxx-50 um 0,5 Prozent auf 5.926 Punkte zu.
Alles hänge weiter von der Wiederaufnahme des freien Schiffs- und Tankerverkehrs durch die Straße von Hormus ab, die am zweiten Tag des US-Iran-Waffenstillstands weiter im Fokus stand, hieß es. Die Ölpreise zeigten sich wenig verändert. Für ein Barrel der Sorte Brent mussten mit 97,09 Dollar 1,2 Prozent mehr bezahlt werden.
Kräftige Verluste verzeichneten die Rüstungswerte. Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung auf Äußerungen eines ranghohen ukrainischen Beamten, der Hoffnungen weckte, dass der Krieg mit Russland einer Lösung näherkommen könnte, wie Bloomberg News berichtete. Trotz bislang begrenzter sichtbarer Fortschritte in den öffentlichen Verhandlungen sagte Kyrylo Budanow, der oberste ukrainische Verhandlungsführer mit Russland, die Gespräche bewegten sich auf eine mögliche Einigung zu und deutete an, dass der Zeitrahmen für einen Deal kürzer sein könnte als erwartet. Leonardo, Rheinmetall, Hensoldt und Kongsberg reduzierten sich um bis zu 5,9 Prozent.
Im Gegenzug stiegen Baustoffwerte wie Buzzi, Holcim und Heidelberg Materials zwischen 3,0 und 5,7 Prozent, weil die Teilnehmer darauf setzten, dass Fortschritte in Richtung Frieden in der Ukraine den Wiederaufbau und die Nachfrage nach Infrastruktur in der Region unterstützen könnten.
Der europäische Technologie-Sektor war mit einem Plus von 1,2 Prozent größter Gewinner. Teilnehmer begründeten dies mit den starken Geschäftszahlen von Taiwan Semiconductor (TSMC). Nach Börsenschluss in Taiwan hatte der Zulieferer von Unternehmen wie Apple und Nvidia einen Umsatz von 1,134 Billionen Taiwan-Dollar (ca 35,71 Milliarden Dollar) für das erste Quartal mitgeteilt. Mit dem Umsatzplus von 35 Prozent wurde die Markterwartung übertroffen. Die Aktien von Infineon legten um 1,0 Prozent zu.
Ein kräftiges Minus von 10,6 Prozent verzeichneten Sodexo. Der französische Catering- und Kantinenbetreiber hat den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Nach Angaben des CEO hat man sogar schlechter abgeschnitten als der Markt und die Wettbewerber. Sodexo rechnet nur noch mit 0,5 bis 1,0 Prozent beim organischen Wachstum nach zuvor 1,5 bis 2,5 Prozent.
Die Aktien von Daimler Truck schlossen nach enttäuschenden Absatzzahlen 0,6 Prozent niedriger. Die Analysten von RBC zeigten sich relativ entspannt: Vor allem in den USA hätten die Nutzfahrzeugverkäufe 7 Prozent unter Konsens gelegen. Allerdings würden Auslieferungen im ersten Quartal überwiegend auf Orders zurückgehen, die vor dem Nachfrageanstieg zum Ende 2025 platziert worden seien.
Airbus fielen um 0,8 Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank bezeichneten die Auslieferungen im März als "enttäuschend". Mit den Aktien des Triebwerksherstellers MTU ging es als Airbus-Zulieferer um 0,9 Prozent nach unten. Hier hatte die UBS das Kursziel deutlich gesenkt.
Gesucht waren auch Aktien von Fluggesellschaften. So stiegen Air France-KLM um 2,3 Prozent und Lufthansa erhöhten sich um 1,0 Prozent. Lufthansa City Airlines und die Gewerkschaft Verdi haben sich zudem nach monatelangen Verhandlungen auf eine Ersttarifierung für das fliegende Personal geeinigt.
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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)
Euro-Stoxx-50 5.926 0,51 1,81
Stoxx-50 5.108 0,24 3,62
Stoxx-600 615 0,37 3,44
DAX 23.804 -0,01 -2,79
FTSE-100 London 10.603 -0,03 6,77
CAC-40 Paris 8.246 0,17 1,18
AEX Amsterdam 1.005 0,51 5,66
ATHEX-20 Athen 5.829 -2,83 8,93
BEL-20 Brüssel 5.417 0,71 6,67
BUX Budapest 128.031 3,79 15,31
OMXH-25 Helsinki 6.164 0,51 8,08
OMXC-20 Kopenhagen 1.431 1,27 -11,01
PSI 20 Lissabon 9.485 -0,28 14,78
IBEX-35 Madrid 18.105 0,55 4,61
FTSE-MIB Mailand 47.328 0,59 5,30
OBX Oslo 2.018 -0,93 26,28
PX Prag 2.606 1,72 -2,97
OMXS-30 Stockholm 3.079 0,99 6,81
WIG-20 Warschau 131.303 1,30 10,56
ATX Wien 5.656 2,80 6,18
SMI Zürich 13.160 0,18 -0,81
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:47 Uhr
EUR/USD 1,1721 +0,2 0,0022 1,1699 1,1709
EUR/JPY 186,7 +0,4 0,7600 185,94 185,8600
EUR/CHF 0,925 +0,1 0,0006 0,9244 0,9232
EUR/GBP 0,8711 +0,1 0,0007 0,8704 0,8707
USD/JPY 159,26 +0,2 0,3200 158,94 158,7400
GBP/USD 1,3452 +0,1 0,0019 1,3433 1,3445
USD/CNY 6,8278 -0,1 -0,0036 6,8314 6,8314
USD/CNH 6,8247 -0,0 -0,0028 6,8275 6,8280
AUS/USD 0,7073 -0,1 -0,0006 0,7079 0,7085
Bitcoin/USD 72.546,09 +0,2 127,86 72.418,23 71.854,26
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 99,30 +1,5 1,43 97,87
Brent/ICE 97,09 +1,2 1,17 95,92
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.755,98 -0,2 -7,64 4.763,62
Silber 75,93 +1,1 0,85 75,07
Platin 2.048,35 -2,6 -54,69 2.103,04
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/mgo
(END) Dow Jones Newswires
April 10, 2026 12:24 ET (16:24 GMT)
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