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28.05.2019 18:10
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MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Branchen uneinheitlich

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Börsen haben die Kurse am Dienstag tendenziell etwas nachgegeben. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,5 Prozent auf 3.349 Punkte, und der DAX gab um 0,4 Prozent nach auf 12.027 Punkte. Während Auto- und Rohstoff-Aktien sowie Einzelhandelstitel und Medien-Aktien zulegten, gerieten Chemie-Aktien und ausgewählte Bankenwerte unter Druck.

"Die gute Nachricht: Der Deutsche Aktienindex konnte die 12.000-Punkte-Marke heute erneut gegen einen Angriff der Bären verteidigen", sagte Jochen Stanzl von CMC Markets. Die geplante Fusion zwischen Renault und Fiat habe erneut für Kursgewinner der Autobauer gesorgt. Andererseits schwebe der Handelskonflikt zwischen den USA und China weiterhin wie ein Damoklesschwert über dem Markt.

Der Stoxx-Auto-Index legte um 0,7 Prozent zu. "Die mögliche Fusion zwischen Renault und Fiat und die Ankurbelung der Autoverkäufe in China stützen die Stimmung", so ein Händler.

In China werden die Regionen mehr Zulassungen ermöglichen, das hat an den chinesischen Börsen verbreitet zu Kursgewinnen bis zu 5 Prozent geführt. Im DAX gewannen VW um 0,5 Prozent und Conti um 1,2 Prozent, BMW und Daimler schlossen wenig verändert. In Paris stiegen Peugeot um 4,6 Prozent, Fiatchrysler gaben dagegen in Mailand 0,9 Prozent ab.

Einen der größten DAX-Verlierer stellten dagegen wieder einmal Deutsche Bank mit einem Minus von 2,2 Prozent auf das neue Allzeit-Tief von 6,31 Euro.

Italiens Salvini belastet Bankaktien

Der Index der Bankaktien gab 0,3 Prozent ab. Unicredit fielen um 1,4 Prozent und Intesa um 1,1 Prozent. Nach den Europawahlen geht Lega-Chef Salvini auf Konfrontationskurs mit Brüssel. Er kündigte an, Italien werde die vereinbarten Umsatzsteuererhöhungen nicht umsetzen. Zugleich forderte er eine "neue Ordnung" für Europa.

Daraufhin verteuerten sich auch die Kreditversicherungen gegen einen Ausfall der italienischen Banken, die stark in italienische Anleihen investiert haben. Denn der italienische Anleihemarkt steht weiter unter Druck. Die EU könnte bereits Anfang Juni ein neues Defizitverfahren gegen das überschuldete Land starten.

Gewinner war der deutsche Rentenmarkt. Er war als sicherer Hafen gesucht: Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe fiel auf minus 0,16 Prozent, nur im Juli 2016 hatte sie noch stärker im Minus gelegen.

Vivendi-Zukauf kommt gut an

Auf der Gewinnerseite standen auch die Rohstoff-Aktien, deren Stoxx-Branchenindex 0,8 Prozent gewann. Die Einzelhandelstitel legten mit guten Daten zur Verbraucherstimmung in den USA 0,6 Prozent zu, die Medien-Aktien genauso stark. Vivendi gewannen mit dem Kauf des Pay-TV-Senders M7 in Luxemburg 1 Prozent. Damit baue Vivendi die Präsenz von Canal+ weiter aus, sagte ein Händler. Der Kaufpreis von etwas über 1 Milliarde Euro sei in Ordnung, man gewinne rund 20 Millionen potenzielle Zuschauer hinzu. "Das dürfte positiv ankommen, da gerade eben erst bei den Geschäftszahlen kritisiert wurde, dass das Pay-TV-Geschäft auf dem Heimatmarkt rückläufig ist", sagte der Händler.

Massive Anpassungen in den MSCI-Indizes

Daneben standen die Änderungen der MSCI-Indizes im Blick. Mit einem globalen Volumen von rund 96 Milliarden Dollar stehe die größte Umschichtung in der Geschichte an, sagte ein Händler. Es gebe weltweit 87 Neuaufnahmen und elf Herausnahmen allein in den großen MSCI-Indizes und hunderte von Änderungen in den kleineren Indizes. Rund 41 Prozent des Volumens würden dabei auf Amerika entfallen, auf die EMEA-Region mit Europa rund 28 Prozent.

In Deutschland rückten damit Eckert & Ziegler in den Fokus, die in den MSCI Small Cap Index aufgenommen worden sind. Sie stiegen um 0,4 Prozent. Knorr-Bremse legten um 1,6 Prozent zu, sie sind in den MSCI Deutschland eingetreten. Osram fielen dagegen heraus, sie gaben um 1,7 Prozent nach.

SAS werden nach Zahlen verkauft

Für SAS ging es um 10 Prozent nach unten. Die Skandinavier haben nicht nur einen höheren Verlust als erwartet ausgewiesen, sondern auch ihren Ausblick gesenkt. Die Aktien von Neopost sprangen in Paris dagegen um 9,3 Prozent nach oben. Die Zahlen des Post-Ausstatters zum ersten Quartal sind deutlich besser als befürchtet ausgefallen. Vor allem das organische Wachstum von 2,9 Prozent kam gut an, dazu wurde auch an der Prognose für das Gesamtjahr nicht gerüttelt.

Deutsche Post wurden am Dienstag zum Verlierer der Lufthansa-Aussagen zum Cargo-Bereich, wie es am Markt heißt. Die Lufthansa sprach von schwächerer Nachfrage im Cargo-Bereich und will deshalb auch den Flugplan anpassen, wie es im Handel hieß. "Die Post ist einer der großen Kunden von Lufthansa-Cargo", sagte ein Händler. Die Geschäfte der Post liefen möglicherweise schlechter als gedacht. Deutsche Post fielen um 1,6 Prozent. Lufthansa notierten wenig verändert.

Windeln.de legten nach Zahlen um 6,5 Prozent zu. Diese wurden im Handel als in Ordnung beschrieben. Doch unwohl fühlten sich die Händler angesichts der hohen Abhängigkeit vom chinesischen Markt, was allerdings keinen Belastungsfaktor für das Papier darstellte.

Mit Elan ist der Wind- und Solarparkbetreiber Encavis (plus 4,8 Prozent) in das Jahr gestartet. Positiv wurde an der Börse die Entwicklung der EBITDA-Marge gewertet, die um 6,5 Prozentpunkte auf gut 75 Prozent zulegte. Gegenüber den Wettbewerbern biete die Aktie eine attraktive Bewertung, hieß es am Markt.

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. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Europa Euro-Stoxx-50 3.348,86 -15,18 -0,5% +11,6%

. Stoxx-50 3.096,85 -16,84 -0,5% +12,2%

. Stoxx-600 375,90 -0,81 -0,2% +11,3%

Frankfurt XETRA-DAX 12.027,05 -44,13 -0,4% +13,9%

London FTSE-100 London 7.272,61 -5,12 -0,1% +8,2%

Paris CAC-40 Paris 5.312,69 -23,50 -0,4% +12,3%

Amsterdam AEX Amsterdam 549,10 -0,11 -0,0% +12,6%

Athen ATHEX-20 Athen 2.033,14 +28,17 +1,4% +26,4%

Brüssel BEL-20 Bruessel 3.488,32 +13,49 +0,4% +7,5%

Budapest BUX Budapest 40.466,85 +258,94 +0,6% +3,4%

Helsinki OMXH-25 Helsinki 3.875,86 -28,69 -0,7% +5,2%

Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 108.211,69 +1485,37 +1,4% -5,4%

Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 998,79 +9,54 +1,0% +12,0%

Lissabon PSI 20 Lissabon 5.140,90 -34,21 -0,7% +7,9%

Madrid IBEX-35 Madrid 9.191,80 -24,60 -0,3% +7,6%

Mailand FTSE-MIB Mailand 20.260,98 -102,15 -0,5% +11,1%

Moskau RTS Moskau 1.271,15 -16,97 -1,3% +19,2%

Oslo OBX Oslo 804,50 -3,61 -0,4% +8,8%

Prag PX Prag 1.038,16 -2,13 -0,2% +5,2%

Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.565,12 -3,12 -0,2% +11,1%

Warschau WIG-20 Warschau 2.192,87 +3,21 +0,1% -3,7%

Wien ATX Wien 2.949,71 -4,92 -0,2% +7,8%

Zürich SMI Zuerich 9.680,87 -32,09 -0,3% +14,9%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,16 -0,03 -0,40

US-Zehnjahresrendite 2,27 -0,05 -0,41

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:07 Uhr Mo, 17.39 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1173 -0,19% 1,1184 1,1193 -2,5%

EUR/JPY 122,38 -0,15% 122,49 122,60 -2,7%

EUR/CHF 1,1275 +0,34% 1,1230 1,1240 +0,2%

EUR/GBP 0,8824 -0,03% 0,8821 0,8832 -2,0%

USD/JPY 109,54 +0,04% 109,52 109,53 -0,1%

GBP/USD 1,2663 -0,15% 1,2678 1,2673 -0,8%

Bitcoin

BTC/USD 8.699,95 -1,32% 8.725,75 8.870,00 +133,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,92 59,24 +0,5% 0,29 +24,6%

Brent/ICE 69,87 70,11 -0,3% -0,24 +26,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.278,77 1.285,20 -0,5% -6,43 -0,3%

Silber (Spot) 14,34 14,59 -1,7% -0,25 -7,5%

Platin (Spot) 798,09 808,50 -1,3% -10,41 +0,2%

Kupfer-Future 2,70 2,72 -0,1% -0,00 +2,2%

.===

DJG/hru/cln

(END) Dow Jones Newswires

May 28, 2019 12:10 ET (16:10 GMT)

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12.07.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
11.07.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
09.07.2019Deutsche Bank neutralIndependent Research GmbH
09.07.2019Deutsche Bank HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
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28.06.2019Deutsche Bank kaufenDZ BANK
24.10.2018Deutsche Bank buyequinet AG
30.08.2018Deutsche Bank buyequinet AG
24.05.2018Deutsche Bank kaufenDZ BANK
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12.07.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
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08.07.2019Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets

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