MÄRKTE EUROPA/Fester - Sandoz von Biosimilar-Zulassung gestützt

22.04.24 18:14 Uhr

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag mit Aufschlägen geschlossen. Der DAX gewann 0,7 Prozent auf 17.861 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg um 0,4 Prozent auf 4.937 Punkte. Die Akteure reagierten erleichtert darauf, dass es am Wochenende zu keinen neuen Eskalationen im Nahen Osten gekommen sei, sagte Thomas Altmann von QC Partners und weiter: "Das sehen wir auch am Rückgang des Goldpreises sowie an den steigenden Zinsen für US-Staatsanleihen". In den Blick rücke zunächst die Berichtssaison, hieß es am Markt.

Etwas erholt zeigte sich der Stoxx-Subindex Technologie, obgleich Marktteilnehmer von einer weiter schlechten Stimmung für Technologie sprechen mit Blick auf das neue Jahrestief von Tesla und die fortgesetzten Verluste bei anderen Titeln der so genannten "Glorreichen Sieben". Am Freitag waren Nvidia um 10 Prozent eingeknickt. Daneben war die Netflix-Aktie um 9 Prozent abgerutscht nach einem enttäuschenden Ausblick.

Für Zurückhaltung bei Technologieaktien sorgt, dass im Wochenverlauf mit Tesla, Meta, Microsoft und Alphabet vier dieser Glorreichen Sieben ihre Bücher öffnen. Daneben steht bereits am Abend nach US-Börsenschluss der Zahlenkranz von SAP auf dem Kalender. Im Vorfeld stieg der Kurs um 0,2 Prozent.

Autoaktien Schlusslicht - Bei Flatexdegiro geht der Chef

Gewinner Nummer eins im DAX war die zuletzt schwache Bayer-Aktie mit einem Plus von 3,8 Prozent. VW (+0,1%) gaben leicht nach. Laut Berichten am Wochenende haben Hacker, die mutmaßlich aus China stammten, den Autobauer jahrelang ausspioniert. Allerdings hinkten Autoakten auch europaweit hinterher, ihr Subindex verlor 0,7 Prozent und war das Schlusslicht. Marktteilnehmer verwiesen als einen Belastungsfaktor auf den Preiswettbewerb bei Elektroautos. So senkt Tesla neuerlich seine Preise in China, daneben hat die chinesische Li Auto ihre Preise gesenkt.

In der zweiten deutschen Reihe gewannen Norma 8,6 Prozent auf 18,36 Euro. Warburg hat die Aktie frisch zum Kauf empfohlen und das Kursziel auf 25 Euro von 18,50 Euro erhöht. Knorr-Bremse zogen mit 4,3 Prozent Euro ebenfalls deutlich an. Das Unternehmen übernimmt das US-Bahnsignaltechnikgeschäft der französischen Alstom. Als Kaufpreis wurde ein Unternehmenswert von rund 630 Millionen Euro vereinbart. Alstom gewannen 2,3 Prozent.

Klar bester MDAX-Wert war Fresenius Medical Care. Der Kurs schnellte ohne fundamentale Neuigkeiten um 6,5 Prozent nach oben.

In der dritten Reihe haussierten Steico um 14,4 Prozent. Der Bauproduktehersteller hat im ersten Quartal das operative Ergebnis deutlich gesteigert.

Eckert & Ziegler (+9,3%) hat nach vorläufigen Zahlen den Gewinn im ersten Quartal überproportional zum Umsatz gesteigert. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das im SDAX und TecDAX notierte Unternehmen.

Flatexdegiro fielen um 4,6 Prozent. Wie der Online-Broker mitteilte, legt Unternehmenschef Frank Niehage zum 30. April seine sämtlichen Mandate nieder "aufgrund von unterschiedlichen Auffassungen zur strategischen Entwicklung...".

New York sagt Windkraftprojekte ab

RWE lagen 1,2 Prozent im Minus, National Grid gewannen 0,6 Prozent. Beide Aktien standen mit dem Aus für drei Offshore-Windkraftprojekte des Staats New York im Blick. "Aus RWE-Perspektive ist die Stornierung des New Yorker Vertrags enttäuschend, der Wertverlust aber nicht bedeutsam", kommentierten die Citi-Analysten. Auch für National Grid sei der Impuls auf die Bewertung gering.

Prosus gewannen 4,6 Prozent. Sie profitierten von einer Steilvorlage der Beteiligung Tencent, deren Kurs in Hongkong einen Satz um 5,5 Prozent machte. Treiber war die Nachricht, dass Tencent früher als erwartet das Handy-Spiel "Dungeon & Fighter Mobile" veröffentlichen will.

Die Zulassung des Biosimilars Pyzchiva durch die EU-Kommission trieb Sandoz um 5,1 Prozent nach oben. Das Medikament wird zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten eingesetzt. Beobachter rechnen mit der Markteinführung im zweiten Halbjahr. Die UBS hat die Aktie zum Kauf empfohlen.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn*

Euro-Stoxx-50 4.936,85 +18,76 +0,4% +9,2%

Stoxx-50 4.364,60 +25,81 +0,6% +6,6%

Stoxx-600 502,31 +3,02 +0,6% +4,9%

XETRA-DAX 17.860,80 +123,44 +0,7% +6,6%

FTSE-100 London 8.023,87 +128,02 +1,6% +2,1%

CAC-40 Paris 8.040,36 +17,95 +0,2% +6,6%

AEX Amsterdam 866,51 +6,50 +0,8% +10,1%

ATHEX-20 Athen 3.455,33 +76,48 +2,3% +10,7%

BEL-20 Bruessel 3.863,26 +35,51 +0,9% +4,2%

BUX Budapest 65.125,52 +80,46 +0,1% +7,4%

OMXH-25 Helsinki 4.487,47 +48,64 +1,1% -1,7%

ISE NAT. 30 Istanbul 10.429,92 -97,87 -0,9% +30,0%

OMXC-20 Kopenhagen 2.635,67 +27,75 +1,1% +15,4%

PSI 20 Lissabon 6.295,12 +220,35 +3,5% +1,9%

IBEX-35 Madrid 10.890,20 +160,70 +1,5% +7,8%

FTSE-MIB Mailand 33.724,82 -197,34 -0,6% +11,8%

OBX Oslo 1.252,92 -2,16 -0,2% +5,0%

PX Prag 1.557,17 +6,56 +0,4% +10,1%

OMXS-30 Stockholm 2.511,41 +9,34 +0,4% +4,7%

WIG-20 Warschau 2.508,34 +44,30 +1,8% +7,1%

ATX Wien 3.554,19 +17,19 +0,5% +2,8%

SMI Zuerich 11.327,77 +31,37 +0,3% +1,7%

*bezogen auf Schlusskurs vom Vortag

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:05 Fr, 17:25 % YTD

EUR/USD 1,0648 -0,1% 1,0667 1,0666 -3,6%

EUR/JPY 164,80 +0,1% 165,07 164,81 +5,9%

EUR/CHF 0,9711 +0,1% 0,9723 0,9694 +4,7%

EUR/GBP 0,8628 +0,1% 0,8613 0,8593 -0,5%

USD/JPY 154,78 +0,2% 154,75 154,51 +9,9%

GBP/USD 1,2341 -0,3% 1,2385 1,2413 -3,0%

USD/CNH (Offshore) 7,2517 +0,0% 7,2501 7,2468 +1,8%

Bitcoin

BTC/USD 66.077,46 +2,0% 66.346,88 64.457,30 +51,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 83,35 83,14 +0,3% +0,21 +14,8%

Brent/ICE 87,08 87,29 -0,2% -0,21 +13,6%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 29,1 30,70 -5,2% -1,60 -13,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.334,87 2.392,50 -2,4% -57,63 +13,2%

Silber (Spot) 27,22 28,69 -5,1% -1,46 +14,5%

Platin (Spot) 921,35 936,05 -1,6% -14,70 -7,1%

Kupfer-Future 4,47 4,50 -0,6% -0,03 +14,4%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/mgo

(END) Dow Jones Newswires

April 22, 2024 12:15 ET (16:15 GMT)

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05.10.2023Sandoz BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
05.10.2023Sandoz OverweightMorgan Stanley
05.10.2023Sandoz OverweightJP Morgan Chase & Co.
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05.10.2023Sandoz OverweightMorgan Stanley
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