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18.01.2019 12:36
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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - DAX erstmals seit Anfang Dezember über 11.000

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FRANKFURT (Dow Jones)--An den Börsen in Europa geht es am Freitagmittag deutlich nach oben. Zum einen stützt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelskonflikts zwischen den USA und China, zum anderen plant die chinesische Regierung, die Anstrengungen zur Ankurbelung der Konsumausgaben in diesem Jahr zu intensivieren.

Medienberichten zufolge hat US-Finanzminister Steven Mnuchin vorgeschlagen, die Strafzölle auf chinesische Importe zu verringern oder ganz aufzuheben. Dies wurde zwar zwischenzeitlich aus dem Finanzministerium relativiert, Händler werten aber schon die zunehmenden Hinweise als Zeichen, dass die US-Regierung eine baldige Lösung der Querelen anstrebt. Dazu passt, dass der chinesische Vizepremier und oberste Handelsbeauftragte Liu He Ende Januar zu Gesprächen nach Washington reist.

Der DAX steigt um 1,2 Prozent auf 11.046 Punkte, womit er die 11.000er Marke erstmals seit Anfang Dezember wieder überwinden kann. Der Euro-Stoxx-50 legt um 1,4 Prozent auf 3.113 Zähler zu. Händler sprechen von einem Wiedererwachen der Risikofreude, denn aufwärts geht es in sämtlichen Branchen. Besonders die konjunktursensiblen Auto- und Finanzwerte seien gesucht. Ihre Stoxx-Sektor-Indizes legen bis zu 1,9 Prozent zu.

Nicht gesucht sind sogenannte sichere Häfen wie Anleihen, das Gold oder am Devisenmarkt der Yen. Der Goldpreis fällt um gut 6 Dollar auf 1.285 je Feinunze.

Hellofresh und Casino überraschen positiv

Am deutschen Aktienmarkt haussieren Hellofresh um 17 Prozent. 2018 ging es bei dem Unternehmen mit dem Umsatz währungsbereinigt um 41 Prozent nach oben, deutlich stärker als bislang mit 32 bis 37 Prozent in Aussicht gestellt. Damit werden Zweifel an der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells gelindert - zumal auch der operative Verlust nicht so hoch ausfallen soll, wie zuletzt am Aktienmarkt befürchtet.

In Paris springen Casino nach Umsatzzahlen für das vierte Quartal um 6 Prozent nach oben. Für Erleichterung sorgt, dass die Gelbwesten-Proteste offenbar keine größeren Spuren bei dem Einzelhandelsunternehmen hinterlassen haben - etwa durch erzwungene Ladenschließungen oder erschwerten Zugang zu den Geschäften. Im Gefolge steigen auch Carrefour um knapp 4 Prozent.

In Amsterdam geht es für Takeaway um 4,1 Prozent abwärts. Der niederländische Essenslieferdienst hat sich zum Teil via einer Kapitalerhöhung 680 Millionen Euro beschafft, um den vereinbarten Erwerb des Deutschlandgeschäfts von Delivery Hero zu refinanzieren.

Ryanair-Warnung belastet nur leicht

Eine Gewinnwarnung der Billigfluglinie Ryanair wird mit einem Minus von 1,6 Prozent bei der Aktie quittiert. Davy Research sieht bei Ryanair nach der gesenkten Gewinnprognose nur das untere Ende der Prognosespanne erreichbar. Von zentraler Bedeutung dürfte sein, was nach dem Winter passieren werde, da der vordringliche Grund für die Gewinnwarnung niedrige Ticketpreise im Winterflugplan seien. Easyjet fallen um 2,4 Prozent zurück, andere Werte aus der Branche zeigen sich von der Ryanair-Warnung dagegen kaum belastet.

Für Telecom Italia geht es nach schwachen vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr um 9 Prozent nach unten. Das organische operative Ergebnis liegt mit 8,1 Milliarden Euro 2,2 Prozent unter der Konsensschätzung. Laut Bryan Garnier verfehlt es allein im vierten Quartal die Prognose um 6 Prozent. Im Handel heißt es, dass sich die zunehmende Konkurrenz durch Iliad bemerkbar mache. Iliad gewinnen in Paris 1,3 Prozent.

Wacker nach Warnung erst runter dann noch stärker rauf

Eine Gewinnwarnung von Wacker belastete die Aktie nur kurzfristig. Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass das operative Ergebnis 2018 bei etwa 930 Millionen Euro liegen wird. Bislang hatte Wacker mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 1,014 Milliarden im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Hintergrund sollen noch nicht erhaltene Versicherungsleistungen sein. Im Handel heißt es, dass es sich letztlich um ein rein bilanztechnisches, aber kein organisches Problem handele. Die Aktie liegt 4,5 Prozent im Plus, nachdem sie kurzzeitig fast um 4 Prozent abgesackt war zum Vortagesschluss.

Um 5,5 Prozent nach unten geht es für Klöckner & Co. Hier belastet eine Abstufung auf "Sell" durch das Bankhaus Lampe. K+S (+4,4 %) profitieren dagegen von einer Hochstufung auf "Neutral" durch Citi. S&T im TecDAX steigen um 7 Prozent. Hier treibt die Auflegung eines Aktienrückkaufprogramms.

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.114,22 1,46 44,87 3,76

Stoxx-50 2.865,53 1,17 33,08 3,82

DAX 11.059,82 1,29 141,20 4,74

MDAX 23.079,53 1,51 344,11 6,91

TecDAX 2.555,24 1,52 38,21 4,29

SDAX 10.265,46 1,58 159,63 7,95

FTSE 6.920,34 1,25 85,42 1,59

CAC 4.866,20 1,50 71,84 2,86

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,26 0,02 0,02

US-Zehnjahresrendite 2,77 0,02 0,09

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:29 Mi, 17:15 % YTD

EUR/USD 1,1407 +0,16% 1,1378 1,1403 -0,5%

EUR/JPY 124,84 +0,38% 123,85 124,08 -0,7%

EUR/CHF 1,1334 +0,12% 1,1284 1,1289 +0,7%

EUR/GBP 0,8811 +0,46% 0,8844 0,8861 -2,1%

USD/JPY 109,45 +0,21% 108,87 108,80 -0,2%

GBP/USD 1,2946 -0,30% 1,2865 1,2866 +1,4%

Bitcoin

BTC/USD 3.615,75 -0,46% 3.592,38 3.610,25 -2,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 52,75 52,07 +1,3% 0,68 +16,2%

Brent/ICE 61,83 61,18 +1,1% 0,65 +14,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.285,53 1.291,90 -0,5% -6,37 +0,2%

Silber (Spot) 15,47 15,53 -0,4% -0,06 -0,2%

Platin (Spot) 812,00 811,00 +0,1% +1,00 +2,0%

Kupfer-Future 2,72 2,68 +1,5% +0,04 +3,3%

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

(END) Dow Jones Newswires

January 18, 2019 06:37 ET (11:37 GMT)

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