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04.12.2019 18:05
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MÄRKTE EUROPA/Hoffen auf Handelsdeal macht Anleger mutiger

FRANKFURT (Dow Jones)--Zur Wochenmitte ist es mit den europäischen Aktienkursen wieder deutlicher aufwärts gegangen. Nach leichten Gewinnen zum Start nahmen die Börsen im Verlauf an Fahrt auf. Händler verwiesen auf eine Bloomberg-Meldung, wonach sich Peking und Washington noch vor drohenden neuen US-Strafzöllen auf chinesische US-Importe am 15. Dezember auf ein "Phase-Eins-Abkommen" einigen dürften. Kreisen zufolge befinden sich die Handelsgespräche trotz der jüngsten eher negativen Kommentare von US-Präsident Donald Trump nicht in einer Sackgasse.

Rückenwind kam auch von Konjunkturseite. So sind die Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindizes in Deutschland wie auch der Eurozone über den Prognosen ausgefallen. In China überraschte derweil ein starker Caixin-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe positiv mit einem Siebenmonatshoch. Erst am vergangenen Wochenende waren aus China positive Signale aus dem produzierenden Gewerbe gekommen.

Der DAX legte 1,2 Prozent auf 13.141 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 schloss 1,4 Prozent höher bei 3.660 Zählern. Am Anleihenmarkt kamen die Kurse angesichts der wieder gestiegenen Risikobereitschaft etwas zurück.

Orange unter Druck

Der französische Telekommunikationskonzern Orange hat sich zur mittelfristigen Geschäfts- und Dividendenentwicklung geäußert. Der Ausblick sei zwar gut angekommen und operativ laufe alles rund, hieß es. Nich gut kam aber an, dass höhere Investitionen anstehen in den nächsten Jahren bei gleichzeitig geringerem Streben nach Dividendenwachstum. Der Kurs verlor 4,7 Prozent.

Am deutschen Aktienmarkt gehörten SAP zu den Gewinnern im DAX mit einem Plus von 1,6 Prozent. Bei SAP wurde ein Interview mit Co-Vorstandschef Christian Klein positiv aufgenommen. Dieser kündigte an, die milliardenschwere Einkaufstour zu beenden. Außerdem habe SAP den adressierbaren Markt auf 500 Milliarden Dollar ausgeweitet und man sehe eine "hohe Investitionsbereitschaft" unter den Kunden.

Airbus zeigten sich 3,1 Prozent fester. Grund ist die Bestellung von 50 Maschinen durch United Airlines als Ersatz der veralteten Boeing 757. Für Boeing ist dies angesichts der Kaufzurückhaltung gegenüber den 737-Max-Maschinen nach zwei Abstürzen ein weiterer Rückschlag - zumal der Käufer eine US-Fluggesellschaft ist.

Aktie von M&C Saatchi halbiert sich nach Zahlen nahezu

Die Anteilseigner der britischen Werbeagentur M&C Saatchi warfen ihre Aktien auf den Markt, die Aktie verlor 46 Prozent. Die Analysten von AJ Bells schreiben von einem "Durcheinander", nachdem das Unternehmen am Morgen zum einen berichtete, dass höher als erwartet ausgefallene Abschreibungen aus dem Vorjahr zu einer Berichtigung der Bilanz führen. Zum andern schwächele das Geschäft, so dass eine Gewinnwarnung abgegeben wurde. Das Ausmaß der Gewinnwarnung für 2019 stufen die Analysten von Peel Hunt als groß ein, was die Aktionäre verschrecke. Nachdem das vierte Quartal schwach verlaufe und die Kosten stiegen, erwartet das Unternehmen nun den Gewinn vor Steuern in diesem Jahr 22 bis 27 Prozent unterhalb der des Vorjahres.

Die Zahlen von Dr. Hönle (minus 2,4 Prozent) fielen nach Aussage eines Marktteilnehmers auf der Umsatz- wie auf der Ertragsseite wie erwartet mau aus. Von der Umsatz- und Gewinnwarnung Anfang August hatte sich die Aktie nicht mehr erholt, die Zahlen zum Gesamtjahr 2018/19 beinhalteten wenig Überraschendes. Aber auch der wohl eher konservativ aufgestellte Ausblick sei kein Kaufargument für die Aktie.

Für Teamviewer ging es um 2,9 Prozent und für TLG Immobilien um 0,2 Prozent nach oben. Beide Aktien könnten am Abend, wenn die Deutsche Börse auf Basis der November-Rangliste entscheidet, den Aufstieg in den MDAX schaffen, heißt es seitens der Indexexperten der LBBW.

Für Verstimmung sorgte der Insolvenzantrag von Mologen. Am Vortag seien noch laufende Finanzierungsgespräche mit "zwei potenziellen Investorengruppen" verkündet worden und ein Tag danach folge die Insolvenz, rügte ein Händler. Mologen brachen um 77 Prozent ein.

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. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Europa Euro-Stoxx-50 3.660,02 +49,03 +1,4% +21,9%

. Stoxx-50 3.304,74 +39,78 +1,2% +19,7%

. Stoxx-600 403,19 +4,71 +1,2% +19,4%

Frankfurt XETRA-DAX 13.140,57 +151,28 +1,2% +24,5%

London FTSE-100 London 7.188,50 +29,74 +0,4% +6,4%

Paris CAC-40 Paris 5.799,68 +72,47 +1,3% +22,6%

Amsterdam AEX Amsterdam 590,99 +8,06 +1,4% +21,1%

Athen ATHEX-20 Athen 2.235,94 +18,74 +0,8% +39,0%

Brüssel BEL-20 Bruessel 3.889,41 +48,09 +1,3% +19,9%

Budapest BUX Budapest 44.078,02 +1029,77 +2,4% +12,6%

Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.036,50 +44,98 +1,1% +9,5%

Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 131.711,08 +1052,33 +0,8% +15,2%

Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 1.115,28 +8,88 +0,8% +25,1%

Lissabon PSI 20 Lissabon 5.037,61 +86,79 +1,7% +8,3%

Madrid IBEX-35 Madrid 9.270,80 +135,10 +1,5% +8,6%

Mailand FTSE-MIB Mailand 23.034,20 +297,68 +1,3% +24,1%

Moskau RTS Moskau 1.430,03 +15,97 +1,1% +34,1%

Oslo OBX Oslo 819,34 +13,72 +1,7% +10,8%

Prag PX Prag 1.079,35 +1,71 +0,2% +9,4%

Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.725,60 +27,91 +1,6% +22,5%

Warschau WIG-20 Warschau 2.081,89 -8,03 -0,4% -8,6%

Wien ATX Wien 3.112,50 +19,85 +0,6% +12,5%

Zürich SMI Zuerich 10.334,56 +101,63 +1,0% +22,6%

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:33h Di, 17.31 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1076 -0,05% 1,1074 1,1090 -3,4%

EUR/JPY 120,58 +0,16% 120,11 120,34 -4,1%

EUR/CHF 1,0959 +0,19% 1,0926 1,0936 -2,7%

EUR/GBP 0,8459 -0,80% 0,8527 0,8531 -6,0%

USD/JPY 108,87 +0,22% 108,48 108,51 -0,7%

GBP/USD 1,3092 +0,74% 1,2987 1,3000 +2,6%

USD/CNH (Offshore) 7,0516 -0,23% 7,0756 7,0715 +2,7%

Bitcoin

BTC/USD 7.467,51 +2,14% 7.132,26 7.316,51 +100,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,38 56,10 +4,1% 2,28 +20,4%

Brent/ICE 63,22 60,82 +3,9% 2,40 +14,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.473,43 1.477,54 -0,3% -4,12 +14,9%

Silber (Spot) 16,86 17,21 -2,1% -0,35 +8,8%

Platin (Spot) 902,24 910,01 -0,9% -7,77 +13,3%

Kupfer-Future 2,65 2,61 +1,5% +0,04 +0,0%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/raz

(END) Dow Jones Newswires

December 04, 2019 12:06 ET (17:06 GMT)

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11.12.2019Airbus SE (ex EADS) HoldJefferies & Company Inc.
06.12.2019Airbus SE (ex EADS) Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
05.12.2019Airbus SE (ex EADS) overweightJP Morgan Chase & Co.
26.11.2019Airbus SE (ex EADS) buyUBS AG
20.11.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
06.12.2019Airbus SE (ex EADS) Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
05.12.2019Airbus SE (ex EADS) overweightJP Morgan Chase & Co.
26.11.2019Airbus SE (ex EADS) buyUBS AG
20.11.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
08.11.2019Airbus SE (ex EADS) Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
11.12.2019Airbus SE (ex EADS) HoldJefferies & Company Inc.
01.11.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
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31.10.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenIndependent Research GmbH
04.10.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenIndependent Research GmbH
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19.01.2018Airbus SE (ex EADS) VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
01.11.2017Airbus SE (ex EADS) VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
01.11.2017Airbus SE (ex EADS) KaufIndependent Research GmbH
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