MÄRKTE EUROPA/Hoffnung auf Entspannung in Nahost und US-Preisdaten stützen

14.04.26 18:07 Uhr

DOW JONES--Fester sind Europas Börsen am Dienstag aus dem Handel gegangen. Ein geringerer US-Inflationsdruck und Hoffen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg besserten die Laune. Die Ölpreise kamen zurück, ebenso die Renditen der wichtigen Staatsanleihen.

Der DAX kletterte um 1,3 Prozent auf 24.044 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,3 Prozent auf 5.985 Punkte nach oben.

Ein weiterer Kurstreiber war die beginnende US-Berichtssaison. Nach Goldman Sachs am Vortag legten JP Morgan, Wells Fargo und die Citigroup gute Zahlen vor. Die Ausblicke waren angesichts der Nahostkrise wie erwartet vorsichtig, aber überall lief es dank starker Anleihegeschäfte gut. Störfeuer gab es nicht.

Der Bank-Sektor im Stoxx-600-Index legte knapp 2 Prozent zu. Im DAX gewannen Commerzbank 2,5 und Deutsche Bank 3,8 Prozent.

Wegen der Hoffnung auf einen Verhandlungsfrieden in Nahost legten auch die Reiseaktien deutlich zu, Tui kletterten knapp 2 Prozent. Selbst Lufthansa stiegen am Streiktag um 3,1 Prozent.

Für Öl-Aktien schwinden damit jedoch die Aussichten auf weitere Kursgewinne. In London fielen BP um 2,4 Prozent.

Auch Konjunkturdaten überraschten positiv. So legten in den USA die wichtigen Erzeugerpreise im März weitaus weniger zu als befürchtet. Die infolge des Kriegs gestiegenene Energiepreise sind bei den Unternehmen und der Inflation noch nicht angekommen.

Dass der Internationale Währungsfonds IWF seine Wachstumsprognosen gesenkt hatte, wurde vom Markt schnell weggesteckt. Entspannung brachten die Inflationsdaten für die Zinslandschaft und damit vor allem die Technologiewerte. Klarer Kursgewinner waren DAX-Schwergewicht Siemens mit 3,7 Prozent Plus. "Die Aktie läuft ähnlich wie der DAX, da sollte der auch bald nach oben ausbrechen", meinte ein Händler. Auch die ähnlich aufgestellten Schneider Electric in Paris legten um 2,8 Prozent zu.

Verlierer waren alle defensiven Titel wie Deutsche Telekom mit 1,3 Prozent Minus.

Bei Autowerten wie Mercedes und VW ging es über 1 Prozent nach oben. Bei BMW wurden die Absatzzahlen etwas kritisiert, daher gaben die Titel 1,7 Prozent nach.

Duftstoffhersteller Givaudan hat sich im ersten Quartal besser als befürchtet geschlagen. Im Windschatten zogen auch Symrise im DAX um 2,4 Prozent an.

Gute Zahlen des Baustoffherstellers Sika (+7,9%) zogen auch Saint-Gobain 3 Prozent nach oben.

LVMH verloren nach den Erstquartalszahlen zunächst deutlich, konnten sich aber auf fast unverändert erholen. Der Umsatz war mit 19,12 Milliarden Euro leicht unter der Schätzung geblieben. Insbesondere die wichtigste Sparte Fashion & Leather enttäuschte.

Für 4,8 Prozent Minus sorgten hohe Marktanteilsverluste von Imperial Brands im ersten Halbjahr. Von RBC Capital Markets hieß es, der Tabakkonzern erwarte einen leichten Rückgang des Marktanteils in den fünf wichtigsten Märkten. Einen Ausblick dazu gab es nicht. Man sei daher "beunruhigt".

Evotec zählten zu den Spitzenwerten in Deutschland und sprangen fast 15 Prozent. Die Analysten von Berenberg hoben Evotec als KI-Gewinner hervor. Denn KI-Unternehmen seien auf der Suche nach erfahrenen Partnern, um ihre technologisch entwickelten Biopharma-Produkte auch in der realen Welt zu validieren.

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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 5.985 1,35 1,96

Stoxx-50 5.143 0,91 3,64

Stoxx-600 620 0,99 3,66

DAX 24.044 1,27 -3,05

FTSE-100 London 10.583 0,25 6,56

CAC-40 Paris 8.236 1,12 1,06

AEX Amsterdam 1.012 0,75 6,40

ATHEX-20 Athen 5.664 2,79 5,85

BEL-20 Brüssel 5.427 1,09 6,86

BUX Budapest 139.460 -0,41 25,60

OMXH-25 Helsinki 6.266 0,28 9,86

OMXC-20 Kopenhagen 1.438 1,79 -10,56

PSI 20 Lissabon 9.360 0,03 13,26

IBEX-35 Madrid 18.024 1,46 4,14

FTSE-MIB Mailand 47.527 1,36 5,75

OBX Oslo 2.004 -0,90 25,43

PX Prag 2.647 1,07 -1,43

OMXS-30 Stockholm 3.103 0,92 7,62

WIG-20 Warschau 132.821 1,15 12,01

ATX Wien 5.798 1,74 8,85

SMI Zürich 13.146 0,94 -0,92

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:20

EUR/USD 1,1788 +0,3 0,0031 1,1757 1,1797

EUR/JPY 187,32 -0,1 -0,1500 187,47 187,3600

EUR/CHF 0,9207 -0,1 -0,0007 0,9214 0,9208

EUR/GBP 0,8692 -0,1 -0,0010 0,8702 0,8689

USD/JPY 158,89 -0,3 -0,5500 159,44 158,8100

GBP/USD 1,3556 +0,4 0,0052 1,3504 1,3575

USD/CNY 6,8157 -0,2 -0,0146 6,8303 6,8157

USD/CNH 6,8093 -0,1 -0,0083 6,8176 6,8074

AUS/USD 0,7129 +0,5 0,0035 0,7094 0,7136

Bitcoin/USD 75.510,43 +3,2 2.314,59 73.195,84 74.855,48

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 92,50 -6,6 -6,58 99,08

Brent/ICE 95,21 -4,2 -4,15 99,36

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.812,59 +1,5 73,41 4.739,18

Silber 79,39 +5,0 3,81 75,58

Platin 2.088,65 +0,9 18,08 2.070,56

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DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 14, 2026 12:08 ET (16:08 GMT)

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12:31Deutsche Telekom OverweightJP Morgan Chase & Co.
12:06Deutsche Telekom OutperformBernstein Research
11:36Deutsche Telekom BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10:06Deutsche Telekom OverweightBarclays Capital
29.04.2026Deutsche Telekom BuyDeutsche Bank AG
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26.11.2024Deutsche Telekom NeutralUBS AG
14.11.2024Deutsche Telekom NeutralUBS AG
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10.10.2024Deutsche Telekom NeutralUBS AG
10.09.2024Deutsche Telekom NeutralUBS AG
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30.03.2020Deutsche Telekom UnderweightBarclays Capital
18.03.2020Deutsche Telekom UnderweightBarclays Capital
04.03.2020Deutsche Telekom UnderweightBarclays Capital
20.02.2020Deutsche Telekom verkaufenBarclays Capital
19.02.2020Deutsche Telekom UnderperformJefferies & Company Inc.

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