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20.05.2019 16:18
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MÄRKTE EUROPA/Investoren scheuen das politische Risiko

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FRANKFURT (Dow Jones)--Deutlich nach unten geht es am Montagnachmittag an den europäischen Börsen. Es sind vor allem die politischen Risiken, die Anleger vorsichtiger werden lassen. Mit den Europawahlen am kommenden Sonntag wird sich zeigen, wo die EU politisch steht. Bei einem positiven Abschneiden von Lega könnte es demnächst Neuwahlen in Italien geben mit der Gefahr weiterer Zuwächse bei den eurokritischen Populisten. Auch sei nicht auszuschließen, dass die Rechtsauslegerin Marine Le Pen die Wahlen in Frankreich gewinnen werde, was die Stimmung allgemein belasten dürfte.

Der DAX verliert 1,5 Prozent auf 12.051 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,5 Prozent auf 3.375 Punkte nach unten. "Wir sind aktuell in einem volatilen Seitwärtsmarkt gefangen", sagt Thomas Altmann von QC Partners. "Für einen massiven Ausverkauf müsste eines der vielen politischen Risiken tatsächlich eintreten, für einen nachhaltigen Kursanstieg müssten die politischen Risiken geringer werden", sagt er.

Halbleiteraktien leiden unter Huawei

Halbleiteraktien leiden unter den US-Sanktionen gegen Huawei. Mit der jüngsten Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, den nationalen Notstand in der Telekommunikation auszurufen, bleibt der Sektor im Blick der Anleger. Trump hatte per Dekret die Nutzung von Telekommunikationstechnik untersagt, die als Risiko für die nationale Sicherheit der USA eingestuft wird. Hauptziel der Maßnahme dürften chinesische Anbieter wie Huawei und ZTE sein. Mit dem Boykott von Huawei durch die USA könnte den Chipherstellern ein wichtiger Kunde wegfallen, heißt es.

Infineon beliefert bereits den in Ungnade gefallenen chinesischen Telekomausrüster Huawei nicht mehr mit Waren, die aus den USA stammen. Es stimme aber nicht, dass alle Lieferungen von Infineon an Huawei ausgesetzt seien, teilte das Unternehmen mit. An der Börse wird nun gemutmaßt, dass China wiederum Vergeltungsmaßnahmen ergreifen und Apple sanktionieren könnte. AMS brechen um 15 Prozent ein, STMicro um 10 Prozent und ASML verlieren 6,1 Prozent. Im DAX geben Infineon um über 5 Prozent nach, der Sektor der europäischen Technologiewerte notiert knapp 3 Prozent im Minus.

Politische Börse in Wien - Strabag fester

Im Blick steht mit der Regierungskrise in Österreich die Wiener Börse. Nach nur anderthalb Jahren im Amt ist die rechtskonservative Regierung durch die Veröffentlichung eines Enthüllungsvideos geplatzt und Vizekanzler Heinz-Christian Strache zurückgetreten. Angesichts der erwarteten Absetzung von Innenminister Herbert Kickl im Zuge des "Ibiza-Skandals" hat der neue FPÖ-Chef Norbert Hofer mit dem Rücktritt aller Minister seiner rechtspopulistischen Partei gedroht.

Der ATX-Prime verliert 1,2 Prozent. Zumindest nehme die Unsicherheit über die politische Zukunft des Landes mit den nun wahrscheinlichen Neuwahlen im September zu, heißt es am Markt. Strabag steigen gegen den Trend um 1 Prozent. Der Baukonzern hat Untersuchungen gefordert, ob die Regierungspartei FPÖ wie von Vizekanzler Strache angekündigt, Strabag tatsächlich um Aufträge betrogen hat.

Thomas Cook nur noch ein Schatten seiner selbst

Thomas Cook finden auch zu Wochenbeginn keine Ruhe und fallen um weitere 16 Prozent. Die Anleger machten sich zunehmend Sorgen, ob das Unternehmen überlebensfähig sei, heißt es im Handel. Dort wird auf die Citigroup-Studie aus der vergangenen Woche verwiesen, in der ein Kursziel von Null für die Aktie ausgerufen wurde. Die Analysten äußern sich unter anderem beunruhigt wegen der Schuldensituation des Konzerns. Diese Sorgen dürften weiter zunehmen.

Ryanair verlieren 4,9 Prozent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März litt die Profitabilität unter einem Rückgang der durchschnittlichen Ticketpreise und Kosten, die im Zusammenhang mit dem Kauf der österreichischen Gesellschaft Lauda anfielen. Und im neuen Geschäftsjahr belastet das Flugverbot der Boeing 737 Max voraussichtlich die Ertragslage.

Die Aktie der Deutschen Bank verliert 3,2 Prozent und hat bei 6,61 Euro ein neues Allzeittief markiert. Ein Grund für die Schwäche ist, dass die Analysten der UBS ihren Kunden empfiehlt, die Aktie zu verkaufen. Auch wenn der neue CEO auf der Kostenseite vorankomme, spreche die geringe Profitabilität gegen den Wettbewerber, heißt es.

Für Kursbewegungen sorgen auch Dividendenabschläge. Von den größeren Unternehmen schütten am Montag Fresenius, Generali, Eni und Intesa Sanpaolo ihre Gewinnbeteiligungen aus.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.374,91 -1,48 -50,73 12,44

Stoxx-50 3.106,15 -1,04 -32,64 12,54

DAX 12.050,98 -1,54 -187,96 14,13

MDAX 25.459,14 -1,29 -332,85 17,93

TecDAX 2.834,84 -1,13 -32,36 15,70

SDAX 11.084,78 -2,18 -246,50 16,57

FTSE 7.308,17 -0,55 -40,45 9,22

CAC 5.360,30 -1,43 -77,93 13,31

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,09 0,01 -0,33

US-Zehnjahresrendite 2,39 0,00 -0,29

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:07 Fr, 17:03 % YTD

EUR/USD 1,1164 +0,00% 1,1154 1,1160 -2,6%

EUR/JPY 122,71 -0,15% 122,85 122,70 -2,4%

EUR/CHF 1,1262 -0,19% 1,1286 1,1289 +0,1%

EUR/GBP 0,8773 +0,07% 0,8759 0,8762 -2,5%

USD/JPY 109,93 -0,14% 110,15 109,97 +0,3%

GBP/USD 1,2726 -0,06% 1,2735 1,2737 -0,3%

Bitcoin

BTC/USD 7.773,75 -3,67% 7.997,25 7.168,25 +109,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 62,98 62,76 +0,4% 0,22 +34,2%

Brent/ICE 72,42 72,21 +0,3% 0,21 +31,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.277,18 1.277,62 -0,0% -0,45 -0,4%

Silber (Spot) 14,44 14,41 +0,2% +0,02 -6,8%

Platin (Spot) 812,65 819,00 -0,8% -6,35 +2,0%

Kupfer-Future 2,73 2,74 -0,3% -0,01 +3,4%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

May 20, 2019 10:19 ET (14:19 GMT)

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21.06.2019Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
20.06.2019Deutsche Bank SellUBS AG
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21.06.2019Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
20.06.2019Deutsche Bank SellUBS AG
17.06.2019Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets
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