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18.01.2019 18:14
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MÄRKTE EUROPA/Kleiner Verfall treibt die Börsen vor sich her

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FRANKFURT (Dow Jones)--An den Börsen in Europa ging es zum Wochenschluss deutlich nach oben. Dafür gab es gleich mehrere Gründe. Zum einen stützte die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Handelskonflikts zwischen den USA und China, zum anderen plant die chinesische Regierung, die Anstrengungen zur Ankurbelung der Konsumausgaben in diesem Jahr zu intensivieren. Aber auch der kleine Verfalltermin an der Eurex hat nach Aussage mehrerer Marktteilnehmer für zusätzliche Käufe am Aktienmarkt gesorgt. Und nicht zuletzt lieferte auch die Berichtssaison Impulse.

Der DAX stieg um 2,6 Prozent auf 11.206 Punkte, womit er erstmals seit Anfang Dezember die 11.000er Marke mit Schwung genommen hat. Der Euro-Stoxx-50 legte um 2,1 Prozent auf 3.135 Zähler zu. Händler sprachen von einem Wiedererwachen der Risikofreude, denn aufwärts ging es in sämtlichen Branchen. Besonders die konjunktursensiblen Automobil- und Techwerte waren gesucht. Ihre Stoxx-Sektor-Indizes rückten um bis zu 3 Prozent vor. Selbst der Sektor der defensiven Pharmawerte schloss 0,9 Prozent höher.

Hellofresh und Casino überraschen positiv

Am deutschen Aktienmarkt haussierten Hellofresh um 21,5 Prozent. 2018 ging es beim Kochboxenversender mit dem Umsatz währungsbereinigt um 41 Prozent nach oben, deutlich stärker als bislang mit 32 bis 37 Prozent in Aussicht gestellt. Damit werden Zweifel an der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells gelindert - zumal auch der operative Verlust nicht so hoch ausfallen soll, wie zuletzt am Aktienmarkt befürchtet.

In Paris sprangen Casino nach Umsatzzahlen für das vierte Quartal um 8,3 Prozent nach oben. Für Erleichterung sorgte, dass die Gelbwesten-Proteste offenbar keine größeren Spuren bei dem Einzelhandelsunternehmen hinterlassen haben - etwa durch erzwungene Ladenschließungen oder erschwerten Zugang zu den Geschäften. Im Gefolge stiegen auch die Aktien des Wettbewerbers Carrefour um 3,7 Prozent.

In Amsterdam ging es für Takeaway um 2,1 Prozent abwärts. Der niederländische Essenslieferdienst hat sich zum Teil via einer Kapitalerhöhung 680 Millionen Euro beschafft, um den vereinbarten Erwerb des Deutschlandgeschäfts von Delivery Hero zu refinanzieren.

Telecom Italia verliert am Heimatmarkt die Kunden

Aktien der Telecom Italia verloren nach schwachen vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr 7,2 Prozent. Das organische operative Ergebnis lag mit 8,1 Milliarden Euro 2,2 Prozent unter der Konsensschätzung. Laut Bryan Garnier verfehlte es allein im vierten Quartal die Prognose um 6 Prozent. Im Handel hieß es, dass sich die zunehmende Konkurrenz durch Iliad bemerkbar mache. Iliad gewannen in Paris 1,4 Prozent.

Euskaltel zogen an der Madrider Börse um 9 Prozent an. Die Aktie profitierte von Spekulationen, dass Orange einen Übernahmeversuch unternehmen könnte. Wie TMTFinance.com berichtete, sollen die Franzosen bereits Credit Suisse engagiert haben. Orange zogen um knapp 1 Prozent an.

Eine Gewinnwarnung von Wacker Chemie belastete die Aktie nur kurzfristig. Das Unternehmen teilte mit, dass das operative Ergebnis 2018 bei etwa 930 Millionen Euro liegen wird. Bislang hatte Wacker mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 1,014 Milliarden im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Hintergrund sollen noch nicht erhaltene Versicherungsleistungen sein. Im Handel hieß es dazu, dass es sich letztlich um ein rein bilanztechnisches, aber kein organisches Problem handele. Die Aktie schloss 4,8 Prozent im Plus, nachdem sie kurzzeitig fast um 4 Prozent abgesackt war.

Dräger lieferte nach einem enttäuschenden 2018 einen schwachen Gewinnausblick für das laufende Jahr, die Aktie schloss 1,6 Prozent im Minus. Um 4 Prozent nach unten ging es für Klöckner & Co. Hier belastete eine Abstufung auf "Sell" durch das Bankhaus Lampe. K+S (+3,1 Prozent) profitierten dagegen von einer Hochstufung auf "Neutral" durch Citi. S&T steigen um 7,5 Prozent, beflügelt von der Auflegung eines Aktienrückkaufprogramms.

===

. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Europa Euro-Stoxx-50 3.134,92 +65,57 +2,1% +4,5%

. Stoxx-50 2.884,67 +52,22 +1,8% +4,5%

. Stoxx-600 357,05 +6,32 +1,8% +5,8%

Frankfurt XETRA-DAX 11.205,54 +286,92 +2,6% +6,1%

London FTSE-100 London 6.968,33 +133,41 +2,0% +1,6%

Paris CAC-40 Paris 4.875,93 +81,57 +1,7% +3,1%

Amsterdam AEX Amsterdam 509,70 +9,87 +2,0% +4,5%

Athen ATHEX-20 Athen 1.651,64 +8,97 +0,5% +2,7%

Brüssel BEL-20 Bruessel 3.483,48 +53,76 +1,6% +7,4%

Budapest BUX Budapest 41.503,91 +323,86 +0,8% +6,0%

Helsinki OMXH-25 Helsinki 4.004,37 +48,34 +1,2% +8,7%

Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 124.427,99 +2075,40 +1,7% +8,8%

Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 937,49 +8,53 +0,9% +5,2%

Lissabon PSI 20 Lissabon 5.029,68 +38,34 +0,8% +7,1%

Madrid IBEX-35 Madrid 9.069,10 +160,50 +1,8% +6,2%

Mailand FTSE-MIB Mailand 19.708,06 +237,68 +1,2% +6,3%

Moskau RTS Moskau 1.176,42 +19,36 +1,7% +10,3%

Oslo OBX Oslo 793,40 +13,62 +1,7% +7,3%

Prag PX Prag 1.020,36 +5,48 +0,5% +3,4%

Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.499,74 +25,89 +1,8% +6,5%

Warschau WIG-20 Warschau 2.377,87 +18,90 +0,8% +4,5%

Wien ATX Wien 2.987,48 +70,56 +2,4% +6,6%

Zürich SMI Zuerich 9.023,96 +109,82 +1,2% +7,1%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,26 0,02 0,02

US-Zehnjahresrendite 2,79 0,04 0,11

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:29 Mi, 17:15 % YTD

EUR/USD 1,1358 -0,27% 1,1378 1,1403 -0,9%

EUR/JPY 124,68 +0,24% 123,85 124,08 -0,8%

EUR/CHF 1,1307 -0,12% 1,1284 1,1289 +0,5%

EUR/GBP 0,8807 +0,41% 0,8844 0,8861 -2,1%

USD/JPY 109,77 +0,50% 108,87 108,80 +0,1%

GBP/USD 1,2897 -0,68% 1,2865 1,2866 +1,1%

Bitcoin

BTC/USD 3.611,25 -0,59% 3.592,38 3.610,25 -2,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 53,58 52,07 +2,9% 1,51 +18,0%

Brent/ICE 62,68 61,18 +2,5% 1,50 +15,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.283,03 1.291,90 -0,7% -8,87 +0,0%

Silber (Spot) 15,42 15,53 -0,8% -0,12 -0,5%

Platin (Spot) 798,00 811,00 -1,6% -13,00 +0,2%

Kupfer-Future 2,72 2,68 +1,4% +0,04 +3,3%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 18, 2019 12:14 ET (17:14 GMT)

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