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18.03.2019 12:42
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MÄRKTE EUROPA/Konsolidierungsspekulation treibt Bankensektor

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FRANKFURT (Dow Jones)--Nach Indexständen auf oder zumindest nahe den Jahreshochs zum Wochenschluss legt der europäische Aktienmarkt am Montag eine Verschnaufpause ein. Händler bleiben aber optimistisch und sprechen von kurzfristig unverändert guten Aussichten und einer günstigen technischen Lage. "Damit hat die nächste Runde der Aufholjagd begonnen", so ein Marktteilnehmer. Aktuell prägt noch die Abwicklung des Terminbörsenverfalls das Geschäft. Der DAX verliert gegen Mittag 0,2 Prozent auf 11.668 Punkte und der Euro-Stoxx-50 notiert hauchdünn im Minus.

Fusionsspekulation bei Dt. Bank und Commerzbank treibt auch DWS

Das Tagesthema kommt aus dem Bankensektor: Die angekündigte Aufnahme von Fusionsgesprächen zwischen Deutscher Bank und Wettbewerber Commerzbank stützt die Branchenstimmung. Zwar werden die Gespräche "ergebnisoffen" geführt. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sagte aber bereits, man müsse sich "mit Gelegenheiten beschäftigen, wenn sie sich bieten".

"Das deutet auf eine mögliche Prämie für die Commerzbank-Aktien hin", sagt ein Marktteilnehmer. Zudem könnte die Entwicklung zum Auftakt einer weiteren Konsolidierungsrunde der Branche in Europa werden. Der europäische Stoxx-Banken-Index gewinnt 1,2 Prozent. Deutsche Bank steigen um 3,9 Prozent und Commerzbank um 6,8 Prozent. Societe Generale ziehen um 2,6 Prozent an und Unicredit um 3,3 Prozent.

DWS schießen gleich um 9,2 Prozent in die Höhe. DWS gelten weiter als einer der Profiteure einer möglichen Fusion zwischen Deutscher und Commerzbank. Derzeit nutze die Deutsche Bank hauptsächlich die DWS, die Commerzbank die Allianz, heißt es am Markt. Eine Fusion sollte deshalb den Vertrieb von DWS-Produkten zu Lasten von Allianz-Produkten stärken. "Damit steigt der Kurs unabhängig von den Verkaufsspekulationen", so ein Marktteilnehmer. Denn die gibt es auch. Die Deutsche Bank könnte sich im Fall einer Fusion mit der Commerzbank von ihrer Vermögensverwaltung trennen. Als mögliche Interessenten werden Allianz und Amundi genannt.

Entgegen des positiven Branchentrends im Bankensektor verlieren ING rund 2,4 Prozent, nachdem die zuständigen italienischen Behörden der niederländischen Bank verboten haben, in Italien neue Kunden zu akquirieren. Die Anti-Geldwäsche-Mechanismen der ING sollen den italienischen Vorgaben nicht genügt haben.

Vale-Probleme treiben Bergbausektor

Der Index der Rohstoff-Aktien führt mit 1,4 Prozent Plus die Gewinnerliste der Branchen an. Kräftige Aufschläge bei Stahlaktien treiben den Sektor. Neben Stahlaktien sind zu Wochenbeginn auch die Aktien von Minenbetreibern gesucht. Hintergrund sind hier neue Probleme beim brasilianischen Bergbauriesen Vale. Ein brasilianisches Gericht hat die Schließung der Timbopeba-Mine angeordnet, die jährlich 12,8 Millionen Tonnen Eisenerz produziert. Die Schließung dieser Mine dürfte die Kapazitätsengpässe im Sektor weiter erhöhen, was für steigende Eisenerzpreise spricht. Nach Einschätzung von Jefferies sind Produktionsausweitungen in anderen Minen unwahrscheinlich, da diese bereits an den Kapazitätsgrenzen arbeiteten. Rio Tinto gewinnen 1,8 Prozent, BHP Billiton 1,9 Prozent und Anglo American 1,9 Prozent. Unter den Stahlwerten gewinnen Thyssenkrupp 3,0 Prozent. Kepler hat die Kaufempfehlung bekräftigt und ein gesenktes Kursziel genannt, das aber weiterhin deutliches Kurspotenzial verspricht.

Enttäuschung dagegen bei den Bayer-Aktionären. Nach vorbörslichen Gewinnen zeigt sich der Kurs lediglich knapp behauptet. Zuvor hatte es geheißen, der Pharma- und Chemiekonzern könnte von der Entwicklung um die Tiergesundheitssparte profitieren. Händler verwiesen auf Berichte, nach denen Bayer für den Sektor bis zu 8 Milliarden Euro erlösen könnte: "Das liegt deutlich über den bisher erwarteten 6 bis 7 Milliarden", so ein Händler. Er verwies aber auch darauf, dass im Tagesverlauf das Glyphosat-Thema als Belastungsfaktor zurückkommen könnte. Die Jury des Verfahrens in San Francisco trete am Nachmittag erneut zusammen.

Leoni brechen ein

Leoni brechen um 18,7 Prozent ein auf das neue Jahrestief von 17,91 Euro. Der Autozulieferer hat seine Prognose gekippt wegen operativer Probleme und trüber Aussichten. Eine neue Prognose hat er nicht gegeben. Stattdessen kündigte er einen umfangreichen Umstrukturierungsplan an. "Strategisch ist das eine Katastrophe", sagt ein Händler.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.385,47 -0,02 -0,61 12,80

Stoxx-50 3.117,84 0,13 4,16 12,96

DAX 11.668,13 -0,15 -17,56 10,50

MDAX 25.177,75 0,11 26,97 16,63

TecDAX 2.663,00 -0,15 -3,96 8,69

SDAX 10.895,21 -0,15 -15,93 14,58

FTSE 7.277,21 0,68 48,93 7,43

CAC 5.409,36 0,07 4,04 14,35

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,09 0,00 -0,16

US-Zehnjahresrendite 2,60 0,01 -0,08

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:27 Uhr Fr, 17.10 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1356 +0,26% 1,1339 1,1326 -0,9%

EUR/JPY 126,60 +0,25% 126,49 126,36 +0,7%

EUR/CHF 1,1357 +0,08% 1,1356 1,1357 +0,9%

EUR/GBP 0,8559 +0,45% 0,8536 0,8528 -4,9%

USD/JPY 111,48 -0,00% 111,55 111,58 +1,7%

GBP/USD 1,3267 -0,19% 1,3285 1,3282 +4,0%

Bitcoin

BTC/USD 3.956,12 -0,27% 3.950,25 3.903,75 +6,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,44 58,52 -0,1% -0,08 +26,8%

Brent/ICE 67,19 67,16 +0,0% 0,03 +22,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.305,75 1.302,31 +0,3% +3,44 +1,8%

Silber (Spot) 15,36 15,30 +0,4% +0,06 -0,9%

Platin (Spot) 836,33 830,50 +0,7% +5,83 +5,0%

Kupfer-Future 2,93 2,90 +0,7% +0,02 +11,0%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 18, 2019 07:43 ET (11:43 GMT)

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