MÄRKTE EUROPA/Leichter, aber keine Panik nach gescheiterten US-Iran-Gesprächen
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DOW JONES--Weiter unter Abgabedruck zeigen sich Europas Börsen am Montagmittag. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende sind ohne Ergebnis beendet worden. Die USA wollen nun die Straße von Hormus blockieren. Der Preis der Ölsorte Brent steigt daraufhin um 7 Prozent auf 102 Dollar das Fass. Trotz des Scheiterns der Gespräche gibt es aber noch Hoffnungen auf eine Einigung, insbesondere da der zweiwöchige Waffenstillstand weiterhin in Kraft ist. "Tatsächlich postete Trump im Anschluss, dass über die meisten Punkte Einigkeit erzielt wurde, aber der einzige Punkt, auf den es wirklich ankam, nuklear, nicht", so die Deutsche Bank. Dies habe die Erwartung geschürt, dass in den kommenden Tagen noch eine Lösung ausgearbeitet werden könnte, und von iranischer Seite habe der Sprecher des Außenministeriums erklärt, dass Diplomatie niemals ende.
Der DAX verliert 1,1 Prozent auf 23.548 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gibt um 1,0 Prozent nach auf 5.865. An den europäischen Anleihemärkten ist es weitgehend ruhig, während die Ängste vor einem Energieschock und beschleunigter Inflation in Japan die Rendite der Staatsanleihen fast auf ein 30-Jahreshoch getrieben hatten. Viele Investoren erwarten, dass die Bank of Japan die Zinsen bereits in diesem Monat anhebt, um zu verhindern, dass höhere Energiepreise die fragile wirtschaftliche Erholung des Landes gefährden.
Der Aktienmarkt in Budapest legt nach dem Sieg der Oppositionspartei nach der Parlamentswahl deutlich zu. Der BUX steigt um 2,9 Prozent. Der Forint notiert gegenüber dem Euro nahe einem Vierjahreshoch. Die Oppositionspartei Tisza hat bei der Wahl am Sonntag einen Erdrutschsieg errungen und damit die 16-jährige Herrschaft von Viktor Orban beendet. Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen liegt die Oppositionspartei von Peter Magyar mit 53,6 Prozent vorn, verglichen mit 37,8 Prozent für Orbáns Fidesz-Partei. Es wird erwartet, dass der Sieg die Beziehungen Ungarns zur Europäischen Union verbessert und möglicherweise blockierte Gelder freigegeben werden.
Mit Spannung blicken Investoren nun auf die am Montag beginnende US-Berichtssaison für das erste Quartal. Mit Ergebnissen in dieser Woche von Goldman Sachs, Blackrock und JP Morgan. Interessant dürften vor allem deren Ausblicke werden und inwieweit sie auf Inflationsrisiken hinweisen.
Airlines und Autos unter Druck
Unter Druck stehen besonders die Fluglinien. Für Lufthansa, Easyjet und Air France-KLM geht es um bis zu 4,9 Prozent nach unten. Die Aktien von Reisveranstalter Tui geben um 3,2 Prozent nach. Nicht nur der aktuelle Ölpreis-Sprung belastet die Branche. "Das planvolle Hedging sichert zwar sehr gut gegen solche Event-Spitzen, die Sorgen steigen aber nun, dass ein langfristiger Anstieg des Energiepreis-Niveaus bevorsteht", sagt ein Händler. Damit könnten die Kosten der Airlines dauerhaft steigen, daher die Kursverluste. Lufthansa stehen zudem mit neuen Arbeitsniederlegungen weiter im Fokus, denn nach dem Streik des Kabinenpersonals in der vergangenen Woche streiken am Montag und Dienstag nun die Piloten. Es fallen wieder Hunderte von Flügen aus.
Auch Autoaktien leiden unter dem Ölanstieg. "Gerade erst die Kehrtwende in Richtung Verbrenner und dann explodieren da die Preise", so ein Händler. Entsprechend verlieren BMW, Mercedes-Benz und VW bis zu 1,7 Prozent. Tagesgewinner im DAX sind Rheinmetall mit Aufschlägen von 0,7 Prozent. Mit dem Wahlsieg von Tisza könnten nun bislang durch Budapest blockierte EU-Gelder an die Ukraine rasch freigegeben werden. Das sollte die Position der Ukraine im Krieg gegen Russland stärken.
Der einzige Sektor im Plus sind die Energiewerte als Krisengewinner mit 0,6 Prozent Aufschlag.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 5.865,18 -1,0 -60,93 5.926,11 1,3
Stoxx-50 5.068,79 -0,8 -39,37 5.108,16 3,1
DAX 23.548,17 -1,1 -255,78 23.803,95 -3,8
MDAX 29.953,48 -1,4 -428,80 27.039,42 -2,2
TecDAX 3.481,68 -1,4 -49,93 3.091,28 -3,9
SDAX 17.103,10 -0,9 -154,53 13.062,07 -0,4
CAC 8.185,80 -0,9 -73,80 8.259,60 0,4
SMI 13.084,24 -0,8 -99,04 13.183,28 -1,4
ATX 5.766,18 -0,8 -47,50 5.813,68 8,3
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 18:47 Uhr
EUR/USD 1,1697 -0,2 -0,0022 1,1719 1,1709
EUR/JPY 186,82 +0,1 0,1000 186,72 185,8600
EUR/CHF 0,9234 -0,2 -0,0016 0,9250 0,9232
EUR/GBP 0,8704 -0,1 -0,0004 0,8708 0,8707
USD/JPY 159,71 +0,3 0,4200 159,29 158,7400
GBP/USD 1,3435 -0,2 -0,0023 1,3458 1,3445
USD/CNY 6,8308 +0,0 0,0030 6,8278 6,8314
USD/CNH 6,831 +0,1 0,0057 6,8253 6,8280
AUS/USD 0,7048 -0,2 -0,0012 0,706 0,7085
Bitcoin/USD 70.880,22 -0,7 -477,23 71.357,45 71.854,26
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 103,93 +7,6 7,36 96,57
Brent/ICE 102,06 +7,2 6,86 95,20
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.719,39 -0,6 -28,10 4.747,49
Silber 74,11 -2,3 -1,77 75,88
Platin 2.021,88 -1,1 -23,27 2.045,15
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/cln
(END) Dow Jones Newswires
April 13, 2026 07:27 ET (11:27 GMT)
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