MÄRKTE EUROPA/Leichter mit erneuter Schließung der Straße von Hormus
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DOW JONES--Nach der Hausse an den europäischen Aktienmärkten zum Wochenschluss geht es mit den Kursen am Montagmittag wieder nach unten. Während am Freitag noch die Öffnung der Straße von Hormus bei Investoren für "risk on" gesorgt hatte, beschert nun die erneute Schließung "risk off". Nun bleibt erst einmal abzuwarten, wo der Rücksetzer wieder Käufer an den Markt lockt, denn "Buy the dip" stellte sich jüngst einmal mehr als eine ertragreiche Strategie heraus. Der DAX verliert moderate 1,4 Prozent auf 24.365 Punkte, der Euro-Stoxx-50 handelt 1,4 Prozent tiefer bei 5.973 Zählern. Die Sektoren Energie sowie Versorgung notieren im Plus, alle anderen Subindizes im Stoxx-Europe-600 werden mit Abschlägen gehandelt.
Seismograph für die Entwicklung im Nahen Osten ist weiterhin der Ölpreis, am Terminmarkt schießt der Preis für ein Barrel der Sorte Brent um 6,1 Prozent auf 95,85 Dollar nach oben. Aber auch dieses Plus ist eher moderat und noch deutlich unterhalb der Marke von 100 Dollar. Am Wochenende hat der Iran die Straße von Hormus wieder für geschlossen erklärt und dies mit der Weigerung der USA begründet, ihre Seeblockade aufzuheben. Zudem hätten die USA am Sonntag ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff beschossen, geentert und beschlagnahmt, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf das US Central Command. An den Anleihemärkten ziehen die Renditen nach der Entspannung der vergangenen Tage wieder an.
Unsicher ist auch, ob die für diese Woche geplanten Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA weitergeführt werden. Momentan zeichnet sich ab, dass der Iran bisher keine Delegation nach Islamabad gesandt hat, wo die Gespräche stattfinden sollen. Am Mittwoch endet zudem die zweiwöchige Feuerpause, hier gilt es eine Verlängerung zu erzielen.
Commerzbank legen gegen den Trend um 1,1 Prozent zu. Die Aufforderung von Unicredit-CEO zur Transformation treibt. Die an der Übernahme der Commerzbank interessierte italienische Bank ist der Ansicht, dass das Frankfurter Kreditinstitut "auf zukünftige Herausforderungen unzureichend vorbereitet ist und sich zu sehr auf kurzfristigen Erfolg konzentriert". Nötig sei stattdessen eine Neupositionierung, um für die Zukunft gerüstet zu sein, heißt es in einer Mitteilung der Unicredit (-2,1%).
SAP verlieren nach der jüngsten Erholung zu Wochenbeginn 3,8 Prozent. Die Walldorfer legen am Donnerstag ihre Geschäftszahlen zum ersten Quartal vor. Die Aktie hat dieses Jahr bereits etwa 25 Prozent verloren. Investoren fürchten, dass SAP durch KI-Disruptionen unter die Räder kommen könnte. Doch SAP mischt bei KI selbst kräftig mit und hat ihre Bemühungen zuletzt verstärkt. Wie gefragt die SAP-Software ist, wird sich im Wachstum der Cloud-Erlöse und im Cloud-Auftragsbestand zeigen, die bei der Präsentation der Erstquartalszahlen ebenso wie der Ausblick im Vordergrund stehen werden.
Für die Aktie der Lufthansa geht es mit dem wieder anziehenden Ölpreis um 3,6 Prozent nach unten. Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat das Thema Kerosinversorgung zur Chefsache erkoren und zum Branchengipfel geladen. Wie die Analysten von Jefferies anmerken, warnte die Internationale Energieagentur (IEA) in der Vorwoche bereits, dass bestimmten europäischen Ländern innerhalb der nächsten sechs Wochen physische Engpässe bei Flugzeugkraftstoff drohen könnten, falls der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt bleibe. Laut IEA liefert der Nahe Osten rund 75 Prozent der europäischen Kerosin-Importe. Ryanair verlieren 3 Prozent, Air France-KLM 3,3 und IAG 3 Prozent. Für Tui geht es um 2,8 Prozent nach unten.
Positiv werden Geschäftszahlen von Wacker Chemie interpretiert, die Aktie notiert 1,5 Prozent fester. Beim Wachstum werde das Unternehmen optimistischer und erwarte nun ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich nach zuvor im niedrigen einstelligen Prozentbereich, merkt Jefferies an. Hier dürfte der Konsens deutlich nach oben gehen, der bei einem Plus von 1,2 Prozent liege.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 5.972,54 -1,4 -85,17 6.057,71 3,1
Stoxx-50 5.114,62 -1,2 -62,34 5.176,96 4,0
DAX 24.365,00 -1,4 -337,24 24.702,24 -0,5
MDAX 31.464,80 -1,5 -487,30 27.039,42 2,8
TecDAX 3.709,52 -1,5 -56,00 3.091,28 2,4
SDAX 18.094,94 -1,0 -173,85 13.062,07 5,4
CAC 8.333,48 -1,1 -91,65 8.425,13 2,3
SMI 13.219,82 -1,5 -206,90 13.426,72 -0,4
ATX 5.865,02 -1,6 -92,68 5.957,70 10,1
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 Uhr
EUR/USD 1,1773 +0,1 0,0011 1,1762 1,1807
EUR/JPY 187,07 +0,3 0,5200 186,55 186,4700
EUR/CHF 0,9193 -0,0 -0,0002 0,9195 0,9200
EUR/GBP 0,8705 +0,1 0,0004 0,8701 0,8704
USD/JPY 158,89 +0,2 0,2800 158,61 157,9300
GBP/USD 1,3521 +0,1 0,0007 1,3514 1,3561
USD/CNY 6,8174 +0,0 0,0005 6,8169 6,8169
USD/CNH 6,816 +0,0 0,0025 6,8135 6,8159
AUS/USD 0,7154 -0,2 -0,0012 0,7166 0,7187
Bitcoin/USD 75.152,60 +0,7 491,35 74.661,25 77.956,03
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 89,07 +6,2 5,22 83,85
Brent/ICE 95,14 +5,3 4,76 90,38
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.787,10 -0,9 -41,20 4.828,30
Silber 79,16 -2,0 -1,63 80,79
Platin 2.071,10 -1,5 -32,18 2.103,28
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/flf
(END) Dow Jones Newswires
April 20, 2026 07:22 ET (11:22 GMT)
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