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10.10.2018 16:55
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MÄRKTE EUROPA/Massiver Druck auf Aktien - DAX unter 11.800

DRUCKEN

FRANKFURT (Dow Jones)--Unter massivem Verkaufsdruck stehen die Aktienmärkte am Mittwochnachmittag. Wie befürchtet schlagen sich die Verluste an Wall Street mehrfach verstärkt in Europa und dem DAX nieder. Sorgen um stärkere Zinserhöhungen in den USA und Druck auf die Gewinnmargen, der Streit um den italienischen Schuldenhaushalt, der weiter schwelende Handelskonflikt USA/China und nun auch noch Wachstumssorgen und Gewinnwarnungen setzten die Aktien unter Druck. Vor allem Chipwerte brechen ein, die Anleger fliehen in sichere Häfen wie den Yen und Telekom-Aktien. Der DAX durchbricht dabei die 11.800er-Marke, die von Technischen Analysten als Auslöser einer sehr negativen Kopf-Schulter-Formation gesehen wird. Entsprechend hoch ist der Aktienumsatz. Der DAX fällt um 1,9 Prozent auf 11.747 Zähler, der Euro-Stoxx-50 fällt "nur" 1,3 Prozent auf 3.280 Punkte.

Inflationsdruck und Gewinnwarnungen

Einen Auslöser machen Händler in den US-Produzentenpreisen aus, die einen abermaligen Anstieg des Preisdrucks im September zeigen. Hier verschreckt das annualisierte Plus von 2,6 Prozent, das weit über dem Inflationsziel der Fed liegt. Dazu kommt es auch auf Unternehmensebene zu immer mehr Gewinnwarnungen, so im Chemiesektor von PPG Industries und Trinseo, die beide von fallender Nachfrage aus China bei gleichzeitig steigenden Beschaffungskosten gewarnt haben. Dies sei extrem gefährlich für die künftige Gewinnmarge. Im DAX fallen BASF 2,4 Prozent und Covestro 3,5 Prozent. Die Stoxx-Sektor-Indizes von Rohstoff- und Technologiewerten fallen über 3 Prozent

Kurzarbeit belastet Tech-Werte

Zu den Hauptverlierern zählen Chip-Aktien. STMicro fallen um 5 Prozent, ASML um 4,5 Prozent und Dialog Semiconductor um 4,7 Prozent. Im DAX fallen Infineon um 3,8 Prozent zurück, deutlich stärker als die anderen Indexwerte. Den Sektor belastet vor allem, dass die schweizerische VAT Group, ein Hersteller von Vakuum-Bauteilen für die Halbleiterindustrie, Kurzarbeit angemeldet hat. VAT brechen um fast 11 Prozent ein. Das drückt den Kurs von Pfeiffer Vacuum um über 7 Prozent. Allerdings verzeichnen viele Titel im TecDAX deutliche Abgaben, da auch die Nasdaq in den USA fast 2 Prozent verliert. Unter anderem geben Bechtle, Medigene und Nemetschek bis zu 6 Prozent nach. Wirecard im DAX fallen erneut um 15 Prozent.

Selbst Luxus fällt - Nur Telekoms und Banken gesucht

Unter Druck steht nach einer Abstufung auf "Untergewichten" durch Morgan Stanley der Luxusgütersektor. Selbst die LVMH-Aktie bricht um über 7 Prozent ein, obwohl der Luxusgüterkonzern solide und teils sogar besser als erwartet ausgefallene Umsatzzahlen gemeldet hat. Kering verlieren 9 Prozent, Burberry 8 Prozent und Hugo Boss 5,5 Prozent.

Deutlich im Minus liegen auch die Autowerte und andere konjunkturnahe Branchen. Bei den Versorgern setzt sich die Talfahrt von RWE mit über 2 Prozent Minus fort. Gesucht ist nur der Telekomsektor, der mit einem Plus von 2 Prozent mit großem Abstand die Liste der Branchengewinner anführt. "Das ist so ziemlich der einzige Sektor ohne Klagerisiko mit stabilen und mehr oder weniger konjunkturunabhängigen Gewinnen", sagt ein Händler. in Europa an. Altice legen 5,2 Prozent zu, Deutsche Telekom um 3,2 Prozent. Zumeist im Plus zeigt sich der Bankensektor, der von steigenden Zinsen profitiert.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.280,05 -1,26 -41,74 -6,39

Stoxx-50 2.994,03 -0,55 -16,67 -5,78

DAX 11.747,50 -1,92 -229,72 -9,06

MDAX 24.243,81 -2,18 -541,46 -7,47

TecDAX 2.558,37 -4,10 -109,35 1,16

SDAX 10.929,28 -2,99 -336,80 -8,06

FTSE 7.164,89 -1,00 -72,70 -5,86

CAC 5.223,92 -1,78 -94,63 -1,67

Bund-Future 157,66 -0,47 0,94

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:52 Di, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,1532 +0,33% 1,1506 1,1472 -4,0%

EUR/JPY 130,09 +0,21% 130,03 129,70 -3,8%

EUR/CHF 1,1416 +0,12% 1,1403 1,1400 -2,5%

EUR/GBP 0,8731 -0,16% 0,8735 0,8762 -1,8%

USD/JPY 112,77 -0,18% 113,01 113,06 +0,1%

GBP/USD 1,3209 +0,50% 1,3171 1,3093 -2,3%

Bitcoin

BTC/USD 6.566,36 -0,9% 6.550,30 6.616,85 -51,9%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut

Deutschland 2 Jahre -0,53 -0,54 0,08

Deutschland 10 Jahre 0,56 0,55 0,13

USA 2 Jahre 2,89 2,88 1,00

USA 10 Jahre 3,23 3,21 0,82

Japan 2 Jahre -0,12 -0,12 0,02

Japan 10 Jahre 0,15 0,16 0,10

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 73,59 74,96 -1,8% -1,37 +26,1%

Brent/ICE 83,63 85,00 -1,6% -1,37 +31,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.187,67 1.189,75 -0,2% -2,08 -8,8%

Silber (Spot) 14,28 14,40 -0,9% -0,12 -15,7%

Platin (Spot) 822,75 826,00 -0,4% -3,25 -11,5%

Kupfer-Future 2,79 2,81 -0,6% -0,02 -16,7%

===

DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

October 10, 2018 10:55 ET (14:55 GMT)

Nachrichten zu Wirecard AG

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17.04.2019Wirecard buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
27.03.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
27.03.2019Wirecard buyKepler Cheuvreux
27.03.2019Wirecard buyWarburg Research
27.03.2019Wirecard buyOddo BHF
17.04.2019Wirecard buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
27.03.2019Wirecard buyKepler Cheuvreux
27.03.2019Wirecard buyWarburg Research
27.03.2019Wirecard buyOddo BHF
27.03.2019Wirecard buyBaader Bank
15.11.2018Wirecard HoldDeutsche Bank AG
09.10.2018Wirecard HoldDeutsche Bank AG
09.10.2018Wirecard HaltenDZ BANK
28.09.2018Wirecard NeutralCredit Suisse Group
27.09.2018Wirecard HaltenDZ BANK
27.03.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
01.02.2019Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
07.01.2019Wirecard UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.
21.11.2018Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH
15.11.2018Wirecard VerkaufenIndependent Research GmbH

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