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23.04.2019 12:38
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MÄRKTE EUROPA/Öl-Aktien am Jahreshoch

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Kleinere Gewinnmitnahmen prägen am Dienstagmittag die europäischen Aktienmärkte. DAX und Euro-Stoxx-50 zeigen sich mit Abschlägen von jeweils 0,2 Prozent knapp behauptet. Der DAX notiert bei 12.197, der Euro-Stoxx-50 bei 3.491 Punkten. Der Markt wartet auf die Berichtssaison in Europa, von der er sich nach der Jahresanfangs-Rally von 15 Prozent im DAX nun neue Impulse verspricht. In den USA erreicht die Berichtssaison bereits in den kommenden Tagen ihren Höhepunkt. Sehr stark im Markt liegen am Dienstag die Öl-Aktien, schwach notieren die Aktien der Fluggesellschaften und die Papiere der Banken.

Der Stoxx-Branchenindex der Öl- und Gas-Titel liegt mit einem Plus von 1,9 Prozent direkt am bisherigen Jahreshoch. Bei den Einzeltiteln gewinnen BP 2,3 und Royal Dutch Shell 2 Prozent. Total ziehen um 1,9 Prozent an.

Teures Öl setzt Flieger-Aktien unter Druck

Über das lange Osterwochenende zogen die Ölpreise bereits auf Jahreshoch, am Dienstag liegt Brent mit bis zu 74,70 Dollar noch etwas darüber. Den Grund liefern die USA, die noch massiver als bislang gegen das iranische Ölgeschäft vorgehen. Ausnahmeregelungen, die einigen Ländern bislang weiterhin den Import iranischen Öls erlaubten, werden Anfang Mai beendet. An den Finanzmärkten wird nun eine weitere Verknappung des Öl-Angebots befürchtet.

Verlierer sind damit die Aktien der Fluggesellschaften. Im DAX verlieren Lufthansa 2,8 Prozent. In Paris geben die Aktien von Air France KLM 5,3 Prozent ab, und die Aktien der British-Airways-Mutter IAG fallen in London um 3,7 Prozent. Der Index der Reise- und Freizeit-Aktien in Europa gibt 0,8 Prozent ab. Gegen den Branchentrend legen allerdings Thomas Cook kräftig zu, getrieben von Übernahmespekulationen.

Übernahmespekulation treibt Thomas Cook

Für Thomas Cook geht es am Mittag um 16 Prozent nach oben. Laut Medienberichten sollen gleich mehrere Unternehmen Interesse an einer vollständigen Übernahme oder an einem Kauf von Teilen des Reisekonzerns haben. Seit längerem gehen Gerüchte um, dass der chinesische Unternehmer Guo Guang Chang, der 17 Prozent der Thomas-Cook-Anteile hält, eine vollständige Übernahme anstreben könnte. Auch die Finanzinvestoren KKR und EQT sollen Interesse haben.

Größter Verlierer unter den Branchen sind die Banken. Ihr Stoxx-Index fällt um 1,5 Prozent. Barclays fallen um 2,9 Prozent, Societe Generale um 2,8 Prozent und Unicredit um 2,7 Prozent. Marktteilnehmer rechnen mit schwachen Quartalszahlen in der Branche, nachdem die UBS bereits vor einigen Wochen von einem schwierigen Umfeld gesprochen hatte.

Die Aktie der Deutschen Bank handelt 1,6 Prozent im Minus, Commerzbank geben um 2,4 Prozent nach. Die Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank erhalten laut einem Zeitungsbericht Gegenwind. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat der Widerstand im Aufsichtsrat der Deutschen Bank gegen eine Fusion mit der Commerzbank in den vergangenen Tagen zugenommen. Großaktionäre wie das Emirat Qatar, der Vermögensverwalter Blackrock und das chinesische Konglomerat HNA hielten den Zusammenschluss für zu komplex in der Umsetzung, um erfolgreich zu sein, habe ein Aufsichtsrat der Zeitung ausrichten lassen.

Geschäft in Wirecard am Mittag wieder ruhiger

Mit deutlichen Abgaben von 3 Prozent reagieren Wirecard auf das ausgelaufene Leerverkaufsverbot der Bafin. Nach extrem hohen Umsätzen in den ersten Handelsminuten hat sich das Geschäft am Mittag allerdings beruhigt. Zum Handelsstart hatte die Aktie noch über 8 Prozent verloren.

Nach einer Gewinnwarnung geht es für Ahold Delhaize um 4 Prozent nach unten. Der Einzelhändler leidet unter einem Streik seiner Belegschaft in den USA, der in der Zwischenzeit beigelegt worden ist. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sieht die Ahold Delhaize 2019 nur noch mit einer niedrigen einstelligen Rate steigen. Hier hatte das Unternehmen bislang ein hohes einstelliges Plus in Aussicht gestellt. Wie ING anmerkt geht der Konsens bislang von einem Wachstum von 5 Prozent aus. Die Analysten halten an ihrer Kaufempfehlung für die Aktie fest.

Für Umicore geht es nach einer Gewinnwarnung um 15 Prozent nach unten. Der Batteriehersteller nennt eine gedämpfte Nachfrage nach Elektroautos in China als Belastungsgrund sowie Margendruck wegen fallender Cobaltpreise. Umicore rechnet 2019 nun mit einem EBIT zwischen 475 bis 525 Millionen Euro. Dem steht laut Citigroup eine Konsensschätzung von 551 Millionen Euro sowie eine Schätzung der Citigroup von 525 Millionen Euro entgegen.

===

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.491,20 -0,23 -8,03 16,21

Stoxx-50 3.167,95 -0,06 -2,00 14,77

DAX 12.192,25 -0,25 -30,14 15,47

MDAX 25.887,61 0,12 31,89 19,92

TecDAX 2.804,09 0,05 1,29 14,44

SDAX 11.698,97 -0,15 -17,36 23,00

FTSE 7.483,54 0,32 23,66 10,88

CAC 5.570,61 -0,18 -9,77 17,69

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,05 0,03 -0,19

US-Zehnjahresrendite 2,59 0,00 -0,09

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21 Mo, 17:30 % YTD

EUR/USD 1,1251 -0,07% 1,1247 1,1258 -1,9%

EUR/JPY 125,88 -0,11% 125,85 126,02 +0,1%

EUR/CHF 1,1468 +0,32% 1,1430 1,1432 +1,9%

EUR/GBP 0,8651 -0,24% 0,8665 0,8672 -3,9%

USD/JPY 111,86 -0,06% 111,90 111,94 +2,0%

GBP/USD 1,3006 +0,17% 1,2981 1,2983 +1,9%

Bitcoin

BTC/USD 5.544,01 +3,04% 5.537,26 5.321,01 +49,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 65,98 65,55 +0,7% 0,43 +40,6%

Brent/ICE 74,33 74,04 +0,4% 0,29 +35,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.273,00 1.273,20 -0,0% -0,21 -0,8%

Silber (Spot) 14,98 15,01 -0,2% -0,03 -3,4%

Platin (Spot) 889,15 898,50 -1,0% -9,35 +11,6%

Kupfer-Future 2,91 2,90 +0,2% +0,00 +10,3%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/raz

(END) Dow Jones Newswires

April 23, 2019 06:39 ET (10:39 GMT)

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24.05.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
22.05.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
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29.04.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
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21.05.2019Deutsche Bank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
20.05.2019Deutsche Bank SellUBS AG
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