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28.05.2019 11:41
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MÄRKTE EUROPA/Salvini drückt deutsche Renditen tief ins Minus

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Italien drückt die europäischen Börsen am Dienstagmittag ins Minus. Der MIB-30 in Mailand fällt um 1,2 Prozent. Nach den Europawahlen geht Lega-Chef Salvini auf Konfrontationskurs mit Brüssel. Er kündigte an, Italien werde die vereinbarten Umsatzsteuererhöhungen nicht umsetzen. Zugleich forderte er eine "neue Ordnung" für Europa. Gewinner ist der deutsche Rentenmarkt. Er ist als sicherer Hafen gesucht: Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe fällt auf minus 0,157 Prozent, nur im Juli 2016 hatte sie noch stärker im Minus gelegen.

Der italienische Anleihemarkt steht dagegen weiter unter Druck. Die EU könnte bereits Anfang Juni ein neues Defizitverfahren gegen das überschuldete Land starten.

Der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,4 Prozent auf 3.350 Punkte, und der DAX gibt um 0,2 Prozent nach auf 12.044 Punkte. Unter Druck stehen die Banken. Der Sektor führt die Verliererliste in Europa mit einem Minus von 0,8 Prozent an. Unicredit fallen um 1,3 Prozent und Intesa um 1,6 Prozent. Deutsche Bank geben 1,4 Prozent ab und sind stärkster DAX-Verlierer.

Auf der Gewinnerseite stehen die Rohstoff-Aktien, deren Stoxx-Branchenindex 1,3 Prozent gewinnt. Auch die Aktien aus dem Öl- und Gassektor weisen leichte Gewinne auf. Im DAX stellen Thyssenkrupp den größten Gewinner mit einem Plus von 2,9 Prozent. Ein Händler führt dies nicht nur auf die Stärke der Rohstofftitel zurück, sondern auch auf die angeblichen Pläne des Unternehmens, den Stahlchef Andreas Goss ablösen zu wollen. "Das unterstreicht das klare Committment weg vom Stahl", sagt er.

Massive Anpassungen in den MSCI-Indizes

Die Änderungen der MSCI-Indizes könnten am Abend noch für kräftige Kursbewegungen sorgen. Mit einem globalen Volumen von rund 96 Milliarden Dollar stehe die größte Umschichtung in der Geschichte an, sagt ein Händler. Es gebe weltweit 87 Neuaufnahmen und 11 Herausnahmen allein in den großen MSCI-Indizes und hunderte von Änderungen in den kleineren Indizes. Rund 41 Prozent des Volumens würden dabei auf Amerika entfallen, auf die EMEA-Region mit Europa rund 28 Prozent.

In Deutschland rücken damit Eckert & Ziegler in den Fokus, die in den MSCI Small Cap Index aufgenommen werden. Knorr-Bremse und Carl Zeiss Meditec dürften in den MSCI Deutschland kommen, Prosieben und Osram entfallen dagegen. Wirksam werden die Änderungen zum Schlusskurs am Abend.

Positiv für Vivendi (plus 1,5 Prozent) wertet ein Händler den Kauf des Pay-TV-Senders M7 in Luxemburg. Damit baue man die Präsenz von Canal+ weiter aus. Der Kaufpreis von etwas über 1 Milliarde Euro sei in Ordnung, man gewinne rund 20 Millionen potenzielle Zuschauer hinzu. "Das dürfte positiv ankommen, da gerade eben erst bei den Geschäftszahlen kritisiert wurde, dass das Pay-TV-Geschäft auf dem Heimatmarkt rückläufig ist", sagt ein Händler.

SAS werden nach Zahlen verkauft

Für SAS geht es um 6,8 Prozent nach unten. Die Skandinavier haben nicht nur einen höheren Verlust als erwartet ausgewiesen, sondern auch ihren Ausblick gesenkt. Die Aktien von Neopost springen in Paris um 8 Prozent nach oben. Die Zahlen des Post-Ausstatters zum ersten Quartal sind deutlich besser als befürchtet ausgefallen. Vor allem das organische Wachstum von 2,9 Prozent kommt gut an, dazu wurde auch an der Prognose für das Gesamtjahr nicht gerüttelt.

Windeln.de legen nach Zahlen um 8,5 Prozent zu. Diese werden im Handel als in Ordnung beschrieben. Doch unwohl fühlen sich die Händler angesichts der hohen Abhängigkeit vom chinesischen Markt, was allerdings keinen Belastungsfaktor für das Papier darstellt.

Mit Elan ist derweil der Wind- und Solarparkbetreiber Encavis (plus 1,5 Prozent) in das Jahr gestartet. Positiv wird an der Börse die Entwicklung der EBITDA-Marge gewertet, die um 6,5 Prozentpunkte auf gut 75 Prozent zulegte. Gegenüber den Wettbewerbern biete die Aktie eine attraktive Bewertung, heißt es.

===

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.349,90 -0,42 -14,14 11,61

Stoxx-50 3.101,60 -0,39 -12,09 12,37

DAX 12.043,60 -0,23 -27,58 14,06

MDAX 25.208,33 -0,10 -25,73 16,77

TecDAX 2.861,90 -0,05 -1,57 16,80

SDAX 11.054,21 -0,07 -7,80 16,25

FTSE 7.279,72 0,03 1,99 8,17

CAC 5.319,13 -0,32 -17,06 12,44

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,15 -0,02 -0,39

US-Zehnjahresrendite 2,28 -0,04 -0,40

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:07 Uhr Mo, 17.39 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1194 +0,01% 1,1184 1,1193 -2,4%

EUR/JPY 122,38 -0,15% 122,49 122,60 -2,7%

EUR/CHF 1,1243 +0,06% 1,1230 1,1240 -0,1%

EUR/GBP 0,8831 +0,05% 0,8821 0,8832 -1,9%

USD/JPY 109,31 -0,16% 109,52 109,53 -0,3%

GBP/USD 1,2676 -0,05% 1,2678 1,2673 -0,7%

Bitcoin

BTC/USD 8.723,00 -1,06% 8.725,75 8.870,00 +134,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 59,14 59,24 +0,9% 0,51 +25,0%

Brent/ICE 70,25 70,11 +0,2% 0,14 +27,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.283,92 1.285,20 -0,1% -1,29 +0,1%

Silber (Spot) 14,49 14,59 -0,7% -0,10 -6,5%

Platin (Spot) 809,58 808,50 +0,1% +1,08 +1,6%

Kupfer-Future 2,70 2,72 -0,1% -0,00 +2,2%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/ros

(END) Dow Jones Newswires

May 28, 2019 05:42 ET (09:42 GMT)

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

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09:51 UhrDeutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
23.07.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
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24.05.2018Deutsche Bank buyequinet AG
09:51 UhrDeutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
23.07.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
12.07.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
11.07.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
09.07.2019Deutsche Bank neutralIndependent Research GmbH
19.07.2019Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
17.07.2019Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
09.07.2019Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
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