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08.09.2021 15:54

MÄRKTE EUROPA/Schwächer - Unsicherheit vor EZB und Wahl

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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte präsentieren sich am Mittwochnachmittag in einer schwächeren Verfassung. So verliert der DAX aktuell 0,9 Prozent auf 15.701 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 kommt mit 0,6 Prozent Minus etwas besser weg. In der zweiten Reihe des deutschen Markts geben der MDAX um 0,6 Prozent nach und der TecDAX 1 Prozent.

Die Investoren werden zunehmend vorsichtiger, auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Im Vorwege kommen die Anleihen seit Tagen unter Druck, die Renditen steigen im Gegenzug. So hat die Rendite der französischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren am Vortag kurzzeitig in den positiven Bereich gedreht, die Bundesanleihen mit vergleichbarer Laufzeit rentierten bei minus 0,31 nach minus 0,40 Prozent in der Vorwoche. Aktuell kommen die Renditen aber wieder etwas zurück.

An der Börse wird nicht gänzlich ausgeschlossen, dass die EZB die Anleihekäufe in naher Zukunft drosseln könnte. Dabei geht es darum, dass die Notenbank das Volumen der Käufe auf 60 Milliarden Euro zurückfährt - also auf das Volumen zu Jahresbeginn. Dies könnte dahingehend interpretiert werden, dass die geringeren EZB-Ankäufe den Beginn des Ausstiegs aus der Krisenpolitik darstellen und damit die Diskussion um ein weiteres Zurückfahren der Anleihe-Käufe angeheizt würde, so Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank. Zudem würden die Euro-Länder dank rückläufiger Defizite weniger neue Anleihen begeben, sodass auch das Angebot an Staatsanleihen langsamer wachse.

Die hohe Volatilität begründet ein Marktteilnehmer auch mit der anstehenden Bundestagswahl. "Die neuesten Umfragen deuten eine wachsende Mehrheit für 'Rot-Rot-Grün' an", so ein Händler. "Das ist sicherlich nicht die Koalition, die sich die Börse erträumt", sagt er.

Aus statistischer Sicht neigt der DAX im Umfeld von Bundestagswahlen ohnehin zu einer Underperformance.

Unter Druck stehen in Europa vor allem die konjunkturabhängigen Titel aus dem Auto- und dem Industriebereich. Der Stoxx-Auto-Index fällt um 1,6 Prozent, der Stoxx-Index der Industrial Goods and Services um 1,2 Prozent. Auf der anderen Seite geht es mit den Indizes der Einzelhandelsaktien und auch der Reise- und Freizeitaktien gegen die allgemeine Tendenz nach oben.

Sanofi erwirbt US-Biopharma-Konzern Kadmon

Sanofi verstärkt sich im Bereich Biopharmaka in den USA. Der Pharmakonzern hat eine Vereinbarung zu Übernahme von Kadmon Holdings geschlossen. Im Rahmen dessen sollen die Inhaber von Kadmon-Stammaktien 9,50 US-Dollar pro Aktie in bar erhalten, was einem Gesamtwert des Unternehmens von etwa 1,9 Milliarden Dollar entspricht. Sanofi will durch die Akquisition das Wachstum im Geschäftsbereich Transplantation stärken und das Kerngeschäft mit allgemeinen Arzneimitteln weiter ausbauen. Infolgedessen wird Sanofi das Medikament Rezurock sofort in sein Transplantationsportfolio aufnehmen - ein Medikament zur Behandlung der Graft-versus-Host-Erkrankung, einer akuten Entzündung unter anderem nach Stammzelltransplantationen. Für die Sanofi-Aktie geht es mit dem Gesamtmarkt um 2,3 Prozent nach unten.

Automobilsektor im Fokus

Die Aktien von Stellantis notieren 2,1 Prozent leichter bei 16,74 Euro. Belastend wirkt hier, dass der Großaktionär Dongfeng aus China seinen Anteil an dem Autokonzern durch den Verkauf von 1,15 Prozent auf 4,5 Prozent reduziert hat. Die Platzierung von 36,06 Millionen Aktien habe zu 16,65 Euro stattgefunden.

Die Aktien des Autozulieferer Continental (-1,8%) stehen im Fokus, nachdem am Vorabend Details zum Börsengang von Vitesco und deren Halbjahreszahlen vorgestellt worden sind. Die Antriebssparte von Conti soll am 16. September am Aktienmarkt starten. Die Zahlen sähen ordentlich aus dafür, dass sie mitten aus der Corona-Krise stammten. "Interessant ist besonders, dass schon 47 Prozent der gesamten Auftragseingänge auf E-Mobilität entfallen", so ein Händler mit Blick auf das Ordervolumen von 3,8 Milliarden Euro.

Schwächster DAX-Wert ist die Aktie von Siemens Energy, nachdem die Analysten von JP Morgan das Votum auf "Neutral" von "Overweight" gesenkt haben. Die Titel büßen 7 Prozent ein. Siemens fallen um 2,8 Prozent. Auf der anderen Seite legen Covestro um 0,9 Prozent zu. Linde, Deutsche Telekom und Eon gewinnen alle etwa ein halbes Prozent.

In der dritten Reihe steigen SMA Solar um knapp 4 Prozent. "Das Sentiment profitiert davon, dass US-Präsident Joe Biden einen deutlichen Ausbau der Solarenergie ankündigen wird", sagt ein Händler. Zudem gebe es Umschichtungen aus Siemens Energy. Dermapharm steigen um 2,6 Prozent auf das neue Allzeithoch von 84,50 Euro, Grund sind positive Analystenschätzungen.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.199,14 -0,6% -25,87 +18,2%

Stoxx-50 3.598,69 -0,6% -21,82 +15,8%

DAX 15.700,92 -0,9% -142,17 +14,5%

MDAX 36.052,00 -0,6% -203,87 +17,1%

TecDAX 3.938,67 -1,0% -40,44 +22,6%

SDAX 17.038,78 -1,0% -170,00 +15,4%

FTSE 7.118,42 -0,4% -30,95 +10,7%

CAC 6.698,34 -0,4% -27,73 +20,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,33 -0,00 +0,25

US-Zehnjahresrendite 1,36 -0,01 +0,44

DEVISEN zuletzt +/- % Mi,8:07 Di, 17.25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1814 -0,3% 1,1843 1,1839 -3,3%

EUR/JPY 130,33 -0,2% 130,67 130,51 +3,4%

EUR/CHF 1,0892 +0,0% 1,0890 1,0877 +0,8%

EUR/GBP 0,8588 -0,0% 0,8598 0,8593 -3,8%

USD/JPY 110,32 +0,0% 110,31 110,24 +6,8%

GBP/USD 1,3757 -0,2% 1,3779 1,3781 +0,7%

USD/CNH (Offshore) 6,4592 -0,0% 6,4600 6,4612 -0,7%

Bitcoin

BTC/USD 46.270,76 -0,5% 46.375,51 46.451,51 +59,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 69,33 68,35 +1,4% 0,98 +44,4%

Brent/ICE 72,64 71,69 +1,3% 0,95 +42,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.786,05 1.794,40 -0,5% -8,35 -5,9%

Silber (Spot) 24,00 24,33 -1,3% -0,32 -9,1%

Platin (Spot) 985,70 1.003,05 -1,7% -17,35 -7,9%

Kupfer-Future 4,26 4,28 -0,5% -0,02 +20,7%

===

DJG/hru/cln

(END) Dow Jones Newswires

September 08, 2021 09:55 ET (13:55 GMT)

Nachrichten zu Deutsche Telekom AG

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18.10.2021Deutsche Telekom BuyDeutsche Bank AG
14.10.2021Deutsche Telekom OverweightJP Morgan Chase & Co.
12.10.2021Deutsche Telekom BuyJefferies & Company Inc.
06.10.2021Deutsche Telekom BuyUBS AG
23.09.2021Deutsche Telekom BuyUBS AG
18.10.2021Deutsche Telekom BuyDeutsche Bank AG
14.10.2021Deutsche Telekom OverweightJP Morgan Chase & Co.
12.10.2021Deutsche Telekom BuyJefferies & Company Inc.
06.10.2021Deutsche Telekom BuyUBS AG
23.09.2021Deutsche Telekom BuyUBS AG
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21.04.2021Deutsche Telekom Equal weightBarclays Capital
22.03.2021Deutsche Telekom Equal weightBarclays Capital
09.03.2021Deutsche Telekom Equal weightBarclays Capital
26.02.2021Deutsche Telekom Equal weightBarclays Capital
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18.03.2020Deutsche Telekom UnderweightBarclays Capital
04.03.2020Deutsche Telekom UnderweightBarclays Capital
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