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29.07.2021 12:46

MÄRKTE EUROPA/Starke Quartalszahlen treiben Stoxx-600 auf Rekord

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Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Starke Quartalsberichte der europäischen Unternehmen stützen am Donnerstag die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Der DAX steigt am Mittag um 0,5 Prozent auf 15.644 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,5 Prozent auf 4.122 Punkte zu. Der breite Stoxx-600-Index notiert mit 463 Punkten auf einem neuen Allzeithoch.

Angeführt wird der Aufschwung von den rohstoffnahen Basic Resources sowie den Öl- und Gaswerten, deren Stoxx-Branchenindizes jeweils etwa 2 Prozent gewinnen. Nach der Sitzung der US-Notenbank bleibt es zunächst noch bei der extrem expansiven Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks. Sie äußerte sich etwas zuversichtlicher zur Entwicklung der US-Wirtschaft. Dies wurde zwar als Hinweis auf eine sich anbahnende Reduzierung der Wertpapierkäufe gewertet. Die Fed teilte mit, der Offenmarktausschuss (FOMC) werde die Entwicklung in den kommenden Sitzungen weiter bewerten.

Die Märkte sehen die Situation entspannt: Die Spekulation auf eine erste Leitzinserhöhung Ende 2022 hat allenfalls geringfügig zugenommen. Und der Dollar ist leicht unter Druck geraten, der Euro steigt am Mittag auf 1,1875, damit notiert er so hoch wie seit über zwei Wochen nicht mehr.

Starke Ergebnisse aus dem Technologiebereich

Die Unternehmensberichte lesen sich auch weiterhin überwiegend noch besser als erwartet, wie es im Handel heißt. "Die Gewinne steigen schneller als die Kurse", so ein Marktteilnehmer. Unter den Stars des Donnerstags sind Technologie-Aktien, so Nokia, die um 7 Prozent auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren steigen. Der Telekomausrüster Nokia hat im zweiten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet und die Prognose für 2021 angehoben, angetrieben durch Marktanteilsgewinne und höhere Verkäufe seiner 5G-Netzwerkausrüstung.

Auch der Halbleiterzuliefer STMicro hat die bereits hochgesteckten Erwartungen noch einmal übertroffen, der Kurs steigt um 5,7 Prozent. Die Bruttomarge solle im dritten Quartal bei etwa 41 Prozent liegen und liege damit über der Konsenserwartung von 39,7 Prozent, so die Analysten der Citigroup, die ihre Kaufempfehlung bekräftigt haben.

Im deutschen TecDAX gewinnen Aixtron 9 Prozent. Aixtron hat nach einem guten Quartal die Prognose für den Auftragseingang erhöht. Der TecDAX selbst steigt auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Der europäische Stoxx-Index der Technologie-Aktien zieht um 0,7 Prozent an.

Airbus heben nach Zahlen ab

Bei den rohstoffnahen Werten gewinnen Klöckner & Co 5,8 Prozent. Der Stahlhändler hat nach einem starken ersten Halbjahr ebenfalls die Prognose erhöht. Arcelormittal steigen um 3,6 Prozent. Nach Einschätzung aus dem Handel sind die Quartalszahlen durch die Bank besser als erwartet ausgefallen. Diese stützten genauso wie die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms über 2,2 Milliarden Dollar, das bis Ende 2021 laufen soll.

Bei den Industrietiteln gewinnen Airbus 4,2 Prozent. Die Ergebnisse für das zweite Quartal 2021 lagen deutlich über den Schätzungen. Vor dem Hintergrund der guten Entwicklung im ersten Halbjahr 2021 hat Airbus die Jahresprognose angehoben und rechnet nun mit 600 Auslieferungen von Zivilflugzeugen. Eine Anhebung des Jahresziels sei zwar erwartet worden, ihr Ausmaß stelle jedoch eine positive Überraschung dar, heißt es am Markt.

Uneinheitliche Entwicklung im Sektor Food and Beverages

Sogar aus dem Sektor der Nahrungsmittelhersteller kommen positive Überraschungen, nachdem zuletzt Unilever mit schwachen Zahlen die Stimmung in der Branche belastet hatte. Nun überraschte Danone positiv, der Kurs steigt 4,5 Prozent. Danone steigerte im ersten Halbjahr den Gewinn, alle Sparten kehrten im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurück.

Diageo wiederum ziehen nach einem kurzen Dip zur Eröffnung um 2,4 Prozent an, Marktteilnehmer sprechen von soliden Zahlen der Guiness-Mutter.

AB Inbev enttäuschte dagegen. Bei AB Inbev wird im Handel auf die Entwicklung auf der Ertragsseite verwiesen, so sei das EBITDA schwächer als erwartet gestiegen. Hier gab es von der Kostenseite wegen der engen Lieferketten in den Vereinigten Staaten Gegenwind, dieses Problem dürfte zunächst weiterbestehen. Der Kurs verliert 6 Prozent.

Nestle notieren 0,9 Prozent leichter. Zwar ist das organische Wachstum über der Prognose ausgefallen, und dessen Ziel wurde für das Gesamtjahr angehoben. Allerdings weist Morgan Stanley darauf hin, dass der Konzern nun mit einer bereinigten EBIT-Marge von 17,5 Prozent rechnet, der Konsens liegt aber bei 17,8 Prozent. Grund seien die steigenden Kosten.

Volkswagen erhöht das Renditeziel

Die Anhebung des Margenziels durch VW trifft im Handel zwar auf ein positives Echo, liefert allerdings keinen Impuls mehr für die VW-Aktie. Der Autokonzern rechnet nun mit einer operativen Marge von 6 bis 7,5 Prozent nach zuvor 5,5 bis 7 Prozent. Daneben hat VW das Absatzziel reduziert. Die Fahrzeugverkäufe sieht das Unternehmen nun "spürbar" über Vorjahr - bislang hatte es "signifikant" über Vorjahr geheißen. Grund ist der andauernde Chipmangel. Die Einigung mit Europcar auf eine Übernahme dürfte derweil keine Rolle spielen, heißt es im Handel. Dies sei eine reine Vollzugsmeldung. Der Kurs legt um 0,8 Prozent zu.

Heidelbergcement legt nach einem guten zweiten Quartal die Latte für 2021 höher. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs werde vor und nach Abschreibungen stark steigen, teilte der Baustoffkonzern mit. Bislang war ein leichtes Plus prognostiziert worden, also maximal 5 Prozent mehr als in dem von der Corona-Pandemie geprägten Vorjahr. Da bereits mit einem solchen Schritt gerechnet worden war, fehlt nun die positive Überraschung, die Aktie notiert nahezu unverändert.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.121,55 +0,5% 18,52 +16,0%

Stoxx-50 3.571,99 +0,4% 14,46 +14,9%

DAX 15.643,89 +0,5% 73,53 +14,0%

MDAX 35.314,73 +0,3% 114,03 +14,7%

TecDAX 3.667,66 +0,2% 5,99 +14,2%

SDAX 16.528,10 +0,5% 86,04 +11,9%

FTSE 7.078,68 +0,9% 62,05 +8,6%

CAC 6.653,62 +0,7% 44,31 +19,9%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,43 +0,02 +0,15

US-Zehnjahresrendite 1,27 +0,04 +0,35

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:32 Uhr Mi, 18:43 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1876 +0,3% 1,1857 1,1813 -2,8%

EUR/JPY 130,47 +0,2% 130,15 129,99 +3,5%

EUR/CHF 1,0792 +0,1% 1,0780 1,0787 -0,2%

EUR/GBP 0,8507 -0,1% 0,8510 0,8509 -4,8%

USD/JPY 109,86 -0,1% 109,78 110,04 +6,4%

GBP/USD 1,3960 +0,4% 1,3933 1,3883 +2,2%

USD/CNH (Offshore) 6,4601 -0,4% 6,4745 6,4997 -0,7%

Bitcoin

BTC/USD 40.189,76 +0,2% 40.125,01 39.877,51 +38,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 72,60 72,39 +0,3% 0,21 +50,7%

Brent/ICE 74,99 74,74 +0,3% 0,25 +46,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.822,31 1.807,13 +0,8% +15,19 -4,0%

Silber (Spot) 25,46 24,98 +1,9% +0,49 -3,5%

Platin (Spot) 1.079,50 1.068,13 +1,1% +11,38 +0,9%

Kupfer-Future 4,51 4,48 +0,6% +0,03 +27,8%

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DJG/hru/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 29, 2021 06:47 ET (10:47 GMT)

Nachrichten zu Volkswagen (VW) AG Vz.

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17.09.2021Volkswagen (VW) vz OverweightJP Morgan Chase & Co.
15.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
15.09.2021Volkswagen (VW) vz BuyUBS AG
03.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
01.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
17.09.2021Volkswagen (VW) vz OverweightJP Morgan Chase & Co.
15.09.2021Volkswagen (VW) vz BuyUBS AG
24.08.2021Volkswagen (VW) vz OutperformRBC Capital Markets
13.08.2021Volkswagen (VW) vz KaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
11.08.2021Volkswagen (VW) vz OverweightBarclays Capital
15.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
03.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
01.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
15.07.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
14.07.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
30.11.2020Volkswagen (VW) vz UnderperformBernstein Research
20.11.2020Volkswagen (VW) vz UnderperformBernstein Research
16.11.2020Volkswagen (VW) vz UnderperformBernstein Research
11.11.2020Volkswagen (VW) vz UnderperformBernstein Research
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