05.08.2021 16:32

MÄRKTE EUROPA/Stoxx-600 auf Allzeithoch - Berichtssaison überzeugt

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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Donnerstagnachmittag im Plus. Im Blick steht vor allem die Berichtssaison mit zahlreichen Unternehmenszahlen, diese sorgen für teils deutliche Kursbewegungen in den Einzelwerten. Leicht positiv wird aber auch der Auftragseingang der deutschen Industrie gewertet, der sich um Juni deutlich besser als erwartet entwickelt hat. Der DAX notiert 0,3 Prozent höher bei 15.735 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 4.159 nach oben - zwischenzeitlich notierte er auf dem höchsten Stand seit Januar 2008 und der breite Stoxx-600 handelte einmal mehr auf Allzeithoch.

Die Bank of England (BoE) bestätigte am Mittag ihre Geldpolitik wie weithin erwartet. Wie die BoE nach der Sitzung ihres geldpolitischen Ausschusses mitteilte, bleiben der Leitzins auf seinem Rekordtief von 0,10 Prozent und das Zielvolumen der Anleihekäufe bei 895 Milliarden Pfund, wobei 875 Milliarden auf Gilts entfallen. Die Zinsentscheidung fiel mit acht zu null Stimmen, die zu den Anleihekäufen mit 7 zu eins Stimmen. Für das Pfund lieferte dies keinen nachhaltigen Impuls.

Siemens mit starken Zahlen

"Die Zahlen sind durch die Bank sehr stark", so ein Marktteilnehmer zu Siemens. Die Citigroup sieht als klar positiven Punkt in den jüngsten Siemens-Zahlen den Auftragseingang im Geschäftsfeld Digital Industries. In dieser Sparte komme das Chinageschäft weiterhin gut voran. Das Zahlenwerk insgesamt übertreffe trotz Belastungen durch Siemens Energy die Erwartungen und die angehobene Prognose dürfte bei den Investoren gut ankommen. Siemens steigen 2,3 Prozent.

Für Conti geht es dagegen um 1,4 Prozent nach unten. Die Geschäftszahlen sind nach Einschätzung aus dem Handel besser als erwartet ausgefallen. Es belaste indes der Ausblick zum Automotive-Geschäft. Dieser leide weiter unter massivem Chipmangel. Nach Zahlenausweis fallen Adidas um 5,4 Prozent. Die Geschäftszahlen werden als gut beschrieben. Allerdings dürften sich einige Anleger beim Ausblick mehr erhofft haben.

Merck ziehen dagegen um 6,6 Prozent an und stellen den Gewinner im DAX. Merck KGaA hat laut Equita im zweiten Quartal sowohl gewinn- als auch umsatzseitig die Erwartungen übertroffen. Dies sei maßgeblich dem Geschäftsfeld Pharma und Life Science zu verdanken, während die Elektroniksparte erwartungsgemäß abgeschnitten habe. Vor diesem Hintergrund habe das Management den Ausblick auf das laufende Jahr erhöht sowie eine vorläufige Prognose für 2022 gegeben.

Bayer sind mit einem Abschlag von 6,5 Prozent dagegen das Schlusslicht im DAX. Während der Umsatz für die Warburg-Analysten im Quartal über den Erwartungen ausfiel, lag das bereinigte EBITDA aufgrund eines geringeren Ergebnisses von CropScience unter dem Konsens. Das starke organisches Umsatzwachstum dürfte sich nach Einschätzung der Analysten im zweiten Halbjahr fortsetzen, allerdings werde die Ergebnisentwicklung durch ungünstige Währungseffekte, höhere Produktionskosten und einen ungünstigen Produktmix gebremst.

Beiersdorf gewinnen 5,1 Prozent. Der Konzern habe die Prognosen sowohl beim Umsatz als auch bei den Gewinnkennziffern übertroffen, heißt es im Handel. Zalando brechen nach Zahlen um 8,4 Prozent ein. Zwar sieht Zalando das bereinigte EBIT nun in der oberen Hälfte der Spanne von 400 bis 475 Millionen Euro, obwohl es im zweiten Quartal die Erwartungen leicht verfehlt hat. Die Prognose eines Umsatzwachstums von 31 bis 36 Prozent wurde aber nur bestätigt. "Die Wachstumsdynamik lässt also eher nach", so ein Händler.

Rational-Aktie kostet über 1.000 Euro

Für die Aktie von Rational geht es um 6,8 Prozent auf 1.018 Euro nach oben. Der Großküchenausstatter hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient. Als Gründe für die Erholung nannte das Unternehmen u.a. eine positive Entwicklung in allen Regionen. Nach dem positiven Verlauf des ersten Halbjahres rechnet das Unternehmen für 2021 in einem ungünstigeren Szenario mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. In einem positiveren Szenario rechnet Rational mit einer Umsatzsteigerung von 15 bis 20 Prozent.

Outokumpu liegen sehr schwach im Markt. Der Kurs fällt um 5,1 Prozent. Zwar haben die Quartalszahlen laut Citi die Schätzungen überwiegend etwas übertroffen. Schlecht sei aber der negative freie Cashflow. Außerdem bleibe der Ausblick auf ein lediglich stabiles EBITDA im dritten Quartal hinter dem der Konkurrenten zurück.

Novo Nordisk (+4,6%) hat überzeugende Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Die Citigroup verweist auf die dynamische Entwicklung in der Sparte Diabetes sowie dem sehr starken Produktstart von Wegovy, ein Medikament gegen Fettleibigkeit. Auch Biopharma habe sich besser entwickelt. Der Umsatz habe 3 Prozent über den Erwartungen gelegen, das EBIT sogar 6 Prozent.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.158,67 +0,3% 13,77 +17,1%

Stoxx-50 3.612,15 +0,3% 10,92 +16,2%

DAX 15.734,74 +0,3% 42,61 +14,7%

MDAX 35.658,08 +0,5% 172,53 +15,8%

TecDAX 3.810,43 +1,3% 48,55 +18,6%

SDAX 16.647,61 +0,2% 39,02 +12,8%

FTSE 7.110,11 -0,2% -13,75 +10,3%

CAC 6.779,66 +0,5% 33,43 +22,1%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,50 -0,00 +0,07

US-Zehnjahresrendite 1,20 +0,02 +0,28

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:18 Uhr Mi, 17:32 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1844 +0,1% 1,1835 1,1835 -3,0%

EUR/JPY 129,92 +0,3% 129,79 129,68 +3,0%

EUR/CHF 1,0735 +0,0% 1,0739 1,0739 -0,7%

EUR/GBP 0,8495 -0,3% 0,8522 0,8514 -4,9%

USD/JPY 109,70 +0,2% 109,66 109,57 +6,2%

GBP/USD 1,3941 +0,4% 1,3888 1,3903 +2,0%

USD/CNH (Offshore) 6,4574 -0,1% 6,4626 6,4634 -0,7%

Bitcoin

BTC/USD 38.359,51 -3,7% 39.204,26 39.211,76 +32,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 68,49 68,15 +0,5% 0,34 +42,1%

Brent/ICE 70,86 70,38 +0,7% 0,48 +39,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.801,64 1.811,63 -0,6% -9,99 -5,1%

Silber (Spot) 25,27 25,38 -0,4% -0,11 -4,3%

Platin (Spot) 1.011,10 1.029,18 -1,8% -18,08 -5,5%

Kupfer-Future 4,35 4,33 +0,4% +0,02 +23,3%

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DJG/thl/flf

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August 05, 2021 10:33 ET (14:33 GMT)

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