MÄRKTE EUROPA/Stoxx-Europe-600 dank Quartalszahlen auf Rekordhoch

08.05.24 16:06 Uhr

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten geht es am Mittwoch nach oben. Der DAX steigt um 0,4 Prozent auf 18.496 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,5 Prozent zu auf 5.044 Punkte. Mit einer knapp behauptet startenden Wall Street kommen die Indizes am Nachmittag von Ihren Hochs allerdings etwas zurück. Im Fokus steht erneut die Zahlenflut der Berichtssaison zum ersten Quartal 2024. Hier überwiegen die guten Ergebnisse, jedoch kommt es zu kräftigen Kursausschlägen nach beiden Seiten.

Positiv überrascht aus dem DAX Siemens Energy, die Aktie notiert 10 Prozent im Plus. Unter den europäischen Branchenindizes stellen die Unternehmen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie die Gewinner. Hier legt die Aktie von Anheuser-Busch Inbev nach Zahlenausweis um 4,2 Prozent zu. Ein starkes Geschäft in Lateinamerika und Südafrika hat eine schwächere Entwicklung in Nordamerika und Asien überkompensiert.

Der breite Stoxx-Europe-600 notiert im Tageshoch mit 516,4 Zählern auch dank der gut verlaufenden Berichtssaison auf Rekordhoch. Eine optimistische Zwischenbilanz zur Berichtssaison des ersten Quartals zogen bereits die Analysten der Deutschen Bank. Dieses Quartal stelle nach längerer Zeit wieder das erste mit einem durchgängigen Gewinnwachstum dar. Das letzte Mal sei dies im dritten Quartal 2022 im Stoxx-600 der Fall gewesen. Bislang hätten hier 64 Prozent der Unternehmen aus diesem marktbreiten Europa-Index berichtet. Bei den Gewinnüberraschungen hätten 61 Prozent auf der positiven Seite gelegen.

Stagnation in Deutschland

Schlecht sieht es weiter mit der Konjunktur in Deutschland aus. So wurde bei der Industrieproduktion im März erneut ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber Vormonat eingefahren. Chef-Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank weist darauf hin, dass hier die schwachen Auftragseingänge abfärbten.

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet für Deutschland für dieses Jahr eine Stagnation seiner Wirtschaftsleistung. "Deutschland wird die Krise nicht los", erklärte das arbeitgebernahe Wirtschaftsforschungsinstitut. Das IW prognostiziert eine Stagnation des Bruttoinlandsproduktes (BIP) - gegenüber einem Wachstum von 4,5 Prozent für China, 2,0 Prozent für die USA und je 0,75 Prozent für Frankreich und Italien.

Zahlenflut in allen Branchen

Für einen Kurssprung von 10 Prozent sorgt der Zwischenbericht von Siemens Energy. Von sehr guten Ergebnissen spricht die Deutsche Bank. Siemens Energy habe zudem die Prognosen für das Gesamtjahr bei allen wichtigen Kennziffern angehoben. Der Auftragseingang habe um 5 Prozent über der Schätzung gelegen, die Book-to-Bill betrage 1,14. Der Umsatz habe den Prognosen entsprochen und das bereinigte EBITA vor Sondereffekten habe mit 170 Millionen Euro signifikant über dem Konsens von 3 Millionen Euro gelegen.

Aus dem DAX hat zudem Fresenius (+0,8) Geschäftszahlen vorgelegt. Berenberg spricht mit Blick auf Erstquartalsgewinne von einem 5-prozentigen Überbieten der Markterwartungen und streicht zudem die angehobene Prognose positiv heraus. Der Gesundheitskonzern habe hervorragende Geschäftszahlen für das erste Quartal verbucht. Zusätzlich sollte der strukturierte Ausstieg aus den verbleibenden Vamed-Geschäften vom Markt positiv aufgenommen werden, da Vamed allgemein als Belastung für die Rentabilität der Gruppe und als Ablenkung für die Geschäftsführung angesehen werde.

Endgültige Geschäftszahlen hat Munich Re (+2,8%) vorgelegt, die im ersten Quartal von einem deutlich geringeren Schadensaufkommen profitiert hat als im Vorjahr. Der Rückversicherer bestätigte abermals seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

BMW enttäuscht bei Marge

Im Automobilsektor haben Hersteller BMW und Zulieferer wie Knorr-Bremse (+5,5%) und Vitesco (-3,9%) Zahlen vorgelegt. Zudem bekräftigte Continental vorläufige Eckdaten für das erste Quartal. Die Ergebnisse der Unternehmen zeigen zwar unterschiedliche Margenstärken, liegen aber allesamt operativ im grünen Bereich. Die Nachfragschwäche bei Elektroautos spiegelt sich zudem nicht in den Unternehmensausblicken wider. Sie wurden allesamt für das Gesamtjahr bestätigt.

Bei BMW wird der Margendruck mit einem deutlichen Kursminus von 3,8 Prozent quittiert. Der Autobereich vermeldete eine geringer als erwartet ausgefallene Profitabilität. Die operative Marge sank auf 8,8 Prozent, während 9,2 Prozent erwartet wurden. Auto1 haussieren gleich um 26 Prozent. Der Umsatz ist im ersten Quartal um 10 Prozent gestiegen, das EBIT nun deutlich positiv. Den Ausblick hat der Internet-Autohändler erhöht.

Auf die guten Ertragszahlen hin legt die Aktie von Puma zunächst um rund 4 Prozent zu. Am Nachmittag bekommt sie die zweite Luft, aktuell handelt sie 10 Prozent höher. Im Handel wird auf die gut verlaufende Analystentelefonkonferenz verwiesen. Das Geschäft habe jüngst an Dynamik zugelegt, zudem sei das Auftragsbuch gut gefüllt.

Die Aktien von Borussia Dortmund steigen mit dem Einzug in das Finale der Champions-League und dem damit verbundenen angehobenen Ausblick um 6,2 Prozent.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.043,54 +0,5% 27,44 +11,6%

Stoxx-50 4.481,01 +0,6% 25,09 +9,5%

DAX 18.495,97 +0,4% 65,92 +10,4%

MDAX 26.659,70 +0,4% 98,23 -1,8%

TecDAX 3.354,39 -0,1% -4,82 +0,5%

SDAX 14.683,95 -0,6% -88,77 +5,2%

FTSE 8.357,77 +0,5% 44,10 +6,2%

CAC 8.150,29 +0,9% 74,61 +8,1%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,47 +0,05 -0,10

US-Zehnjahresrendite 4,49 +0,03 +0,61

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:20 Di, 17:25 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0750 -0,1% 1,0747 1,0778 -2,7%

EUR/JPY 167,31 +0,6% 166,84 166,45 +7,5%

EUR/CHF 0,9763 -0,1% 0,9764 0,9773 +5,2%

EUR/GBP 0,8615 +0,2% 0,8605 0,8590 -0,7%

USD/JPY 155,62 +0,7% 155,25 154,43 +10,5%

GBP/USD 1,2478 -0,3% 1,2489 1,2548 -1,9%

USD/CNH (Offshore) 7,2301 +0,1% 7,2297 7,2229 +1,5%

Bitcoin

BTC/USD 62.338,91 -1,2% 62.321,78 63.806,69 +43,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 77,91 78,38 -0,6% -0,47 +7,4%

Brent/ICE 82,63 83,16 -0,6% -0,53 +8,1%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 30,77 30,71 +0,2% +0,07 -11,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.311,53 2.314,10 -0,1% -2,58 +12,1%

Silber (Spot) 27,24 27,30 -0,2% -0,06 +14,6%

Platin (Spot) 968,61 980,50 -1,2% -11,89 -2,4%

Kupfer-Future 4,55 4,63 -1,7% -0,08 +16,4%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 08, 2024 10:07 ET (14:07 GMT)

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