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20.12.2018 18:08
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MÄRKTE EUROPA/US-Notenbank belastet - Airbus mit Ermittlungen schwach

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FRANKFURT (Dow Jones)--Eine falkenhaft aufgenommene geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank hat am Donnerstag Europas Börsen schwer belastet. Die Fed hatte am Mittwochabend zwar wie mehrheitlich erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,25 bis 2,50 Prozent nach oben genommen; mehr erhofft hatte sich der Markt aber von den Zinsaussichten. Für 2019 avisiert die Fed nun statt drei Erhöhungen nur noch zwei. Weil am Zinsterminmarkt zuletzt allerdings nur noch ein Zinsschritt für 2019 eingepreist wurde, machte sich Enttäuschung breit.

Der DAX verlor 1,4 Prozent auf 10.611 Punkte, bei 10.563 Punkten wurde ein neues Jahrestief markiert. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,7 Prozent auf 3.000 Punkte nach unten. Hier wurde ein neues Jahrestief bei 2.993 Punkten markiert.

Kein wirklicher Belastungsfaktor, aber nicht wirklich hilfreich war ein deutlich unter den Erwartungen ausgefallener Philadelphia-Fed-Index. Der Index ist im Dezember auf 9,4 von 12,9 gefallen, erwartet wurde indes ein Anstieg auf 15. Zuletzt hatte bereits der Empire State Index enttäuscht. Nicht hilfreich bei der angeschlagenen Marktstimmung waren zudem Berichte, laut denen es unsicher sei, ob US-Präsident Donald Trump eine Gesetzesvorlage zur Vermeidung eines Regierungsstillstandes in den USA unterzeichnen werde.

Dollar kann von Fed nicht profitieren

Der Dollar profitierte zunächst deutlich von den Zinsaussagen, auch weil es Akteure gab, die darauf gesetzt hatten, dass die vierte Zinserhöhung im laufenden Jahr ausbleiben würde. Der Dollar gab die Gewinne aber zügig wieder ab. Mit 1,1426 Dollar lag der Euro zum Börsenschluss in der Nähe des Niveaus von vor der US-Zinsanhebung. Am Markt herrschen Zweifel, inwieweit die US-Notenbank im kommenden Jahr die Zinsen tatsächlich anheben wird.

Die schwedische Krone wertete auf, nachdem die Notenbank des Landes für einige Marktteilnehmer unerwartet den Leitzins angehoben hatte. Das Pfund gab derweil leicht nach, nachdem die Bank of England wie weithin erwartet, nicht an der Zinsschraube gedreht hatte. Ihr sind laut Analysten zunächst die Hände quasi gebunden wegen der Unwägbarkeiten um den Brexit.

US-Justiz ermittelt angeblich gegen Airbus

Unter Druck standen an der Börse zyklische Werte, die unter den anhaltenden Wachstumssorgen litten. Hauptverlierer waren Rohstoffwerte mit Abschlägen von 2,7 Prozent. Kaum besser hielten sich Banken mit Abgaben von 2,5 Prozent, Ölwerte mit Abschlägen von 2,0 Prozent und Technologieaktien mit einem Minus von 2,6 Prozent.

Für Airbus ging es an der Pariser Börse um 4,4 Prozent abwärts. Als Auslöser wurde im Handel auf einen Bericht der Zeitung Le Monde verwiesen, wonach das US-Justizministerium ein Verfahren eröffnet haben soll. Es gehe um Korruptionsvorwürfe, die Strafe könne in die Milliarden gehen, hieß es weiter. Airbus wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern, teilte allerdings mit, mit den US-Behörden in Abstimmung mit den britischen und französischen Behörden, die ebenfalls ermitteln, zu kooperieren.

Deutsche Bank mit neuem Allzeittief

Deutsche Bank knickten um 7,0 Prozent ein und erreichten bei 6,99 Euro ein neues Allzeittief. RBC hatte das Kursziel auf 7,50 von 8,00 Euro gesenkt. Allerdings gaben auch andere Bankaktien wie Commerzbank (minus 6,5 Prozent) und UBS (minus 3,9 Prozent) stark nach. Hierbei könnte die Aussicht auf weniger stark steigende Zinsen eine kursbelastende Rolle gespielt haben. Nach dem Kurssturz am Vortag aufgrund einer Gewinnwarnung erholten sich Ceconomy um 4,4 Prozent.

In der dritten Reihe am deutschen Aktienmarkt legten Medigene gegen die negative Gesamttendenz um 4,7 Prozent zu. Das Biotechnologieunternehmen hatte positive Zwischenergebnisse mit Impfstoffen bei Leukämie-Patienten vorgelegt. Auch wenn die Studie noch ein weiteres Jahr dauere, belegten die Daten, dass die Wirksamkeit der Therapie in die richtige Richtung weise, hieß es im Handel.

Der Baumarktkonzern Hornbach hat trotz steigender Umsätze im dritten Geschäftsquartal wegen höherer Kosten deutlich weniger verdient. Die Hornbach-Gruppe hatte vor zehn Tagen bereits über einen Gewinneinbruch berichtet. Hornbach Holding schlossen 1,4 Prozent tiefer.

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. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Europa Euro-Stoxx-50 3.000,06 -51,32 -1,7% -14,4%

. Stoxx-50 2.757,20 -33,96 -1,2% -13,2%

. Stoxx-600 336,58 -4,94 -1,4% -13,5%

Frankfurt XETRA-DAX 10.611,10 -155,11 -1,4% -17,9%

London FTSE-100 London 6.717,02 -48,92 -0,7% -12,0%

Paris CAC-40 Paris 4.692,46 -84,99 -1,8% -11,7%

Amsterdam AEX Amsterdam 485,97 -10,02 -2,0% -10,8%

Athen ATHEX-20 Athen 1.610,47 -15,26 -0,9% -22,7%

Brüssel BEL-20 Bruessel 3.247,47 -79,36 -2,4% -18,4%

Budapest BUX Budapest 39.592,68 -373,51 -0,9% +0,6%

Helsinki OMXH-25 Helsinki 3.715,60 -86,14 -2,3% -5,2%

Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 115.122,04 -946,65 -0,8% -18,4%

Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 899,92 -10,80 -1,2% -12,1%

Lissabon PSI 20 Lissabon 4.744,14 -69,33 -1,5% -13,2%

Madrid IBEX-35 Madrid 8.596,50 -172,60 -2,0% -14,4%

Mailand FTSE-MIB Mailand 18.576,90 -365,00 -1,9% -13,3%

Moskau RTS Moskau 1.083,47 -16,16 -1,5% -6,2%

Oslo OBX Oslo 746,55 -19,00 -2,5% +0,5%

Prag PX Prag 992,92 -15,19 -1,5% -7,9%

Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.419,28 -31,10 -2,1% -10,0%

Warschau WIG-20 Warschau 2.306,68 -36,13 -1,5% -6,3%

Wien ATX Wien 2.750,27 -77,09 -2,7% -17,3%

Zürich SMI Zuerich 8.414,48 -125,68 -1,5% -10,3%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,23 -0,01 -0,20

US-Zehnjahresrendite 2,76 -0,01 0,35

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:41 Mi, 17:11 % YTD

EUR/USD 1,1436 +0,43% 1,1420 1,1430 -4,8%

EUR/JPY 127,33 -0,47% 127,77 128,23 -5,9%

EUR/CHF 1,1340 +0,19% 1,1340 1,1337 -3,2%

EUR/GBP 0,9036 +0,20% 0,9026 0,9029 +1,6%

USD/JPY 111,35 -0,96% 111,88 112,20 -1,2%

GBP/USD 1,2656 +0,29% 1,2654 1,2653 -6,3%

Bitcoin

BTC/USD 4.160,88 +12,17% 3.710,50 3.787,26 -71,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 46,21 48,17 -4,1% -1,96 -19,5%

Brent/ICE 55,04 57,24 -3,8% -2,20 -12,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.259,80 1.243,10 +1,3% +16,70 -3,3%

Silber (Spot) 14,73 14,60 +0,9% +0,13 -13,0%

Platin (Spot) 791,40 785,50 +0,8% +5,90 -14,9%

Kupfer-Future 2,68 2,72 -1,4% -0,04 -20,1%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

December 20, 2018 12:09 ET (17:09 GMT)

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16.07.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
15.07.2019Airbus SE (ex EADS) OutperformCredit Suisse Group
15.07.2019Airbus SE (ex EADS) Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
15.07.2019Airbus SE (ex EADS) overweightJP Morgan Chase & Co.
10.07.2019Airbus SE (ex EADS) overweightMorgan Stanley
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02.05.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenIndependent Research GmbH
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01.03.2019Airbus SE (ex EADS) HaltenDZ BANK
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