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07.11.2018 12:54
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MÄRKTE EUROPA/US-Zwischenwahlen treiben Märkte - Rally in FMC

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Von Michael Denzin

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit einem deutlichen Plus zeigen sich Europas Börsen am Mittwochmittag nach dem Ergebnis der US-Zwischenwahlen. Auch die US-Futures reagieren mit Kursgewinnen. US-Präsident Donald Trump hat wie erwartet die Mehrheit im Repräsentanten-Haus verloren, ein Erdrutschsieg der Demokraten ist aber ausgeblieben. Analysten diskutieren das Ergebnis überwiegend positiv, Trump nicht zur "lahmen Ente" geworden. Dazu profitiert der DAX von überraschend starken Daten zur deutschen Industrieproduktion im September.

Größter DAX-Gewinner sind Fresenius Medical Care (FMC) mit einem Plus von gut 7 Prozent, nachdem die Kostenerstattung für Dialysebehandlungen im US-Bundesstaat Kalifornien nicht gedeckelt wird. Der DAX steigt um 1,1 Prozent auf 11.606 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 verbessert sich um 1,3 Prozent auf 3.250 Punkte. In Europa liegen alle Branchenindizes im Plus.

Analysten eher positiv nach US-Wahl

Die Meinung der Analysten nach der US-Wahl gehen je nach gewähltem Fokus auseinander. Per Saldo sehen sie die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten aber als klar erhalten geblieben an, was die US-Futures bereits mit Kursgewinnen honorieren. Teilweise wurde der Präsident sogar gestärkt, da einige im Vorfeld gehypte Kandidaten der Demokraten gegen Trump-Unterstützer verloren haben.

"Der Gewinn der Mehrheit im Repräsentantenhaus durch die Demokraten wird in den USA zu einer Jahresendrally führen", sagt Nigel Green vom Finanzdienstleister deVere Group. Andere Marktteilnehmer rechnen sogar mit neuen Höchstständen an der Wall Street, mit der Begründung, das Repräsentantenhaus werde den Protektionismus in der Handelspolitik eindämmen.

Keine Änderungen in der Handelspolitik erwartet Frank Häusler von Vontobel Asset Management: "Die Wachstums- und Inflationsaussichten für die USA und die Weltwirtschaft bleiben unverändert". Das Repräsentantenhaus könne Trump Steine in den Weg legen, habe aber nicht die Macht, seine Politik komplett umzukehren. Genauso wenig werde die laufende Deregulierung gestoppt. Bei Punkten wie der Forderung nach mehr Marktöffnung in China oder Steuersenkungen herrsche zwischen Demokraten und Republikanern sogar eher Einigkeit.

Zudem gibt es andere Themen wie zu den Handelszöllen das Xi-Trump-Treffen Ende November auf dem G20-Gipfel. Dazu muss China seine Wirtschaft ankurbeln. In Europa lasten der Brexit und die italienische Haushaltsfrage auf den Märkten.

Nur Dollar verliert nach Wahl - Euro legt kräftig zu

Verlierer des Wahlergebnisses ist der Dollar: Der Euro springt um fast einen Cent auf 1,1496 Dollar. "Bisher war die Politik für den Dollar ideal", sagt Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Er habe sowohl von fiskalpolitischen Wachstumsimpulsen profitiert als auch der inflationstreibenden protektionistischen Handelspolitik. Dies hatte die US-Notenbank auf ihrem Zinserhöhungskurs bestärkt. "Nun wird es mit fiskalpolitischen Impulsen für die Trump-Regierung schwieriger", sagt Leuchtmann. Dies könne auch Zinserhöhungen der US-Notenbank bremsen. Kurzfristig könnte der Euro Richtung 1,16 Dollar steigen, erwartet Leuchtmann.

Kalifornien-Abstimmung treibt FMC-Aktie an

FMC profitieren von einer Volksabstimmung in Kalifornien und springen um 8,5 Prozent nach oben. Dort wurde ein Antrag auf eine Kappung der Erlöse für Dialysedienstleistungen abgelehnt. Dies sorgt für große Erleichterung, da dessen Annahme für Anbieter wie FMC und deren Wettbewerber keinen wirtschaftlichen Betrieb von Dialysezentren ermöglicht hätte. Im Fahrwasser ziehen die Aktien von Fresenius um fast 4 Prozent an.

Adidas trotz erhöhtem Ausblick schwach

Daneben steht die Berichtssaison im Blick. Adidas verlieren 1,9 Prozent, obwohl der Sportartikel-Hersteller den Ausblick erhöht hat. Negativ wird die Umsatzentwicklung bewertet, im dritten Quartal hat Adidas die Erlöserwartung verfehlt. Auch BMW stehen mit einem Minus von 2 Prozent unter Druck. Im Autogeschäft hat sich die vielbeachtete EBIT-Marge auf 4,4 Prozent nahezu halbiert. Munich Re geben nach Vorlage des Quartalsberichts um 0,5 Prozent nach.

Delivery Hero und Scout24 springen an

In der zweiten Reihe steigen Delivery Hero nach Quartalsausweis um 7 Prozent dank eines erhöhten Umsatzausblicks. Auch Scout24 steigen um knapp 7 Prozent, Umsatz und Gewinn liegen leicht über erwarten. Nach dem scharfen Kurseinbruch wird nun aber Erholungspotenzial gesehen. Fraport gewinnen 1,7 Prozent, kommen damit aber deutlich von fast 5 Prozent Plus zurück. Der Umsatz liegt über den Erwartungen, der Gewinn hat die Prognosen leicht übertroffen.

Axel Springer legen um 0,6 Prozent zu. Der Medienkonzern hat die Gewinnerwartungen im dritten Quartal leicht geschlagen und den Ausblick erhöht. Schwach im Markt liegen dagegen nach Quartalsberichten Symrise, Brenntag und Osram. Osram ragen mit 4 Prozent Minus hervor wegen eines schwachen Ausblicks. Brenntag und Syrmrise haben die Erwartungen verfehlt.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.250,06 1,33 42,64 -7,25

Stoxx-50 2.982,04 1,33 39,19 -6,16

DAX 11.605,56 1,06 121,22 -10,16

MDAX 24.387,35 0,76 184,06 -6,92

TecDAX 2.675,50 0,72 19,10 5,79

SDAX 11.216,66 0,60 67,19 -5,64

FTSE 7.122,95 1,17 82,27 -8,48

CAC 5.145,45 1,38 70,27 -3,15

Bund-Future 159,52 -0,15 2,13

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:21 Uhr Di, 17.07 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1496 +0,67% 1,1433 1,1418 -4,3%

EUR/JPY 129,97 +0,35% 129,49 129,43 -3,9%

EUR/CHF 1,1446 -0,08% 1,1456 1,1457 -2,3%

EUR/GBP 0,8732 +0,13% 0,8721 0,8730 -1,8%

USD/JPY 113,06 -0,34% 113,19 113,37 +0,4%

GBP/USD 1,3166 +0,55% 1,3113 1,3081 -2,6%

Bitcoin

BTC/USD 6.526,63 +1,3% 6.522,64 6.448,22 -52,2%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut

Deutschland 2 J. -0,58 -0,61 0,03

Deutschland 10 J. 0,44 0,43 0,01

USA 2 Jahre 2,92 2,93 1,03

USA 10 Jahre 3,19 3,23 0,78

Japan 2 Jahre -0,13 -0,13 0,01

Japan 10 Jahre 0,12 0,12 0,07

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 62,83 62,21 +1,0% 0,62 +8,2%

Brent/ICE 72,96 72,13 +1,2% 0,83 +15,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.234,50 1.226,93 +0,6% +7,58 -5,3%

Silber (Spot) 14,70 14,54 +1,1% +0,16 -13,2%

Platin (Spot) 877,20 870,00 +0,8% +7,20 -5,6%

Kupfer-Future 2,77 2,73 +1,2% +0,03 -17,4%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

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November 07, 2018 06:55 ET (11:55 GMT)

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15.01.2019Fresenius Medical Care Equal weightBarclays Capital
11.01.2019Fresenius Medical Care HoldJefferies & Company Inc.
09.01.2019Fresenius Medical Care overweightJP Morgan Chase & Co.
02.01.2019Fresenius Medical Care overweightJP Morgan Chase & Co.
20.12.2018Fresenius Medical Care overweightJP Morgan Chase & Co.
09.01.2019Fresenius Medical Care overweightJP Morgan Chase & Co.
02.01.2019Fresenius Medical Care overweightJP Morgan Chase & Co.
20.12.2018Fresenius Medical Care overweightJP Morgan Chase & Co.
19.12.2018Fresenius Medical Care buyGoldman Sachs Group Inc.
17.12.2018Fresenius Medical Care OutperformBernstein Research
15.01.2019Fresenius Medical Care Equal weightBarclays Capital
11.01.2019Fresenius Medical Care HoldJefferies & Company Inc.
17.12.2018Fresenius Medical Care HoldJefferies & Company Inc.
13.12.2018Fresenius Medical Care NeutralCredit Suisse Group
10.12.2018Fresenius Medical Care Equal-WeightMorgan Stanley

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