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27.12.2018 16:26
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MÄRKTE EUROPA/Verkaufsdruck nimmt zu - Sichere Häfen gesucht

FRANKFURT (Dow Jones)--An den Börsen in Europa geht es am Donnerstagnachmittag weiter nach unten. Der Verkaufsdruck nimmt noch einmal zu, nachdem die Wall Street deutlich tiefer in den Handel gestartet ist. Es scheint so, als seien nur die Bären zwischen den Jahren ins Büro gekommen, um zu verkaufen. Die Bullen, die Käufer, haben sich die Tage wohl frei genommen. Sowohl der DAX wie auch der Euro-Stoxx-50 notierten am Vormittag auf neuen Jahrestiefs, die Performance für 2018 wird immer düsterer.

Der DAX gibt um 2,9 Prozent auf 10.326 Punkte nach, der Euro-Stoxx-50 verliert 1,7 Prozent auf 2.922 Punkte. Er handelt gegenüber dem DAX deutlich stabiler, weil an einigen europäischen Börsen bereits an Heiligabend die Verluste zum Teil eingefahren wurden.

Die Gewinner der aktuellen Risikoaversion der Investoren sind die sicheren Häfen wie Bundesanleihen oder auch Gold. Die Rendite der Bundesanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren liegt bei 0,23 Prozent. Die Feinunze Gold kostet 1.272 Dollar, dies ist ein kleines Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortag.

Umfeld für Aktien bleibt schwierig

Fundamental bleibt das Umfeld für Aktien schwierig. In China sind die Industriegewinne im November erstmalig seit drei Jahren gefallen. Ein Ende des lähmenden Haushaltsstreits in den USA zeichnet sich zudem nicht ab, während die Unsicherheiten rund um den Brexit unverändert groß sind. Auch ein Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China ist weiterhin nicht in Sicht. Anfang Januar soll eine US-Handelsdelegation für Verhandlungen nach China reisen.

Die enttäuschenden chinesischen Absatzzahlen belasten die Branche der Automobilhersteller und der Zulieferer, der Sub-Index verliert 3,1 Prozent. In den ersten 21 Dezember-Tagen sind nach Aussage der Analysten von Evercore ISI dort die Verkäufe um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Die Analysten gehen davon aus, dass sich der Absatzrückgang für den gesamten Dezember auf bis zu 20 Prozent belaufen wird. Damit würde sich der Rückgang im vierten Quartal auf 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr belaufen. BMW geben 3 Prozent nach und Daimler um 3,3 Prozent, während es für die VW-Aktie gleich um 4,1 Prozent nach unten geht.

Avelumab-Rückschlag belastet

Merck KGaA verlieren 4,6 Prozent, nachdem das Unternehmen und der US-Partner Pfizer einen Rückschlag in einer klinischen Studie der Phase III beim Mittel Avelumab erlitten haben. Die Studie wird deshalb beendet. Ziel war die Entwicklung einer Immuntherapie zur Behandlung von Eierstock-Krebs.

Zu den größten Verlierern im DAX zählen auch die beiden Versorger Eon und RWE, die nachrichtenlos um bis zu 4,7 Prozent nachgeben. Aber auch die Aktien der europäischen Wettbewerber werden verkauft, der Sektor-Index stellt mit einem Minus von 3,5 Prozent den größten Verlierer in Europa.

Dass Uniper mit Energeticky a prumyslovy holding (EPH) über einen möglichen Verkauf des Frankreich-Geschäfts von Uniper verhandelt, spielt keine Rolle für die Uniper-Aktie. Dass sich Uniper aus Frankreich zurückziehen wolle, sei bereits bekannt, so ein Händler. Zunächst müsse man konkrete Details abwarten. Uniper legen um 0,4 Prozent zu.

Mögliche Senkung der Schaeffler-Ziele wohl schon eingepreist

Keinen gesonderten Belastungsfaktor sieht man im Handel wegen einer möglichen Senkung der Finanzziele bis 2020 durch Schaeffler. "Es wird schwieriger, unter den neuen Rahmenbedingungen die Mittelfristziele bis 2020 zu erreichen", sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld der Tageszeitung Die Welt. Angesichts einer Halbierung der Aktie seit Jahresbeginn dürfte viel Negatives in dem Titel bereits eingepreist sein, heißt es dazu im Handel. Die Aktie verliert 2 Prozent.

Für die Aktie von SLM Solutions geht es um 12,5 Prozent nach unten. Nach Angaben aus dem Handel sollen die Analysten von HSBC die Titel auf "Hold" von zuvor "Buy" nach unten genommen haben.

Zu Handelsbeginn sind einige Änderungen in den Indexzusammensetzungen wirksam geworden. Carl Zeiss Meditec (minus 1,4 Prozent) sind nun für CTS Eventim (minus 1,knaorrProzent) im MDAX. Neu im SDAX sind neben CTS Eventim, Knorr-Bremse (minus 3,6 Prozent). Den SDAX verlassen haben neben Carl Zeiss auch die Aktien von Baywa (minus 1,5 Prozent).

===

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 2.921,89 -1,74 -51,89 -16,61

Stoxx-50 2.686,26 -2,19 -60,12 -15,47

DAX 10.326,27 -2,89 -307,55 -20,06

MDAX 21.202,36 -1,86 -402,81 -19,08

TecDAX 2.380,18 -2,10 -50,98 -5,89

SDAX 9.289,21 -2,02 -191,47 -21,85

FTSE 6.562,95 -1,84 -123,04 -13,03

CAC 4.579,93 -1,00 -46,45 -13,79

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,23 -0,02 -0,20

US-Zehnjahresrendite 2,75 -0,06 0,34

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:37 Fr, 18:30 % YTD

EUR/USD 1,1423 +0,59% 1,1377 1,1394 -4,9%

EUR/JPY 126,50 +0,07% 126,25 126,74 -6,5%

EUR/CHF 1,1273 -0,30% 1,1295 1,1306 -3,7%

EUR/GBP 0,9032 +0,54% 0,8990 0,8999 +1,6%

USD/JPY 110,73 -0,52% 110,97 111,26 -1,7%

GBP/USD 1,2646 +0,04% 1,2655 1,2659 -6,4%

Bitcoin

BTC/USD 3.738,25 -1,83% 3.738,13 3.975,14 -74,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 45,21 46,22 -2,2% -1,01 -21,2%

Brent/ICE 53,49 54,47 -1,8% -0,98 -15,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.272,13 1.266,96 +0,4% +5,17 -2,4%

Silber (Spot) 15,17 15,03 +0,9% +0,14 -10,4%

Platin (Spot) 788,35 797,50 -1,1% -9,15 -15,2%

Kupfer-Future 2,67 2,70 -1,2% -0,03 -20,5%

===

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/ros

(END) Dow Jones Newswires

December 27, 2018 10:27 ET (15:27 GMT)

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13.09.2019Daimler overweightMorgan Stanley
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09.09.2019Daimler VerkaufenDZ BANK
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