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20.03.2017 18:39
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MÄRKTE EUROPA/Verschnaufpause - Dt. Bank vor Kapitalerhöhung schwach

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   Von Thomas Leppert

   FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börsen in Europa legten zum Wochenstart eine Verschnaufpause ein. Da wichtige Konjunkturdaten erst in der zweiten Wochenhälfte anstehen, könnte sich die Lethargie an den Börsen auch noch etwas fortsetzen. Die Berichtssaison läuft zudem langsam aus, so dass auch von dieser Seite die Impulse rarer werden. Tendenziell für Zurückhaltung sorgte das G20-Treffen, das ohne ein gemeinsames Bekenntnis gegen Handelsprotektionismus zuende gegangen ist.

   Der Dax schloss 0,4 Prozent leichter bei 12.053 Punkten, der Euro-Stoxx-50 gab um 0,3 Prozent auf 3.437 Punkte nach. Die Renditen der Bundesanleihen stiegen leicht an, die zehnjährigen Staatspapiere werfen aktuell 0,44 Prozent ab.

Wer verteidigt den freien Handel? "Die US-Währung wird langsam zum Belastungsfaktor für die Märkte", sagte ein Händler. Er verwies auf das G20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs vom Wochenende. Obgleich isoliert, seien die USA dort nicht von ihrer Position mit Blick auf mögliche Strafzölle abgerückt. In der Schlusserklärung fehlte das übliche Bekenntnis gegen Protektionismus.

   "Ein Elefant im Porzellanladen kann für einen Unbeteiligten ein spaßiger Anblick sein", sagte Commerzbank-Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann. Dass sich die USA in Baden-Baden aber so gestenreich vom Bekenntnis zum Freihandel verabschiedet hätten, habe irreversible Folgen. Die Rolle der USA als Hüterin des freien Welthandels sei für lange Zeit zerstört. Dabei sei niemand in Sicht, "der die von Trump aufgerissene Lücke füllen könnte", so Leuchtmann.

Deutsche Bank mit Details zur Kapitalerhöhung Angesichts tendenziell weiter nachgebender Ölpreise rangierte der Index der Öl- und Gaswerte mit einem Minus von 1,1 Prozent am Ende der europäischen Branchenindizes. Die als eher defensiv und weniger zyklisch geltenden Pharma- und Lebensmittelaktien hielten sich dagegen besser, ihre Subindizes schlossen leicht im Plus.

   Deutsche Bank gaben um weitere 3,7 Prozent auf 17,19 Euro nach und stellten damit den Verlierer im DAX. Am Dienstag startet die Kapitalerhöhung, mit der die Bank 8 Milliarden Euro einsammeln will. Für 2 alte können die Anleger eine neue Aktie für 11,65 Euro beziehen. Eine Teilnahme an der Kapitalmaßnahme stuften die Analysten der NordLB als nicht attraktiv ein. Angesichts der Erhöhung der Zahl der ausgegebenen Aktien um rund die Hälfte ergebe sich nunmehr eine erhebliche Gewinnverwässerung.

   Talanx schlossen nach endgültigen Zahlen 3,7 Prozent im Minus. Dabei dürfte es sich um Gewinnmitnahmen gehandelt haben, nachdem das Papier des Versicherers in den vergangenen sechs Monaten um fast 30 Prozent gestiegen war. Die endgültigen Zahlen selbst enthielten keine Überraschungen genauso wenig wie der bestätigte Ausblick.

Hugo Boss unter Druck Im MDAX verloren HUGO BOSS 4,7 Prozent. Grund waren Aussagen von Gerard Lamarche, Managing Director bei der Groupe Bruxelles Lambert (GBL), gegenüber der belgischen Zeitung L'Echo. "Wir sind keine Aktionäre von Hugo Boss", erklärte Lamarche. Damit wies er anders lautende Presseberichte zurück. Im Februar machten Gerüchte über einen Einstieg von GBL die Runde und stützten die Boss-Aktie.

TecDAX klettert kurzzeitig über 2.000er Marke Der TecDax war im frühen Handel erstmals seit dem Platzen der Technologie-Blase 2001, als der Index noch Nemax-50 hieß, knapp über die 2.000er Marke gestiegen, ehe die Gewinne wieder abbröckelten. Der Index schloss 0,3 Prozent leichter bei 1.993 Punkten. Im TecDAX stiegen AIXTRON am Tag ihrer Wiederaufnahme in den Technologieindex um 0,8 Prozent. Weichen muss dafür Stratec Biomedical, die Aktie legte aber dennoch um 3,2 Prozent zu.

   Mit Aufschlägen reagierten MLP auf die Aufnahme in den SDAX. Zum Schlusskurs am Dienstag ersetzen sie dort die Aktien der GfK, deren Streubesitzanteil wegen der Übernahme durch Acceleratio Capital auf unter 5 Prozent gefallen ist. MLP zogen um 3,4 Prozent an, GfK gaben dagegen um 4,3 Prozent nach.

=== Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung stand absolut in % seit Jahresbeginn Euro-Stoxx-50 3.437,48 -10,93 -0,3% +4,5% Stoxx-50 3.135,39 -6,60 -0,2% +4,2% Stoxx-600 377,68 -0,64 -0,2% +4,5% XETRA-DAX 12.052,90 -42,34 -0,4% +5,0% FTSE-100 London 7.429,81 +4,85 +0,1% +4,0% CAC-40 Paris 5.012,16 -17,08 -0,3% +3,1% AEX Amsterdam 515,09 -1,15 -0,2% +6,6% ATHEX-20 Athen 1.719,45 +1,59 +0,1% -1,2% BEL-20 Brüssel 3.791,12 -8,74 -0,2% +5,1% BUX Budapest 32.357,88 -420,12 -1,3% +1,1% OMXH-25 Helsinki 3.825,51 +11,21 +0,3% +4,0% ISE NAT. 30 Istanbul 111.666,64 +533,26 +0,5% +16,9% OMXC-20 Kopenhagen 914,02 +1,06 +0,1% +3,4% PSI 20 Lissabon 4.613,88 +17,60 +0,4% -1,0% IBEX-35 Madrid 10.214,00 -31,80 -0,3% +9,2% FTSE-MIB Mailand 19.968,55 -105,73 -0,5% +3,8% RTS Moskau 1.121,08 +9,19 +0,8% -2,7% OBX Oslo 632,61 -0,37 -0,1% +2,4% PX-GLOB Prag 1.276,15 -1,66 -0,1% +6,5% OMXS-30 Stockholm 1.583,25 -1,72 -0,1% +4,4% WIG-20 Warschau 2.281,45 -15,52 -0,7% +17,1% ATX Wien 2.845,48 +3,93 +0,1% +8,7% SMI Zürich 8.695,04 -3,49 -0,0% +5,8%

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:14 Fr, 17:45 % YTD EUR/USD 1,0737 -0,31% 1,0771 1,0744 +2,1% EUR/JPY 120,9639 -0,31% 121,3448 121,10 -1,6% EUR/CHF 1,0718 -0,07% 1,0726 1,0718 +0,1% EUR/GBP 0,8695 +0,21% 0,8677 1,1528 +2,0% USD/JPY 112,67 +0,01% 112,66 112,71 -3,6% GBP/USD 1,2348 -0,53% 1,2413 1,2386 +0,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 48,35 48,78 -0,9% -0,43 -12,8% Brent/ICE 51,72 51,76 -0,1% -0,04 -10,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.233,23 1.230,59 +0,2% +2,64 +7,1% Silber (Spot) 17,42 17,40 +0,1% +0,02 +9,4% Platin (Spot) 970,95 965,30 +0,6% +5,65 +7,5% Kupfer-Future 2,66 2,69 -1,1% -0,03 +5,8% === Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

   DJG/thl/ros

   (END) Dow Jones Newswires

   March 20, 2017 13:09 ET (17:09 GMT)

   Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 09 PM EDT 03-20-17

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19.09.2018Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets
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03.09.2018Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
31.08.2018Deutsche Bank NeutralUBS AG
19.09.2018Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets
13.09.2018Deutsche Bank UnderweightMorgan Stanley
10.09.2018Deutsche Bank SellSociété Générale Group S.A. (SG)
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