MÄRKTE EUROPA/Weiter Aufwärts - Börsianer setzen auf positive Signale aus Peking

14.05.26 10:03 Uhr

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DOW JONES--Nach den Gewinnen am Vortag geht es an den europäischen Aktienmärkten am Donnerstag weiter nach oben. Während in Deutschland und an den meisten anderen Börsen gehandelt wird, bleiben in Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und der Schweiz die Börsen wegen des Christi Himmelfahrt-Feiertags geschlossen. Der Handel dürfte daher ausgedünnt sein.

Der DAX legt um 1,1 Prozent auf 24.393 Punkte zu, der Euro-Stoxx-50 hinkt etwas hinterher, er handelt 0,6 Prozent höher. Diverse Aktien werden am Berichtstag ex Dividende gehandelt, unter anderem Aixtron, BMW, Deutsche Börse, Deutz, Freenet, Heidelberg Materials und in London BP, GSK und HSBC. Während Dividendenabschläge in den Performance-Indizes der DAX-Familie berücksichtigt werden, ist dies bei Kursindizes, zu denen auch der Euro-Stoxx-50 gehört, nicht der Fall.

Technologiewerte liegen bei den Branchen wie erwartet an der Spitze, der Subindex steigt um 1 Prozent. An der Wall Street gehörten am Mittwoch Technologiewerte - allen voran aus dem Chipsektor - einmal mehr zu den Gewinnern. Dazu erhöhte Cisco Systems nachbörslich in den USA seine Umsatz- und Gewinnprognose, worauf der Kurs auf Nasdaq.com um fast 20 Prozent nach oben schoss. Das Unternehmen will außerdem Stellen abbauen und mehr Geld in KI-Investitionen stecken.

Klar im Fokus der Börsianer steht das Treffen der Präsidenten der USA und Chinas in Peking. Und die Erwartungen seien hoch, sagt Finanzanalyst Thomas Altmann von QC Partners. Der Markt setze auf verbesserte Wirtschaftsbeziehungen und eine Ausweitung des Handels zwischen den beiden Supermächten. Wo hohe Erwartungen vorherrschten, gebe es allerdings auch immer ein hohes Enttäuschungspotenzial. Angesichts der Allzeithochs an der Wall Street seien die Rückschlagrisiken im Fall enttäuschender Nachrichten aus China hoch.

Eine weitere Frage ist, ob US-Präsident Donald Trump bei seinem Pendant Xi Jinping Unterstützung findet im Hinblick auf die gesperrte Straße von Hormus. Die USA haben laut Außenminister Marco Rubio gegenüber der chinesischen Führung argumentiert, dass es in ihrem besten Interesse sei, bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu helfen. China habe Schiffe, die im Golf festsitzen, und sei bei der Energieversorgung auf die Region angewiesen. China hat unterdessen seinerseits signalisiert, dass die Taiwan-Frage das wichtigste Thema sei.

Bei den Ölpreisen tut sich zunächst wenig. Brent-Öl kostet 106,02 Dollar, etwas mehr als am Vortag. Am europäischen Anleihemarkt geht es nach dem leichten Anstieg der Renditen am Vortag wieder etwas nach unten. Die Strategen der Commerzbank weisen darauf hin, dass der US-Senat in der Nacht Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank bestätigt hat. Er trete sein Amt jedoch politischem Druck an, die Kreditkosten zu senken. Der von Präsident Trump nominierte Warsh erzielte dabei eine vergleichsweise knappe Mehrheit. Warsh hatte bei einer früheren Anhörung versichert, dass die Geldpolitik während seiner Amtszeit "streng unabhängig" bleiben werde. Der Euro verharrt auf dem zuletzt ermäßigten Niveau und kostet 1,1713 Dollar.

Die Berichtssaison der Unternehmen über den Jahresauftakt ist weitestgehend gelaufen, Impulse von dieser Seite sind kaum noch zu erwarten, nachdem es am Vortag noch einmal hoch hergegangen war.

Im Technologiesegment gewinnen STMicro, Infineon, Aixtron oder BE Semiconductor zwischen 1,4 und 2,7 Prozent. Einige Papiere von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle durch den Einsatz von KI als gefährdet eingeschätzt werden, geben dagegen nach. Temenos kommen in Zürich um 3,2 Prozent zurück, Der DAX-Wert Scout24 verliert 0,9 Prozent, Nemetschek büßen 0,4 Prozent ein.

Telefonica verteuern sich um 5 Prozent. Das Unternehmen ist auf Kurs seine Erwartungen für das Gesamtjahr zu erfüllen. Umsatz und operatives Ergebnis übertrafen jeweils die Erwartungen knapp. Den Ausblick hat der spanische Telekommunikationskonzern bestätigt.

Im DAX verteuern sich Siemens um 2,3 Prozent. Der Industriekonzern verstärkt sein Bahntechnologieportfolio durch die Übernahme mehrerer Kerngeschäfte der italienischen Bahntechnikfirma Mermec. Siemens erhofft sich Synergieeffekte.

Rheinmetall erholen sich nach der jüngsten Schwächephase um 3,6 Prozent zu. Ein Händler verweist auf ein Research von Bernstein. Die Analysten hätten zwar das Kursziel auf 1.900 Euro gesenkt, was allerdings deutlich über dem aktuellen Kurs von 1.161 Euro liege.

INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.897,94 +0,6 36,87 5.861,07 1,8

Stoxx-50 5.102,12 +0,4 19,80 5.082,32 3,7

DAX 24.393,42 +1,1 256,61 24.136,81 -0,4

MDAX 31.650,67 +0,8 250,26 27.039,42 3,4

TecDAX 3.805,01 +1,1 42,67 3.091,28 5,0

SDAX 18.462,63 +1,3 241,47 13.062,07 7,5

FTSE 10.332,56 +0,1 7,21 10.325,35 4,0

CAC 8.048,28 +0,5 40,31 8.007,97 -1,2

SMI 13.212,96 +0,7 93,43 13.119,53 -0,4

ATX 5.901,52 +0,3 14,98 5.886,54 10,8

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:05

EUR/USD 1,1712 +0,0 0,0002 1,1710 1,1733

EUR/JPY 184,92 0,0 0,0000 184,92 184,9500

EUR/CHF 0,9155 -0,0 -0,0002 0,9157 0,9168

EUR/GBP 0,8665 +0,1 0,0007 0,8658 0,8676

USD/JPY 157,85 0,0 0,0000 157,85 157,6200

GBP/USD 1,3514 -0,1 -0,0008 1,3522 1,3520

USD/CNY 6,7864 -0,1 -0,0044 6,7908 6,7920

USD/CNH 6,7859 0,0 0,0001 6,7858 6,7946

AUS/USD 0,7255 -0,0 -0,0003 0,7258 0,7227

Bitcoin/USD 79.832,10 +0,2 163,90 79.668,20 80.451,74

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 101,34 +0,3 0,32 101,02

Brent/ICE 106,04 +0,4 0,41 105,63

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.700,51 +0,3 13,07 4.687,44

Silber 87,13 -1,0 -0,85 87,98

Platin 2.129,21 -0,4 -8,19 2.137,40

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 14, 2026 04:03 ET (08:03 GMT)

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28.05.2026Infineon BuyDeutsche Bank AG
18.05.2026Infineon BuyCitigroup Corp.
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02.06.2026Infineon BuyJefferies & Company Inc.
01.06.2026Infineon BuyJefferies & Company Inc.
28.05.2026Infineon BuyDeutsche Bank AG
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15.05.2026Infineon OverweightJP Morgan Chase & Co.
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07.05.2026Infineon NeutralUBS AG
06.05.2026Infineon NeutralUBS AG
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09.06.2023Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
12.05.2023Infineon UnderperformJefferies & Company Inc.
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