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20.10.2021 09:51

MÄRKTE EUROPA/Wenig verändert - Flut von Unternehmenszahlen

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FRANKFURT (Dow Jones)--Inflation und Berichtssaison sind die dominierenden Themen an Europas Börsen am Mittwoch. Während von Unternehmensseite recht gute Zahlen vorgelegt werden, macht der Blick auf die anstehenden Inflationsdaten Sorgen: Regelrecht explodiert sind die deutschen Erzeugerpreise. "So etwas hat wohl niemand erwartet", sagt ein Händler. Denn mit einem Sprung von 14,2 Prozent zum Vorjahr sei selbst die sehr hohe Prognose von 12,7 Prozent noch deutlich übertroffen worden.

Der DAX gewinnt im frühen Geschäft 0,2 Prozent auf 15.541 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert unverändert bei 4.167. Im weiteren Verlauf werden noch die Verbraucherpreise aus Europa veröffentlicht. Das Problem steigender Inflation wird von der US-Notenbank nicht mehr durchgängig schöngeredet. So wies Fed-Gouverneur Christopher Waller darauf hin, dass die Inflation abkühlen müsse: "Die nächsten paar Monate sind kritisch für die Einschätzung, ob die hohen Inflationsraten, die wir gesehen haben, transitorisch sind", sagte er.

Nestle mit starkem organischem Wachstum

Die Geschäftszahlen von Nestle (+3,7%) sind besser als erwartet ausgefallen, wie die Analysten der Citigroup urteilen. Das organische Umsatzwachstum (OSG) lag in den ersten neun Monaten bei 7,6 Prozent, was impliziert, dass das OSG im dritten Quartal 300 Basispunkte über dem Konsens ausgefallen ist. Die Zahlen dürften am Markt für Erleichterung sorgen, nachdem zuletzt einige Wettbewerber enttäuscht hätten.

Starke Zahlen aus dem Bausektor hat am Vorabend Vinci (+2,5%) vorgelegt. Der französische Bau- und Infrastrukturkonzern profitiert von einer brummenden Baukonjunktur und hat die Gewinnprognose für 2021 erhöht.

Nach Drittquartalszahlen geht es für Kering gleich um 5 Prozent nach unten. Die Zahlen sind zwar insgesamt solide ausgefallen, die Anleget stören sich allerdings an der Entwicklung bei der Tochter Gucci.

Gut werden Umsatzzahlen zum dritten Quartal und die leicht erhöhte Jahresprognose beim Schweizer Pharmariesen Roche aufgenommen. Dennoch zeigen sich erste Kommentare recht hin- und hergerissen. "Wenn der Umsatzausblick positiver wird, sich aber auf die Diagnostik-Sparte mit ihren Corona-Tests stützt, bleibt die Frage, wie lange das noch nachgefragt wird", kommentiert ein Händler. Gerade nach dem Rückschlag mit der Anti-Corona-Pille dürfe der Markt hier vorsichtig sein. Roche notieren im frühen Handel unverändert.

Als im Rahmen der Erwartungen liegend beschreibt die Citigroup die Drittquartalszahlen der Deutschen Börse. Die Umsätze entsprächen den Erwartungen, das EBITDA habe sich leicht besser als geschätzt entwickelt. Ein starkes Wachstum bei ISS habe die relative Schwäche bei Eurex und Clearstream ausgeglichen. Die Ergebnisbeiträge aus Beteiligungen hätten sich zum zweiten Mal in Folge ebenfalls besser als erwartet entwickelt. Das Unternehmen hat die Prognose bestätigt. Nach einer guten Vortagesentwicklung geben Deutsche Börse 0,6 Prozent nach.

Bremsspuren durch steigende Kosten bei Akzo Nobel

Ordentliche Zahlen zum dritten Quartal hat Akzo Nobel (-1,7%) aus den Niederlanden vorgelegt. Umsatz und Gewinn erholten sich weiter, erreichten aber noch nicht das Vorjahresniveau. "Deutlich sichtbar werden hier aber die Bremsspuren durch steigende Rohstoff- und Logistikkosten", kommentiert ein Händler. Akzo habe einen großen Teil davon an den Kunden durch Preiserhöhungen weiterreichen können, aber trotzdem bleibe die Belastung an der Margenentwicklung erkennbar.

Die Geschäftszahlen von Sartorius (-3,8%) sind nach Einschätzung von Berenberg besser als erwartet ausgefallen. Allerdings habe das Unternehmen die Ziele nur bestätigt, was an der Börse negativ aufgenommen werden könnte. Dort habe man über eine erneute Zielanhebung spekuliert, nachdem das Unternehmen die Ziele in den vergangenen Quartalen mehrfach angehoben habe.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.167,94 +0,0% 1,11 +17,3%

Stoxx-50 3.620,73 +0,2% 8,52 +16,5%

DAX 15.537,49 +0,1% 21,66 +13,3%

MDAX 34.597,69 +0,0% 7,33 +12,3%

TecDAX 3.739,52 -0,1% -2,41 +16,4%

SDAX 16.738,96 -0,1% -15,12 +13,4%

FTSE 7.208,77 -0,1% -8,76 +11,7%

CAC 6.664,03 -0,1% -5,82 +20,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,11 -0,01 +0,46

US-Zehnjahresrendite 1,65 +0,01 +0,73

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:03 Uhr Di, 17:32 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1621 -0,1% 1,1645 1,1637 -4,9%

EUR/JPY 132,94 -0,1% 133,39 132,93 +5,4%

EUR/CHF 1,0747 +0,1% 1,0763 1,0731 -0,6%

EUR/GBP 0,8437 +0,0% 0,8437 0,8431 -5,5%

USD/JPY 114,40 +0,0% 114,54 114,23 +10,8%

GBP/USD 1,3774 -0,1% 1,3801 1,3803 +0,8%

USD/CNH (Offshore) 6,3912 +0,3% 6,3808 6,3726 -1,7%

Bitcoin

BTC/USD 63.933,25 -0,2% 63.821,26 62.524,26 +120,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 82,33 82,96 -0,8% -0,63 +72,1%

Brent/ICE 84,49 85,08 -0,7% -0,59 +66,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.775,55 1.769,15 +0,4% +6,40 -6,4%

Silber (Spot) 23,83 23,68 +0,6% +0,15 -9,7%

Platin (Spot) 1.048,78 1.043,68 +0,5% +5,10 -2,0%

Kupfer-Future 4,64 4,70 -1,3% -0,06 +31,8%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

October 20, 2021 03:51 ET (07:51 GMT)

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