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28.02.2019 12:12
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MÄRKTE EUROPA/Wenig verändert - Unternehmenszahlen im Blick

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FRANKFURT (Dow Jones)--Wenig verändert zeigen sich die Notierungen an Europas Börsen am Donnerstagmittag. Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 11.477 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert bei 3.282 praktisch unverändert. Das Scheitern der USA-Nordkorea-Gespräche wird bislang gut weggesteckt genauso wie schwächere Wirtschaftsdaten aus China. Stützend wirkt ein überraschend guter Konsum in Frankreich. Das dortige BIP wurde trotz Gelbwesten-Protesten im vierten Quartal nicht nach unten revidiert.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer hat derweil erklärt, die USA ließen ihre Drohung von 25-prozentigen Strafzöllen auf chinesische Produkte im Umfang von rund 200 Milliarden Dollar zunächst fallen, da man sich auf eine Vorgehensweise zum Erreichen eines Handelsdeals geeinigt habe. Thomas Altmann von QC Partner merkt derweil an, die Äußerungen von Lighthizer würden nur zeigen, dass ein Deal noch nicht in trockenen Tüchern ist und noch scheitern könnte.

Wichtig wird am Nachmittag die Veröffentlichung des US-BIP zum vierten Quartal werden. Es wird annualisiert mit 2,2 Prozent Plus erwartet. Daneben steht der Chicago-Einkaufsmanager-Index zur Veröffentlichung an.

Rolls-Royce-Zahlen von Trent-Problemen belastet - Aston Martin brechen ein

Nicht nur auf die Quartalszahlen ist das Kursminus von 2,8 Prozent bei British American Tobacco (BAT) zurückzuführen. Wie viele andere Titel im FTSE-Index leiden auch sie unter der fortgesetzten Pfund-Stärke. Zu den Zahlen kommentieren die Analysten von Jefferies, "alles in allem sehr solide". Vor allem gefällt ihnen die stärker als erwartete Marge. Die Guidance für 2019 hätte aber etwas detaillierter ausfallen können, dies dürfte aber beim Investorentag in einigen Wochen der Fall sein.

Um 3,2 Prozent tiefer geht es nach roten Zahlen vom britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce. Für das Gesamtjahr 2018 wurde trotz boomender Konjunktur bei Flugzeugbauern und Airline-Betreibern ein Minus vor Steuern von fast 3 Milliarden Pfund erzielt. Die Kosten für die Problembeseitung mit den Trent-Triebwerken musste der Hersteller selber tragen. Zudem zieht sich Rolls-Royce aus dem Wettbewerb um Boeings neues "New Midsize Airplane" (NMA) zurück.

Luxusautobauer Aston Martin brechen um 18,8 Prozent ein. Die Kosten für den Börsengang haben den Gewinn trotz steigenden Umsatzes aufgefressen. Gute Zahlen vom Brauereikonzern AB Inbev lassen die Aktien hingegen um fast 5 Prozent steigen. Zwar brach der Nettogewinn wegen Sondereffekten wie erwartet ein, beim bereinigten Gewinn (EBITDA) seien die Analystenerwartungen aber übertroffen worden, heißt es.

Bei ABB gefallen die Margen nicht

Beim Zeitarbeitsvermittler Adecco hinterlässt derweil die Konjunkturabkühlung Spuren, der Umsatz ging um 2 Prozent zurück. Entsprechend fallen die Aktien um 4,4 Prozent. Beim schweizerischen Maschinenbauer ABB geht es 1,9 Prozent tiefer. Hier werden die Margen kritisiert, der Auftragseingang ist aber nicht so schwach ausgefallen wie erwartet.

Vivendi profitieren von erneuten Spekulationen um ihre Musiksparte. Der Kurs gewinnt 4,1 Prozent. Am Markt heißt es, KKR und Tencent könnten ein Gebot für diese abgeben und sie mit 20 Milliarden Euro bewerten. Die Gerüchte seien nicht neu, würden jedoch immer konkreter werden.

Mit Blick auf deutsche Unternehmen gefällt der Ausblick von Kion. Auch die 2018er-Zahlen seien gut, und die Dividende werde stärker erhöht als erwartet. Kion legen 3,2 Prozent zu.

Bei Zalando werden Shorts geschlossen

Zalando springen sogar um 17,2 Prozent nach oben aufgrund massiver Short-Eindeckungen. "Die Zahlen sind überwiegend besser ausgefallen als erwartet, und auch der Ausblick sieht gut aus", so ein Händler. Zwar soll der Umsatz am unteren Rand der Spanne von 20 bis 25 Prozent wachsen, das entspreche aber den Analystenschätzungen.

Dürr laufen um 4,3 Prozent nach oben. "Die Zahlen liegen überwiegend über den Erwartungen", so ein Händler. Auch der Ausblick sei in Ordnung.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.281,67 -0,03 -1,10 9,34

Stoxx-50 3.016,36 -0,42 -12,57 9,29

DAX 11.465,44 -0,19 -21,89 8,58

MDAX 24.281,29 0,12 30,27 12,48

TecDAX 2.586,73 -0,21 -5,38 5,57

SDAX 10.772,36 -0,35 -37,95 13,28

FTSE 7.054,01 -0,75 -53,19 5,63

CAC 5.218,19 -0,14 -7,16 10,31

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,16 0,01 -0,08

US-Zehnjahresrendite 2,67 -0,01 -0,01

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.35 Uhr Mi, 17.04 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1412 +0,34% 1,1378 1,1386 -0,5%

EUR/JPY 126,38 +0,16% 126,03 126,19 +0,5%

EUR/CHF 1,1345 -0,34% 1,1351 1,1367 +0,8%

EUR/GBP 0,8576 +0,37% 0,8564 0,8535 -4,7%

USD/JPY 110,75 -0,18% 110,77 110,78 +1,0%

GBP/USD 1,3306 -0,01% 1,3285 1,3338 +4,3%

Bitcoin

BTC/USD 3.821,24 +1,22% 3.805,25 3.794,62 +2,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,57 56,94 -0,6% -0,37 +22,8%

Brent/ICE 65,85 66,39 -0,8% -0,54 +21,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.324,87 1.319,84 +0,4% +5,03 +3,3%

Silber (Spot) 15,80 15,80 -0,0% -0,00 +1,9%

Platin (Spot) 874,50 869,00 +0,6% +5,50 +9,8%

Kupfer-Future 2,95 2,96 -0,2% -0,01 +12,2%

===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

February 28, 2019 06:13 ET (11:13 GMT)

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