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17.04.2019 10:04
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MÄRKTE EUROPA/Wenig veränderter Start - Dt. Telekom im Minus

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FRANKFURT (Dow Jones)--Trotz guter Wirtschaftsdaten aus China sind Europas Börsen am Mittwoch wenig verändert in den Handel gestartet. Beim BIP im ersten Quartal ging es um 6,4 Prozent nach oben - die Prognose lag bei 6,3 Prozent. Die Produktion sprang sogar um 8,5 Prozent und damit mehr als zwei volle Prozentpunkte stärker als erwartet. Auch die chinesischen Einzelhandelsdaten fielen besser als gedacht aus. Allerdings scheinen nach der jüngsten Kursrally viele positive Nachrichten in den Kursen bereits eingepreist zu sein. Zudem rotierten Anleger aus defensiven und hinein in zyklische Werte. Der DAX gewinnt einige wenige Punkte auf 12.104, der Euro-Stoxx-50 notiert gut behauptet bei 3.465 Zählern.

Die Daten unterstreichen die Investmentthese, dass der Jahresstart von Marktteilnehmern als zu negativ eingestuft worden war. Der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, Larry Fink, sah sich daher am Vorabend zu der Aussage veranlasst, dass er einen Kurssprung nach oben als das größere Risiko ansehe als einen Kurseinbruch. Denn die Investoren säßen auf Bergen von Cash, die sie bislang noch nicht investiert hätten. Der plötzlich taubenhafte Kurs der Notenbanker habe für eine Knappheit an guten Anlagegelegenheiten gesorgt, die für einen globalen "Aufschwung" bei den Aktienkursen sorgen könnten, sagte Fink.

Roche nach Zahlen und Ausblick fester

Roche gewinnen im frühen Geschäft 0,5 Prozent. Das Pharma-Unternehmen hat besser als erwartet ausgefallene Umsatzdaten zum ersten Quartal vorgelegt und den Ausblick für das Gesamtjahr erhöht. "Einen erhöhten Ausblick hatte man nicht auf dem Radar", sagt ein Händler. Da zudem noch die Dividende etwas stärker als erwartet erhöht wird, sieht der Teilnehmer Aufwärtspotenzial. Der Umsatz im laufenden Jahr soll nun im mittleren einstelligen Bereich wachsen, zuvor hatte man nur mit dem unteren einstelligen Bereich gerechnet.

L'Oreal legen nach starken Geschäftszahlen nur leicht um 0,1 Prozent zu. Das Papier hatte sich bereits im Vorfeld sehr gut entwickelt. Auf vergleichbarer Basis sprang der Konzernumsatz um 7,7 Prozent an, und damit besser als erwartet. Positiv entwickelte sich das Geschäft in Asien und hier besonders China.

Mit Aufschlägen von 1,8 Prozent geht es für ASML kräftiger nach oben. Der Halbleiterhersteller hat den Ausblick bestätigt. "Das erste Quartal war zwar wie befürchtet schwach, hat aber nicht das Gesamtjahr verhagelt", sagt ein Händler. Insofern könne auch der Gewinn- und Umsatzrückgang noch als positiv interpretiert werden. Zudem gehe ASML selbst von einem wieder anziehenden Umsatz aus. Im DAX setzen Wirecard die jüngste Erholung fort und gewinnen 3,9 Prozent.

US-Justizministerium steht Fusion T-Mobile/Sprint kritisch gegenüber

Deutsche Telekom verlieren 1,8 Prozent. Hier belasten Presseberichte, wonach das US-Justizministerium einem Zusammenschluss von Sprint und T-Mobile US skeptisch gegenüberstehe. Die geplante Fusion könne so nicht durchgeführt werden, heißt es. Die kartellrechtliche Zustimmung zu dem geplanten Deal gilt als größter Stolperstein auf dem Weg zu einer Fusion. Der angedachte Zusammenschluss von AT&T und T-Mobile scheiterte seinerzeit ebenfalls am Widerstand der Behörden.

Nach Zahlenvorlage geben Danone 1 Prozent nach, Händler verweisen auf die Rotation aus defensiven Werten. Ericsson gewinnen dagegen 1,5 Prozent. Der schwedische Netzwerkausrüster habe sehr positiv überrascht mit einem deutlich stärkeren operativen Gewinn im ersten Quartal, heißt es im Handel. Commerzbank gewinnen 2,8 Prozent. Angeblich soll ING Interesse an einer Übernahme haben. Die Analysten von Jefferies äußern sich skeptisch. ING verlieren 0,3 Prozent.

ABB ziehen nach Zahlenausweis und dem überraschenden Rücktritt von CEO Ulrich Spiesshofer 5,1 Prozent an. Vontobel sieht darin indes kein Problem. Interim-CEO Peter Voser dürfte die Strategie des Vorgängers energisch fortsetzen, heißt es. Die Geschäftszahlen selbst sind in Ordnung. Nach einem schwachen vierten Quartal haben sich die Auftragseingänge in der ersten Periode kräftig erholt. Die EBITA-Marge ist laut den Analysten leicht über der Schätzung ausgefallen.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 3.465,06 0,05 1,70 15,45

Stoxx-50 3.154,21 -0,26 -8,20 14,28

DAX 12.103,86 0,02 2,54 14,63

MDAX 25.722,63 -0,20 -51,74 19,15

TecDAX 2.805,68 -0,39 -10,90 14,51

SDAX 11.669,03 -0,10 -11,24 22,71

FTSE 7.463,90 -0,08 -6,02 11,03

CAC 5.535,95 0,13 7,29 17,02

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,10 0,03 -0,15

US-Zehnjahresrendite 2,61 0,02 -0,07

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:42 Uhr Di, 17.20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1317 +0,27% 1,1307 1,1295 -1,3%

EUR/JPY 126,78 +0,29% 126,62 126,42 +0,8%

EUR/CHF 1,1404 +0,28% 1,1392 1,1363 +1,3%

EUR/GBP 0,8674 +0,31% 0,8657 0,8657 -3,6%

USD/JPY 112,02 +0,01% 111,99 111,94 +2,2%

GBP/USD 1,3046 -0,01% 1,3060 1,3045 +2,2%

Bitcoin

BTC/USD 5.220,00 +0,37% 5.216,26 5.059,26 +40,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,48 64,05 +0,7% 0,43 +38,6%

Brent/ICE 71,99 71,72 +0,4% 0,27 +31,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.279,28 1.276,57 +0,2% +2,71 -0,3%

Silber (Spot) 15,10 14,98 +0,8% +0,12 -2,6%

Platin (Spot) 889,55 881,00 +1,0% +8,55 +11,7%

Kupfer-Future 2,96 2,93 +1,0% +0,03 +12,2%

===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

April 17, 2019 04:04 ET (08:04 GMT)

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