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14.01.2019 17:58
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MÄRKTE EUROPA/Zurückhaltung vor Brexit-Abstimmung - MPS unter Druck

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FRANKFURT (Dow Jones)--Mit kleineren Kursverlusten sind Europas Börsen in die neue Woche gestartet. Die Anleger hielten sich zurück vor der Brexit-Abstimmung des britischen Unterhauses am Dienstagabend. Zur vorsichtigen Stimmung trugen zudem erneut schwache Wirtschaftsdaten aus China bei. Die Exporte gingen um 4,4 Prozent zurück im Dezember, Ökonomen hatten dagegen einen Anstieg von 2,5 Prozent erwartet. Schwach fielen auch die Daten zur europäischen Industrieproduktion für November aus.

Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass sich eine klare Mehrheit der Parlamentarier gegen den zwischen London und Brüssel ausgehandelten Vertrag aussprechen wird. Wie es danach weitergeht, ist derzeit vollkommen unklar. Mögliche Szenarien sind weitere Abstimmungen, ein Misstrauensvotum gegen May, ein zweites Referendum bis hin zu einer Fristverlängerung für den Austritt Großbritanniens aus der EU. Der DAX verlor 0,3 Prozent auf 10.856 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab 0,5 Prozent auf 3.055 nach.

Citi eröffnet Berichtssaison in den USA - MPS mit neuen (alten) Problemen

Derweil hat die Citigroup mit Bekanntgabe der Zahlen für das vierte Quartal die Berichtssaison in den USA eröffnet. Diese fielen durchwachsen aus. Der Gewinn je Aktie von 1,64 Dollar lag deutlich über den Konsensschätzungen. Allerdings waren die Einnahmen um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen. Der Gewinn wurde gestützt von einer niedrigeren Steuerquote sowie gefallenen Kosten. Nachdem die Aktie zunächst vorbörslich unter Druck geraten war, notierte sie zu Börsenschluss in Europa an der Wall Street deutlich fester.

Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) verloren 10,2 Prozent. Die EZB hat in einem Schreiben an die italienische Bank auf deren schwache Kapitalisierung, Gewinnentwicklung und Probleme bei der Rekapitalisierung hingewiesen. Die EZB hat MPS zudem aufgefordert, mehr Rücklagen für faule Kredite zu bilden. MPS wurde im vergangenen Jahr vom italienischen Staat durch Investitionen in Milliardenhöhe vor dem Aus gerettet. Zuletzt ist Banca Carige in eine Schieflage geraten, auch hier könnte es zu einem staatlichen Bailout kommen.

Andauernde Spekulation über Fusion von Coba und Deutsche Bank

Nachrichtlich weiter im Fokus standen die angeblichen Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank. "Wo Rauch ist, ist auch Feuer", sagte ein Händler über die zunehmende Frequenz von Meldungen und Indizien zu diesem Thema, zuerst aufgebracht von der FAZ. So soll es im Jahr 2018 allein 23 Treffen zwischen Bankvertretern und Finanzministerium gegeben haben. "Zwei Truthähne machen (aber) noch keinen Adler", fasste der Händler die Skepsis im Markt zusammen. Deutsche Bank gewannen 0,1 Prozent, Commerzbank verloren 1,3 Prozent.

Nach Bekanntgabe des Ausblicks ging es für Continental kräftig um 3 Prozent nach oben. Und das, obgleich dieser laut Evercore ernüchternd ausgefallen ist. Es wird ein Umsatz von 45 bis 47 Milliarden in Aussicht gestellt und eine Marge von 8 bis 9 Prozent, woraus sich eine sehr weite Spanne für die EBIT-Schätzung von 3,6 bis 4,2 Milliarden Euro ergebe. Dem stehe eine Konsensschätzung von 4,3 Milliarden gegenüber. Unerwartet kommt der schwache Ausblick allerdings nicht, auch scheint viel Negatives bereits eingepreist.

Lufthansa mit Treibstoffkostenprognose fester

Nach einer Abstufung aus dem Hause UBS ging es für Beiersdorf um 2,4 Prozent nach unten. Leicht positiv wurden im Handel die Aussagen der Lufthansa zu geringeren Treibstoffkosten aufgenommen. Im Jahr 2019 sollen sie nur von 6,1 auf 6,3 Milliarden Euro steigen, bislang hatte die Airline einen deutlicheren Anstieg auf 7,0 Milliarden Euro erwartet. Für die Aktie ging es um 1,2 Prozent nach oben.

Dialog Semiconductor (plus 1,9 Prozent) hat im vierten Quartal weniger umgesetzt als im Vorjahresquartal, liegt damit aber noch innerhalb der ausgegebenen eigenen Prognosebandbreite, wenngleich am unteren Rand. Nach Bekanntgabe von Erstquartalszahlen gaben Carl Zeiss Meditec leicht um 0,2 Prozent nach. Unmittelbar vor Börsenschluss warnte dann die Deutsche Beteiligungs AG vor einem schwachen ersten Quartal - die Aktie verlor 3,2 Prozent.

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. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung

. stand absolut in % seit

. Jahresbeginn

Europa Euro-Stoxx-50 3.055,18 -14,86 -0,5% +1,8%

. Stoxx-50 2.816,02 -16,60 -0,6% +2,0%

. Stoxx-600 347,51 -1,69 -0,5% +2,9%

Frankfurt XETRA-DAX 10.855,91 -31,55 -0,3% +2,8%

London FTSE-100 London 6.849,71 -68,47 -1,0% +2,8%

Paris CAC-40 Paris 4.762,75 -18,59 -0,4% +0,7%

Amsterdam AEX Amsterdam 494,99 -3,65 -0,7% +1,5%

Athen ATHEX-20 Athen 1.677,29 -8,20 -0,5% +4,3%

Brüssel BEL-20 Bruessel 3.394,55 -17,18 -0,5% +4,7%

Budapest BUX Budapest 40.667,65 -218,41 -0,5% +3,9%

Helsinki OMXH-25 Helsinki 3.873,75 -17,40 -0,4% +5,1%

Istanbul ISE NAT. 30 Istanbul 115.741,37 +583,05 +0,5% +1,2%

Kopenhagen OMXC-20 Kopenhagen 913,23 -19,61 -2,1% +2,4%

Lissabon PSI 20 Lissabon 4.958,60 -8,09 -0,2% +4,6%

Madrid IBEX-35 Madrid 8.818,60 -58,50 -0,7% +3,3%

Mailand FTSE-MIB Mailand 19.171,48 -118,61 -0,6% +5,3%

Moskau RTS Moskau 1.147,16 -1,59 -0,1% +7,6%

Oslo OBX Oslo 775,90 -2,97 -0,4% +4,9%

Prag PX Prag 1.001,15 -10,29 -1,0% +1,5%

Stockholm OMXS-30 Stockholm 1.458,13 -7,30 -0,5% +3,5%

Warschau WIG-20 Warschau 2.327,66 -7,44 -0,3% +2,2%

Wien ATX Wien 2.878,61 -25,22 -0,9% +6,0%

Zürich SMI Zuerich 8.760,32 -67,90 -0,8% +3,9%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,23 -0,01 -0,01

US-Zehnjahresrendite 2,69 -0,01 0,01

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 7.42 Uhr Fr, 17.36 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1476 +0,11% 1,1474 1,1472 +0,1%

EUR/JPY 124,21 -0,16% 124,05 124,27 -1,2%

EUR/CHF 1,1255 -0,24% 1,1290 1,1276 -0,0%

EUR/GBP 0,8921 +0,09% 0,8932 0,8942 -0,9%

USD/JPY 108,23 -0,26% 108,11 108,34 -1,3%

GBP/USD 1,2864 +0,01% 1,2846 1,2832 +0,8%

Bitcoin

BTC/USD 3.664,75 +4,47% 3.541,50 3.646,25 -1,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 51,14 51,59 -0,9% -0,45 +12,6%

Brent/ICE 59,98 60,48 -0,8% -0,50 +10,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.290,47 1.287,49 +0,2% +2,98 +0,6%

Silber (Spot) 15,62 15,60 +0,2% +0,03 +0,8%

Platin (Spot) 802,70 810,35 -0,9% -7,65 +0,8%

Kupfer-Future 2,63 2,66 -1,3% -0,03 -0,1%

.===

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 14, 2019 11:59 ET (16:59 GMT)

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

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Fusionsspekulationen
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Die neuesten Fusionsspekulationen zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank haben die Aktien der beiden Kreditinstitute wieder in den Fokus der Anleger gerückt. Nun stellt sich jedoch heraus, dass dieser Zusammenschluss wahrscheinlich nie zustande kommen wird.

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21.01.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
18.01.2019Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
18.01.2019Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets
16.01.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
14.01.2019Deutsche Bank VerkaufenIndependent Research GmbH
24.10.2018Deutsche Bank buyequinet AG
30.08.2018Deutsche Bank buyequinet AG
24.05.2018Deutsche Bank kaufenDZ BANK
24.05.2018Deutsche Bank buyequinet AG
27.04.2018Deutsche Bank buyequinet AG
21.01.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
18.01.2019Deutsche Bank NeutralCredit Suisse Group
16.01.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
09.01.2019Deutsche Bank NeutralUBS AG
28.12.2018Deutsche Bank HaltenDZ BANK
18.01.2019Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets
14.01.2019Deutsche Bank VerkaufenIndependent Research GmbH
14.01.2019Deutsche Bank UnderweightMorgan Stanley
10.01.2019Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets
09.01.2019Deutsche Bank UnderweightMorgan Stanley

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