09.08.2022 22:14

MÄRKTE USA/Abgaben - Micron-Prognosesenkung belastet Tech-Sektor

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NEW YORK (Dow Jones)--Mit Abgaben hat die Wall Street am Dienstag den Handel beendet. Es habe insgesamt Zurückhaltung im Vorfeld der US-Verbraucherpreise für Juli geherrscht, die am Mittwoch bekannt gegeben werden, hieß es. Hier erhoffen sich Anleger Hinweise über das weitere Zinstempo der US-Notenbank. Die klar über Erwartung gestiegenen Lohnstückkosten ließen den Markt derweil kalt. Und das obwohl die Daten ein mögliches Indiz dafür sind, dass die Verbraucherpreise auch höher ausfallen könnten.

Der Technologie-Sektor gab mit der Prognose-Senkung von Chip-Hersteller Micron (-3,7%) deutlicher nach. Das Unternehmen hat seine Umsatzprognose für das vierte Geschäftsquartal wegen einer schwachen Nachfrage nach Computer-Chips gesenkt. Zudem werden für das laufende und auch das folgende Quartal herausfordernde Marktbedingungen erwartet. Erst am Vortag hatte Chip-Hersteller Nvidia den Markt mit schwachen vorläufigen Ergebnissen für das zweite Quartal verschreckt. Der Halbleiter-Sektor im S&P-500 war mit einem Minus von 3,9 Prozent erneut Schlusslicht. Die Nvidia-Aktie verlor nach den Abgaben am Vortag weitere 4,0 Prozent.

Der Dow-Jones-Index reduzierte sich um 0,2 Prozent auf 32.774 Punkte. Der S&P-500 verzeichnete ein Minus von 0,4 Prozent und der Nasdaq-Composite verlor 1,2 Prozent. Dabei standen den 1.059 (Montag: 2.152) Kursgewinnern, 2.174 (1.075) -verlierer gegenüber. Den Handel unverändert schlossen 168 (163) Titel.

Zach Stein, Chief Investment Officer bei der Anlageberatungsfirma Carbon Collective, sagte, es gebe am Markt die Überzeugung, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. "Aber selbst wenn dies der Fall sein sollte, wird die Inflation noch einige Zeit hoch bleiben, da die Probleme in der Versorgungskette fortbestehen und der Krieg in der Ukraine, der zu erheblichen Schwankungen bei den Energiepreisen geführt hat, immer noch eine Menge Instabilität mit sich bringt", so Stein. "Es wird Jahre dauern, bis die Inflation wieder auf das 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve zurückgeht", fügte er hinzu.

Dollar leicht unter Druck

Der Dollar gab leicht nach, der Dollar-Index reduzierte sich um 0,1 Prozent. Der Greenback befand sich vor den anstehenden US-Inflationsdaten in einer Warteschleife, so Devisen-Analyst Ivan Asensio von der Silicon Valley Bank. Höher als erwartete Daten dürften die Zinserwartungen weiter antreiben, was die Stimmung an den Aktienmärkten weiter trüben und den Dollar steigen lassen könnte. Schwächere Daten könnten dem Markt jedoch signalisieren, dass eine weiche Landung der US-Konjunktur möglich ist - ein ermutigendes Zeichen für die Aktienmärkte, das beim Dollar für Abgaben sorgen dürfte.

Anleihen gaben nach der leichten Erholung am Vortag wieder nach. Die Rendite zehnjähriger Titel stieg um 3,6 Basispunkte auf 2,79 Prozent. Auch hier sind die Blicke auf die US-Verbraucherpreise gerichtet. Für die nächste Sitzung der US-Notenbank wird von einer weiteren Zinsanhebung um 75 Basispunkte ausgegangen.

Die Ölpreise zeigten sich nach der leichten Erholung am Vortag wenig verändert. Anhaltende Sorgen wegen der wirtschaftlichen Aussichten belasteten weiter. Durch den südlichen Strang der Druschba-Pipeline fließt nach Angaben der Betreiberfirma Transneft seit Donnerstag kein russisches Erdöl mehr nach Europa, was die Preise etwas stützte.

Der Goldpreis legte moderat zu und erreichte zwischenzeitlich das höchste Niveau seit Ende Juni. Die Blicke seien gespannt auf die US-Inflationsdaten am Mittwoch gerichtet, hieß es.

Novavax nach Zahlen deutlich unter Druck

Der US-Impfstoffhersteller Novavax hat im zweiten Quartal überraschend den Verlust ausgeweitet, deutlich weniger umgesetzt als erwartet und die Umsatzprognose für das Gesamtjahr halbiert. Der Kurs brach um 29,6 Prozent ein. Im Gefolge fielen Moderna und Biontech um 6,5 bzw. 7,1 Prozent.

Turtle Beach stürzten um 31,8 Prozent ab. Der Verwaltungsrat hat sich gegen einen Verkauf des Unternehmens entschieden. Dazu gesellten sich Geschäftszahlen unter Markterwartung. Auch der Ausblick des Herstellers von Kopfhörern und anderen elektronischen Geräten fiel schwach aus.

Der Medienkonzern News Corp hat in seinem vierten Geschäftsquartal von einer andauernden Stärke im Anzeigengeschäft und dem schnellen Wachstum der Wall-Street-Journal-Muttergesellschaft Dow Jones & Co profitiert. Der Kurs kletterte um 5,2 Prozent. Zu dem Medienunternehmen gehören neben dem Wall Street Journal auch Nachrichtenorganisationen in Großbritannien und Australien und diese Nachrichtenagentur.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 32.774,41 -0,2% -58,13 -9,8%

S&P-500 4.122,47 -0,4% -17,59 -13,5%

Nasdaq-Comp. 12.493,93 -1,2% -150,53 -20,1%

Nasdaq-100 13.008,17 -1,1% -151,00 -20,3%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 3,25 +5,0 3,20 252,1

5 Jahre 2,97 +5,6 2,91 170,7

7 Jahre 2,89 +4,4 2,85 145,1

10 Jahre 2,79 +3,6 2,76 128,2

30 Jahre 3,01 +2,0 2,99 110,8

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 9:05 Uhr Mo, 17:22 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0209 +0,1% 1,0205 1,0217 -10,2%

EUR/JPY 137,94 +0,2% 137,65 137,48 +5,4%

EUR/CHF 0,9738 -0,0% 0,9735 1,0489 -6,1%

EUR/GBP 0,8455 +0,2% 0,8446 0,8433 +0,6%

USD/JPY 135,14 +0,1% 134,91 134,54 +17,4%

GBP/USD 1,2073 -0,1% 1,2080 1,2115 -10,8%

USD/CNH (Offshore) 6,7551 -0,1% 6,7607 6,7587 +6,3%

Bitcoin

BTC/USD 23.061,69 -3,3% 23.831,16 24.093,25 -50,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 90,65 90,76 -0,1% -0,11 +26,7%

Brent/ICE 96,42 96,65 -0,2% -0,23 +29,5%

GAS VT-Schluss +/- EUR

Dutch TTF 195,53 191,00 +1,3% 2,47 +215,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.794,18 1.789,00 +0,3% +5,18 -1,9%

Silber (Spot) 20,54 20,67 -0,6% -0,13 -11,9%

Platin (Spot) 936,80 943,93 -0,8% -7,13 -3,5%

Kupfer-Future 3,58 3,59 -0,1% -0,00 -19,1%

YTD zu Vortagsschluss

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros

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