finanzen.net
08.02.2019 22:12
Bewerten
(0)

MÄRKTE USA/Dow erobert im Verlauf 200-Tage-Linie zurück

DRUCKEN

NEW YORK (Dow Jones)--Das Geschäft an der Wall Street ist am Freitag verhalten verlaufen. Nach deutlichen Verlusten im frühen Geschäft erholten sich die Indizes aber von ihren Tagestiefs und drehten teilweise noch leicht ins Plus. Der Dow-Jones-Index war nur vorübergehend unter die 200-Tagelinie gefallen. Die Anleger blieben aber skeptisch mit Blick auf den endlos schwelenden Handelskonflikt zwischen Amerika und China in Verbindung mit steigenden Wachstumssorgen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag mitgeteilt, dass er keine Pläne habe, seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping vor Ablauf des Stillhalteabkommens am 1. März zu treffen. Als einen kleinen Lichtblick bezeichneten Händler aber Meldungen, wonach die USA nach dem 1. März die bestehenden Zölle auf chinesische Importe zunächst bei 10 Prozent belassen und nicht wie vielfach angedroht auf 25 Prozent anheben wollen.

Der Dow-Jones-Index verlor 0,3 Prozent auf 25.106 Punkte. Für den S&P-500 ging es dagegen um 0,1 Prozent auf 2.708 Punkte nach oben. Der Nasdaq-Composite gewann 0,1 Prozent auf 7.298 Punkte. Der Umsatz fiel auf 831 (Donnerstag: 943) Millionen Aktien. Dabei standen sich an der Nyse 1.414 (922) Kursgewinner und 1.523 (2.024) -verlierer gegenüber, während 94 (97) Titel unverändert schlossen.

"Bislang waren die Märkte optimistisch, dass trotz wenig solider Indizien ein Handelsabkommen erreicht wird. Trumps Haltung strapaziert nun aber die Nerven der Investoren nur wenige Wochen vor Ablauf der Frist", sagte Analyst Jasper Lawler von London Capital Group. Da die US-Berichtssaison langsam auslaufe, gelte die Aufmerksamkeit wieder verstärkt dem Dauerthema Handel. Ohne die Aussicht auf ein Abkommen habe dies einen negativen Effekt auf die Kapitalströme am Aktienmarkt, ergänzte der Experte.

Berichtsperiode läuft aus

Die auslaufende Berichtsperiode lieferte Geschäftsberichte von einigen Nachzüglern. Hasbro fielen um 0,9 Prozent. Der Spielwarenhersteller hat im Weihnachtsquartal bei Umsatz und Gewinn die Markterwartungen verfehlt. Als Grund nannte der Konzern die Insolvenz von Toys 'R' Us und das sich verändernde Einzelhandelsumfeld. Die Wettbewerbertitel von Mattel sprangen dagegen um 23 Prozent nach oben, nachdem der Spielwarenanbieter überraschend die Rückkehr in die Gewinnzone im vierten Quartal vermeldet hat.

Bei Expedia überzeugte der Ausblick, aber auch die Viertquartalszahlen des Reiseportalbetreibers fielen besser als erwartet aus. Der Kurs zog um 2,3 Prozent an. Motorola Solutions schnellten um 14 Prozent empor. Das Unternehmen hat im vierten Quartal mit Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertroffen und für das laufende Jahr eine Steigerung des bereinigten Gewinns in Aussicht gestellt.

Forescout Technologies verteuerten sich um knapp 18 Prozent. Das Cybersicherheit-Unternehmen hat im vierten Quartal besser abgeschnitten als erwartet und einen optimistischen Ausblick gegeben. Dunkin' Brands legten um 1,1 Prozent zu. Der Betreiber der Ketten Dunkin' Donuts und Baskin-Robbins hat im Schlussquartal 2018 zwar mehr verdient als erwartet und auch die Dividende erhöht, doch enttäuschte der Umsatz.

Sichere Häfen bleiben attraktiv

In dem vorsichtigen Finanzmarktumfeld blieben US-Rentenpapiere gesucht. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel um weitere 2,5 Basispunkte auf 2,63 Prozent. Albert Edwards, Analyst der Societe Generale, sieht die Renditen weiter sinken. Er schließt selbst negative Renditen nicht mehr aus, sollten die USA in die Rezession fallen.

Am Devisenmarkt tat sich nicht viel, die wichtigsten Währungspaare handelten in einer engen Spanne. Der Dollar hatte seine beste Woche seit August, der ICE-Dollarindex verbuchte einen Wochenaufschlag von 1,1 Prozent. Der Wochenanstieg des Dollar dürfte damit zusammenhängen, dass US-Präsident Trump nun doch nicht vor dem 1. März mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zusammentreffen werde, sagten die MUFG-Analysten. Der Greenback werde als sicherer Anlagehafen in unsicheren Zeiten anderen Währungen vorgezogen.

Nach dem Preisverfall des Vortages erholten sich die Erdölpreise moderat. US-Leichtöl der Sorte WTI legte 0,2 Prozent zu auf 52,72 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent um 0,7 Prozent auf 62,06 Dollar je Fass. Dennoch hat der Ölmarkt einen deutlichen Wochenverlust von 5 Prozent verbucht. Die Nachfragesorgen bestünden unverändert weiter angesichts der trüben Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft, hieß es.

Der Goldpreis profitierte unverändert von sinkenden Wachstumsaussichten in Verbindung mit nachgebenden Rentenrenditen und Zinserwartungen, die das zinslose Edelmetall attraktiver erscheinen lassen. Die Feinunze legte um 0,3 Prozent auf 1.314 Dollar zu.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.106,26 -0,25 -63,27 7,63

S&P-500 2.707,89 0,07 1,84 8,02

Nasdaq-Comp. 7.298,20 0,14 9,85 9,99

Nasdaq-100 6.913,13 0,12 8,15 9,21

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,46 -1,2 2,48 126,1

5 Jahre 2,44 -2,4 2,47 51,9

7 Jahre 2,53 -2,0 2,55 28,4

10 Jahre 2,63 -2,5 2,66 18,8

30 Jahre 2,97 -2,2 3,00 -9,4

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:41 Do, 17:35 % YTD

EUR/USD 1,1323 -0,17% 1,1340 1,1356 -1,2%

EUR/JPY 124,30 -0,17% 124,42 124,50 -1,1%

EUR/CHF 1,1323 -0,41% 1,1358 1,1357 +0,6%

EUR/GBP 0,8753 -0,04% 0,8761 0,8757 -2,7%

USD/JPY 109,77 -0,00% 109,72 109,65 +0,1%

GBP/USD 1,2937 -0,14% 1,2943 1,2968 +1,4%

Bitcoin

BTC/USD 3.626,75 +7,80% 3.357,25 3.366,25 -2,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 52,74 52,64 +0,2% 0,10 +15,4%

Brent/ICE 62,06 61,63 +0,7% 0,43 +14,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.314,44 1.310,12 +0,3% +4,32 +2,5%

Silber (Spot) 15,83 15,73 +0,6% +0,10 +2,1%

Platin (Spot) 799,50 797,50 +0,3% +2,00 +0,4%

Kupfer-Future 2,81 2,83 -0,7% -0,02 +6,8%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

(END) Dow Jones Newswires

February 08, 2019 16:13 ET (21:13 GMT)

Nachrichten zu Motorola Solutions Inc.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Motorola Solutions Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
05.11.2018Motorola Solutions HoldGabelli & Co
04.08.2017Motorola Solutions OutperformBMO Capital Markets
06.02.2017Motorola Solutions BuyGabelli & Co
14.10.2016Motorola Solutions OutperformBMO Capital Markets
09.05.2016Motorola Solutions NeutralMKM Partners
04.08.2017Motorola Solutions OutperformBMO Capital Markets
06.02.2017Motorola Solutions BuyGabelli & Co
14.10.2016Motorola Solutions OutperformBMO Capital Markets
25.02.2016Motorola Solutions BuyArgus Research Company
07.05.2015Motorola Solutions BuyGabelli & Co
05.11.2018Motorola Solutions HoldGabelli & Co
09.05.2016Motorola Solutions NeutralMKM Partners
29.02.2016Motorola Solutions NeutralMKM Partners
07.12.2015Motorola Solutions HoldGabelli & Co
04.12.2015Motorola Solutions HoldDeutsche Bank AG
06.03.2013Motorola Solutions verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
29.03.2010Motorola ErsteinschätzungJP Morgan Chase & Co.
11.02.2010Motorola ausgestopptDer Aktionär
06.01.2010Motorola "underweight"Morgan Stanley
30.10.2009Motorola sellSociété Générale Group S.A. (SG)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Motorola Solutions Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht tiefrot ins Wochenende -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Commerzbank-Chef liebäugelt mit Fusion -- Chaos-Brexit vorerst abgewendet -- Nike, Ströer, Uber, Dürr, Hapag im Fokus

Allianz bietet auf Versicherungs-Sparten von BBVA. Nokia-Warnung vor Problemen bei Alcatel-Zukauf sorgen Anleger. ProSiebenSat.1-Aktie vor Mehrjahrestief. Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erstmals seit Herbst 2016 wieder negativ. Neuer Videodienst von Apple erwartet. RWE und E.ON im Aufwind.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
Die Top-Autos des Genfer Autosalon 2019
Das sind die Highlights
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
mehr Top Rankings

Umfrage

Nun ist es bestätigt: Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell eine Fusion aus. Glauben Sie, dass es tatsächlich dazu kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Euro am Sonntag
14:00 Uhr
Novartis bringt Alcon an die Börse
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
BayerBAY001
Apple Inc.865985
Daimler AG710000
Amazon906866
CommerzbankCBK100
Aurora Cannabis IncA12GS7
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
Allianz840400
TeslaA1CX3T
Siemens AG723610
Volkswagen (VW) AG Vz.766403