MÄRKTE USA/Enttäuschendes Treffen Trump/Xi schickt Börse ins Minus

15.05.26 18:00 Uhr

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DOW JONES--Mit kräftigen Verlusten zeigt sich die Wall Street zum Wochenausklang. Für den Dow-Jones-Index geht es gegen Mittag (Ortszeit New York) um 1,1 Prozent auf 49.509 Punkte nach unten. Der S&P-500 verliert 1,2 Prozent. Bei den Technologie-Werten fällt das Minus besonders kräftig aus. Die Nasdaq-Indizes büßen bis zu 1,5 Prozent ein. Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hat nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Zu den Themen Iran-Krieg, technologische Vorherrschaft und der Taiwan-Frage habe es keine Fortschritte gegeben, so UBS-Volkswirt Paul Donovan. Auch zur Straße von Hormus zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Die Ölpreise quittieren dies mit einem kräftigen Plus. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 3 Prozent auf rund 109 US-Dollar.

Dazu kommen die kräftig steigenden Renditen an den Anleihemärkten. Auslöser sind die jüngsten Preisdaten, die eine noch höhere Inflation zeigen als ohnehin wegen des Energiepreisschocks infolge des Iran-Kriegs schon erwartet. In den USA waren zuletzt die Verbraucher-, Erzeuger- und Importpreise höher als prognostiziert ausgefallen. Dies schürt weitere Spekulationen um mögliche Zinserhöhungen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erhöht sich um 13 Basispunkte auf 4,59 Prozent.

Der Dollar steigt - der Dollar-Index legt um 0,5 Prozent zu. Die andauernden Spannungen mit dem Iran und jüngste, unerwartet hohe Preisdaten schüren die Spekulation, dass die US-Notenbank zu Zinserhöhungen übergehen könnte. Der Markt preist eine Zinserhöhung bis März 2027 vollständig ein, wie Daten von LSEG zeigen.

Der Goldpreis gibt deutlicher nach. Die Feinunze reduziert sich um 2,4 Prozent auf 4.537 Dollar. Die Aussicht auf steigende Zinsen und der feste Dollar belasten.

Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Mai wider Erwarten gestiegen. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts erhöhte sich auf plus 19,6. Das ist der höchste Stand seit über vier Jahren. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 7,0 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei plus 11,0 gelegen. Auch die Industrieproduktion ist im April deutlicher gestiegen als prognostiziert.

Bei den Einzeltiteln zeigen sich vor allem die Werte aus dem Technologie-Sektor mit kräftigen Abgaben. Die hohen Erwartungen an das Trump/Xi-Treffen seien nicht erfüllt worden, heißt es. China hat nach Aussage von US-Präsident Trump trotz der Freigabe durch die USA keine H200-Chips von Nvidia gekauft. "Sie wollen versuchen, ihre eigenen zu entwickeln", so Trump. Die Erwartungen an einen Durchbruch waren gestiegen, nachdem sich Nvidia-Chef Jensen Huang einer Delegation hochkarätiger CEOs nach Peking angeschlossen hatte. Mit den Aktien von Nvidia geht es um 3,3 Prozent abwärts. Intel büßen 6,1 Prozent ein. Die Aktie des Börsenneulings und KI-Chipentwicklers Cerebras, die am Donnerstag bei ihrem Debüt um fast 70 Prozent nach oben geschossen war, fällt um 6,9 Prozent.

Applied Materials können sich der schlechten Stimmung nicht entziehen, obwohl das Unternehmen überraschend gute Zahlen für sein zweites Geschäftsquartal vorgelegt und einen optimistischen Ausblick gegeben hat. Die Aktie sinkt um 0,7 Prozent.

Der US-Investor Bill Ackman hat über seinen Hedgefonds Pershing Square eine Beteiligung an Microsoft aufgebaut. Damit wettet Ackman darauf, dass die massiven Investitionen des Softwaregiganten in Künstliche Intelligenz im derzeit schwächelnden Aktienkurs noch nicht angemessen berücksichtigt sind. Die Microsoft-Aktie steigt um 2,9 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

DJIA 49.509,01 -1,1 -554,45 50.063,46

S&P-500 7.413,92 -1,2 -87,32 7.501,24

NASDAQ Comp 26.238,99 -1,5 -396,23 26.635,22

NASDAQ 100 29.141,03 -1,5 -439,27 29.580,30

US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief

2 Jahre 4,08 +0,09 4,09 4,02

5 Jahre 4,26 +0,14 4,26 4,16

10 Jahre 4,59 +0,13 4,59 4,49

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:05

EUR/USD 1,1622 -0,4 -0,0046 1,1668 1,1709

EUR/JPY 184,49 -0,2 -0,3100 184,8 184,8400

EUR/CHF 0,915 +0,1 0,0006 0,9144 0,9161

EUR/GBP 0,8725 +0,2 0,0018 0,8707 0,8662

USD/JPY 158,72 +0,2 0,3700 158,35 157,8600

GBP/USD 1,3318 -0,6 -0,0081 1,3399 1,3514

USD/CNY 6,8092 +0,4 0,0241 6,7851 6,7908

USD/CNH 6,8158 +0,4 0,0294 6,7864 6,7876

AUS/USD 0,7147 -1,0 -0,0073 0,722 0,7256

Bitcoin/USD 79.152,26 -2,7 -2.227,56 81.379,82 79.780,76

ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 105,63 +4,4 4,46 101,17

Brent/ICE 109,13 +3,2 3,41 105,72

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.537,09 -2,4 -112,39 4.649,48

Silber 76,14 -8,8 -7,34 83,48

Platin 1.975,35 -3,9 -80,33 2.055,68

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

May 15, 2026 12:01 ET (16:01 GMT)

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