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01.11.2018 21:13
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MÄRKTE USA/Erholung bei Aktien weiter verfestigt - Trump-Tweet hilft

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NEW YORK (Dow Jones)--Die Erholungsrally der beiden Vortage an der Wall Street hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Nach anfangs noch zaghaften Zugewinnen haben die Indizes ihre Gewinne im Verlauf aus. Hilfreich war dabei ein Tweet von US-Präsident Donald Trump. Demnach hat er eine "lange und gute Konversation" mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping gehabt. Man habe über viele Themen gesprochen, wobei die Betonung stark auf dem Außenhandel gelegen habe.

Das schürte Fantasie über eine Annäherung im weiter schwelenden Handelsstreit beider Länder mit einer Reihe gegenseitiger Strafzölle. Zudem hatte Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow gesagt, dass Strafzölle auf sämtliche chinesische Importe noch abgewendet werden könnten.

Am Vortag hatten vor allem starke Facebook-Zahlen eine Rally bei Technologiewerten ausgelöst. Am Donnerstag warteten die Teilnehmer quasi auf eine Bestätigung durch Apple. Der iPhone-Hersteller öffnete seine Bücher nach dem Handelsende. Apple gehört wie Facebook der Gruppe der fünf sogenannten sehr populären FAANG-Aktien an, die als ein Art Herz des Technologiesegments gelten und somit richtungsweisenden Charakter haben. Die Apple-Aktie zeigte sich 1,5 Prozent fester.

Der Dow-Jones-Index stieg um 1,1 Prozent auf 25.381 Punkte, der S&P-500 legte ähnlich stark zu, die Nasdaq-Indizes zogen um bis zu 1,8 Prozent an. Damit verbuchte der Dow erstmals seit sechs Wochen wieder drei Tage in Folge mit Gewinnen - insgesamt legte er um 943 Punkte zu.

Umgesetzt wurden 1,0 (Mittwoch: 1,3) Milliarden Aktien. Auf 2.262 (1.806)Kursgewinner kamen 751 (1.205) -verlierer. Unverändert schlossen 67 (80) Titel.

Unsicherheitsfaktoren bleiben

Noch ist fraglich, ob es sich bei den jüngsten Kursavancen um mehr als nur eine technische Gegenbewegung nach dem Oktober-Absturz von rund 5 Prozent im Dow handelt. Denn die Sorgen wegen der Handelskonflikte sind nicht ausgeräumt und gestiegene Rohstoffpreise und Inflationsdruck hinterlassen Spuren in den Gewinnen mancher Unternehmen. Hinzu kommt das erhöhte Zinsniveau - Tendenz weiter steigend.

Dagegen verweisen Optimisten auf die weiter schwungvolle US-Konjunktur, getrieben vor allem von den Ausgaben der Verbraucher dank einer niedrigen Arbeitslosigkeit. Auch die Unternehmenszahlen seien insgesamt gut.

Neue Konjunkturdaten vom Tage sorgten kaum für Impulse. Sie waren gemischt ausgefallen. Der am meisten beachtete Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes im Oktober verfehlte die Erwartung zwar und fiel auf ein Siebenmonatstief; damit schürte er aber keine Zinserhöhungssorgen, obgleich er weiter auf einem hohen Niveau liegt - aus Aktienmarktsicht eine günstige Kombination.

Halbleiteraktien klare Tagessieger

Am Aktienmarkt wiesen Halbleiteraktien die größten Gewinne auf, ihr Subindex legte um rund 4 Prozent zu. Ein positives Signal für die Branche lieferte das niederländische Unternehmen NXP Semiconductors geliefert, dessen Aktie an der Nasdaq gelistet ist. Der Chiphersteller steigerte im dritten Quartal Umsatz und Bruttoergebnis. Die Aktie zog um über 12 Prozent an. AMD gewannen in diesem Sog 11 Prozent und Intel 2,9 Prozent.

Im Autosektor, dessen Subindex ein kleines Minus aufwies, bewegten die Okober-Absatzzahlen die Kurse. Ford verloren 2,7 Prozent. Der Autobauer verkaufte 3,9 Prozent weniger Fahrzeuge. Fiat Chrysler verteuerten sich nach 15,7 Prozent höheren Absätzen um 3,8 Prozent an. Für General Motors ging es um 0,3 Prozent nach unten. Das Unternehmen hatte keine Absatzzahlen berichtet.

Unter Druck stand die Spotify-Aktie nach dem Quartalsbericht des Musikstreamingdiensts. Er schrieb erstmals seit seiner Gründung schwarze Zahlen. Nachhaltig ist dies aber offenbar nicht, denn Spotify dürfte im laufenden Quartal wieder einen Verlust ausweisen und senkte die Prognose für das Kundenwachstum. Die Aktie verlor 5,7 Prozent.

Fitte Fitbit-Aktie

Teva Pharmaceutical reagierten mit einem Kurssprung von gut 15 Prozent auf die Vorlage von Drittquartalszahlen oberhalb der Konsenserwartung. Überdies wurde der Ausblick für das Gesamtjahr angehoben.

Der Chemiekonzern Dowdupont verdiente im dritten Quartal bereinigt mehr als erwartet und steigerte zudem den Umsatz um gut 30 Prozent kräftig. Für die Aktie ging es 8,1 Prozent nach oben.

Der Versicherer American International Group konnte seinen Nettoverlust eingrenzen gegenüber dem Vorjahr. Die Aktie gewann 4,4 Prozent.

Der Anbieter von Fitnessmessgeräten, Fitbit, übertraf im dritten Quartal die Erwartungen des Marktes und gab als Sahnehäubchen einen optimistischen Ausblick auf das wichtige Schlussquartal ab. Die Fitbit-Aktie macht einen Satz um über 25 Prozent nach oben.

Ölpreise rutschen weiter ab

Am Ölmarkt fielen die Preise weiter. Zunächst hatten sie noch seitwärts tendiert, ehe im Handelsverlauf wieder Verkaufsdruck aufkam. US-Öl kostete zuletzt 2,7 Prozent weniger, 63,51 Dollar je Fass. Damit ist es so billig wie zuletzt im Juni. Eine steigende US-Ölförderung bei zuletzt sechs Wochen in Folge gestiegenen Öl-Vorratsdaten stellten eine denkbar ungünstige Gemengelage dar, hieß es. Hinzu kamen Berichte, wonach auch die Opec im Oktober deutlich mehr Öl gefördert haben soll.

Der Euro konnte sich von seinen jüngsten Verlusten erholen und rückte auf knapp über 1,14 Dollar von 1,1320 am späten Vortag vor. Ein stützender Faktor war die wieder gestiegene Hoffnung auf einen Brexit-Deal, was auch dem Pfund kräftigen Auftrieb verlieh. Angeblich soll es bis zum 21. November eine Einigung geben.

Vom schwächelnden Dollar konnte das Gold profitieren. Die Feinunze verteuerte sich um 1,5 Prozent oder 18 Dollar auf 1.233.

Anleihen standen erneut im Schatten der guten Stimmung am Aktienmarkt. Daneben wurden sie etwas davon belastet, dass in der kommenden Woche im Zuge der US-Quartalsrefundierung ein Emissionsvolumen von 83 Milliarden Dollar ansteht. Dafür machen einige Anleger im Vorfeld Platz in ihren Depots. Für Kaufzurückhaltung sorgten außerdem die am Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten für Oktober mit potenziellen Signalen für die Zinsentwicklung. Die Zehnjahresrendite verharrte bei 3,14 Prozent.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.380,74 1,06 264,98 2,68

S&P-500 2.740,37 1,06 28,63 2,50

Nasdaq-Comp. 7.434,06 1,75 128,16 7,69

Nasdaq-100 7.069,17 1,47 102,08 10,52

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,84 -3,7 2,88 163,6

5 Jahre 2,96 -0,8 2,97 104,1

7 Jahre 3,06 -0,2 3,06 81,1

10 Jahre 3,14 -0,1 3,14 69,6

30 Jahre 3,38 -0,8 3,39 31,4

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.25 Uhr Mi, 17.56 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1407 +0,79% 1,1360 1,1313 -5,1%

EUR/JPY 128,56 +0,59% 128,16 127,72 -5,0%

EUR/CHF 1,1433 +0,19% 1,1417 1,1406 -2,4%

EUR/GBP 0,8775 -0,97% 0,8818 0,8870 -1,3%

USD/JPY 112,71 -0,20% 112,83 112,92 +0,1%

GBP/USD 1,2999 +1,77% 1,2882 1,2754 -3,8%

Bitcoin

BTC/USD 6.377,95 +0,8% 6.406,77 6.331,16 -53,3%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut

Deutschland 2 J. -0,63 -0,62 -0,02

Deutschland 10 J. 0,40 0,39 -0,03

USA 2 Jahre 2,84 2,88 0,95

USA 10 Jahre 3,14 3,14 0,73

Japan 2 Jahre -0,13 -0,12 0,01

Japan 10 Jahre 0,12 0,12 0,07

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 63,50 65,31 -2,8% -1,81 +9,4%

Brent/ICE 72,74 75,04 -3,1% -2,30 +15,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.232,76 1.215,31 +1,4% +17,46 -5,4%

Silber (Spot) 14,72 14,27 +3,1% +0,45 -13,1%

Platin (Spot) 859,60 838,65 +2,5% +20,95 -7,5%

Kupfer-Future 2,72 2,66 +2,4% +0,06 -18,8%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

November 01, 2018 16:12 ET (20:12 GMT)

Nachrichten zu Apple Inc.

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14.11.2018Apple buyUBS AG
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13.11.2018Apple market-performBernstein Research
12.11.2018Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
12.11.2018Apple buyUBS AG
14.11.2018Apple buyUBS AG
12.11.2018Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
12.11.2018Apple buyUBS AG
08.11.2018Apple overweightMorgan Stanley
06.11.2018Apple overweightMorgan Stanley
13.11.2018Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
13.11.2018Apple market-performBernstein Research
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10.09.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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