21.09.2021 14:10

MÄRKTE USA/Erholung nach kräftigem Rücksetzer erwartet

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NEW YORK (Dow Jones)--Nach dem stärksten Ein-Tages-Rückschlag der Wall Street seit vier Monaten ist am Dienstag Erholung angesagt. Getrieben wurden die Verkäufe am Montag von der Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande, der in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist. Chefmarktstratege Marko Kolanovic von JP Morgan spricht von einer "Überreaktion" und von technisch getriebenen Verkäufen in einem Umfeld geringer Liquidität. Kolanovic erwartet auch deshalb eine Erholung, weil die Delta-Variante des Corona-Virus auf dem Rückzug sei. Zudem geht er davon aus, dass die Unternehmen im dritten Quartal die Erwartungen übertreffen dürften.

Derweil heben Analysten an der Wall Street hervor, dass China Evergrande keine zweite Lehman sei. Die Lehman-Pleite war 2008 eine Ursache der Finanzkrise in den USA. "Ein echter 'Lehman-Moment' ist eine Krise ganz anderen Ausmaßes", sagen die Strategen von Barclays: "Dazu müsste es zu einem Streik der Kreditgeber in weiten Teilen des Finanzsystems kommen, zu einem starken Anstieg der Kreditnotlage außerhalb des Immobiliensektors und dazu, dass die Banken nicht gewillt sind, sich auf dem Interbankenmarkt zu begegnen. Und bei all dem müssten wir auch massive politische Fehler seitens der chinesischen Behörden sehen."

Die Sorgen um Evergrande kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da mehrere Experten zu Recht davor gewarnt haben, dass der September für US-Aktien nach einem ruhigen Sommer holprig werden könnte. Zudem beginnt am Dienstag der erste Teil einer zweitägigen Notenbank-Sitzung, die zu einer restriktiveren Zinsprognose führen könnte, und der Kongress ist bisher nicht bereit, die Schuldenobergrenze zu erhöhen, während er um eine Einigung über ein Paket von Infrastrukturausgaben ringt.

Lennar nach Zahlenausweis schwach

Für die Aktien von Lennar geht es im vorbörslichen US-Handel nach unten. Der US-Baukonzern verwies bei der Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal auf "beispiellose Herausforderungen in der Lieferkette". Daher sei die Anzahl der fertiggestellten Häuser leicht unter der erwarteten Spanne geblieben. Doch sei die Nachfrage weiterhin hoch, hieß es weiter. Die Aktie fällt um 3,1 Prozent.

Uber Technologies steigen dagegen um 3,9 Prozent. Das Unternehmen erwartet, im laufenden Quartal die Profitabilität zu erreichen - Monate früher als bisher gedacht. Die Aktie des Uber-Rivale Lyft legt um 1,9 Prozent zu.

Mit der wieder gestiegenen Risikofreude gibt der Dollar leicht nach. Der Dollarindex fällt um 0,1 Prozent. Auch der sichere Hafen Staatsanleihen wird nach den kräftigen Aufschlägen am Vortag nun verkauft, die Zehnjahresrendite steigt um 1,4 Basispunkte auf 1,32 Prozent.

Dagegen profitiert Öl von der besseren Stimmung am Aktienmarkt und zeigt sich erholt. Beim Goldpreis gibt es wenig Bewegung.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,22 0,0 0,22 10,1

5 Jahre 0,83 0,8 0,82 47,2

7 Jahre 1,13 1,1 1,12 47,7

10 Jahre 1,32 1,4 1,31 40,7

30 Jahre 1,87 1,7 1,85 22,0

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 08:33 Uhr Mo, 17:37 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1744 +0,1% 1,1736 1,1734 -3,8%

EUR/JPY 128,49 +0,1% 128,59 128,96 +1,9%

EUR/CHF 1,0851 -0,3% 1,0881 1,0924 +0,4%

EUR/GBP 0,8586 +0,0% 0,8578 0,8532 -3,9%

USD/JPY 109,39 -0,0% 109,58 109,92 +5,9%

GBP/USD 1,3680 +0,1% 1,3680 1,3752 +0,1%

USD/CNH (Offshore) 6,4764 -0,1% 6,4748 6,4674 -0,4%

Bitcoin

BTC/USD 43.283,01 -0,5% 42.952,76 47.490,26 +49,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 71,00 70,29 +1,0% 0,71 +47,9%

Brent/ICE 74,59 73,92 +0,9% 0,67 +46,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.767,86 1.764,18 +0,2% +3,69 -6,9%

Silber (Spot) 22,58 22,28 +1,4% +0,31 -14,4%

Platin (Spot) 926,95 915,00 +1,3% +11,95 -13,4%

Kupfer-Future 4,16 4,12 +1,0% +0,04 +18,0%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 21, 2021 08:11 ET (12:11 GMT)

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16.12.2020Uber overweightJP Morgan Chase & Co.
07.07.2020Uber OutperformRBC Capital Markets
31.01.2020Uber overweightJP Morgan Chase & Co.
28.01.2020Uber buyUBS AG
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