MÄRKTE USA/Etwas fester - Zurückhaltung vor erneuten Nahost-Gesprächen
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DOW JONES--Keine einheitliche Richtung zeigt sich am Donnerstag an der Wall Street. Die Indizes bewegen sich zwischen leichten Gewinnen und Verlusten. Der Markt ist zwar weiter zuversichtlich, dass der Iran-Krieg im Zuge von Verhandlungen beendet wird, heißt es. Trotz zaghafter Fortschritte bestehen aber weiterhin große Hürden - darunter die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und Bedenken hinsichtlich des iranischen Atomprogramms, heißt es. Dies führe dazu, dass die Märkte weiterhin sehr sensibel auf geopolitische Entwicklungen reagierten. "Die Märkte handeln weiterhin auf der Grundlage des Optimismus, dass der Konflikt letztendlich in Wochen beigelegt wird", so Deutsche Bank Research.
Der Dow-Jones-Index steigt am Mittag (Ortszeit) um 0,2 Prozent auf 48.557 Punkte. Der S&P-500 erhöht sich um 0,3 Prozent und für den Nasdaq-Composite geht es um 0,5 Prozent nach oben. Sowohl der S&P-500 als auch der Nasdaq-Composite hatten am Vortag noch Rekordstände markiert.
"Die beiden Parteien erwägen Berichten zufolge, ihren Waffenstillstand um weitere zwei Wochen zu verlängern, um mehr Zeit für die Aushandlung eines Friedensabkommens zu haben", sagen die Analysten von ANZ Research unter Berufung auf einen Medienbericht. "Vermittler drängen angeblich auf einen Kompromiss bei offenen Fragen, einschließlich der Wiedereröffnung der Straße von Hormus und des iranischen Urananreicherungsprogramms", ergänzen die Analysten. Zudem werden die Anführer Israels und des Libanon laut US-Präsident Donald Trump am Donnerstag miteinander sprechen - die ranghöchsten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten.
Keinen größeren Einfluss haben die veröffentlichten US-Konjunkturdaten. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat stärker abgenommen als erwartet. Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im April wider Erwarten leicht aufgehellt. Die Industrieproduktion hat sich im März um 0,5 Prozent reduziert, während hier eine unveränderte Tendenz erwartet wurde. Der Wert für Februar wurde allerdings nach oben revidiert.
Bei den Einzelwerten gibt erneut die Berichtssaison den Takt vor. Die Maßnahmen zur Neuausrichtung der Snack-Sparte haben sich für Pepsico ausgezahlt. Der US-Konzern steigerte im ersten Quartal Gewinn und Umsatz stärker als erwartet. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Die Aktie gewinnt 2 Prozent.
Der Versicherer Travelers hat für das erste Quartal einen höheren Gewinn gemeldet. Allerdings wird die Erhöhung der Dividende mit leichter Enttäuschung aufgenommen. Die Aktie reduziert sich um 1,1 Prozent. Abbott Laboratories hat den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr gesenkt, um einer jüngsten Übernahme Rechnung zu tragen. Zudem teilte das Unternehmen mit, dass seine Ernährungssparte im ersten Quartal weiterhin schwache Umsätze verzeichnete. Die Aktie verliert 5 Prozent.
J.B. Hunt Transport Services (+8,7%) hat im ersten Quartal, gestützt durch höhere Umsätze im Intermodalgeschäft, einen höheren Umsatz und Gewinn verbucht. Nach Handelsende folgen unter anderem noch Netflix und Alcoa.
Die Ölpreise legen wieder deutlicher zu. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent steigt um 3,6 Prozent auf 98,32 Dollar. Die USA haben erklärt, dass sie mit dem Iran in Verbindung stehende Schiffe auch außerhalb des Nahen Ostens verfolgen und die Blockade so lange wie nötig fortsetzen werden. "Die USA erhöhen den Druck auf den Iran, indem sie seine Ölexporteinnahmen unterbinden", so die Analysten von DNB. Unterdessen gebe es "immer noch keine Garantie, dass der Waffenstillstand verlängert wird."
Der Dollar steigt ebenfalls. Für den Dollar-Index geht es um 0,1 Prozent nach oben. Es herrscht Unsicherheit über den Zeitpunkt der erwarteten neuen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran, heißt es.
Gold erhöht sich nach dem kräftigen Vortagesminus und steigt um 0,3 Prozent auf 4.805 Dollar je Feinunze. Die Renditen am US-Anleihemarkt zeigen sich kaum verändert. Im zehnjährigen Bereich liegt diese bei 4,29 Prozent.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 48.556,94 +0,2 +93,22 48.463,72
S&P-500 7.047,15 +0,3 +24,20 7.022,95
NASDAQ Comp 24.135,47 +0,5 +119,45 24.016,02
NASDAQ 100 26.379,81 +0,7 +175,23 26.204,58
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,77 +0,01 3,78 3,74
5 Jahre 3,90 +0,01 3,91 3,87
10 Jahre 4,29 +0,01 4,30 4,26
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 18:00 Uhr
EUR/USD 1,1784 -0,1 -0,0014 1,1798 1,1797
EUR/JPY 187,43 -0,1 -0,1000 187,53 187,6100
EUR/CHF 0,923 +0,1 0,0009 0,9221 0,9218
EUR/GBP 0,8702 +0,1 0,0004 0,8698 0,8696
USD/JPY 159,05 +0,1 0,0900 158,96 159,0200
GBP/USD 1,3539 -0,1 -0,0019 1,3558 1,3565
USD/CNY 6,8208 +0,0 0,0028 6,8180 6,8180
USD/CNH 6,8203 +0,1 0,0039 6,8164 6,8173
AUS/USD 0,7171 +0,0 0,0003 0,7168 0,7158
Bitcoin/USD 74.791,96 -0,1 -71,52 74.863,48 73.854,51
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 93,62 +2,6 2,33 91,29
Brent/ICE 98,32 +3,6 3,39 94,93
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.805,42 +0,3 15,48 4.789,94
Silber 78,88 -0,2 -0,17 79,05
Platin 2.111,04 +0,1 1,29 2.109,75
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/cbr
(END) Dow Jones Newswires
April 16, 2026 12:22 ET (16:22 GMT)
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