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27.12.2018 17:56
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MÄRKTE USA/Euphorie verfliegt - Indizes geben wieder deutlich nach

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NEW YORK (Dow Jones)--Nach der fulminanten Erholungsrally zur Wochenmitte herrscht am Donnerstag an der Wall Street Katerstimmung. Bis zum Mittag (Ortszeit New York) geben die Indizes fast die Hälfte ihrer Vortagesgewinne wieder ab. Damit haben die Furcht vor einer Abschwächung der globalen Konjunktur und die politischen Unsicherheiten die Oberhand gewonnen, so ein Teilnehmer. "Trotz des kräftigen Aufschlags am Vortag ist es zu früh zu glauben, dass sich die Märkte nun in einer kräftigen Erholung befinden", warnt Chef-Marktstratege Hussein Sayed von FXTM. Solche starken Kurserholungen seien in einem Bärenmarkt nicht ungewöhnlich, so der Teilnehmer weiter.

Der Dow-Jones-Index verliert 1,5 Prozent auf 22.534 Punkte. Am Vortag hatte der Index erstmals in seiner Geschichte mehr als 1.000 Punkte an einem Tag gewonnen. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite geben um 1,6 und 2,0 Prozent nach. Begünstigt würden die kräftigen Bewegungen der Märkte durch die dünnen Umsätze um die Feiertage und den Jahreswechsel, heißt es.

Die Börse bewege sich aktuell in einer Abwärtsspirale, "weil sich die US-Konjunktur letztlich am Beginn eines zyklischen Abschwungs befindet, der 2020 in einer leichten Rezession enden dürfte", merkt Erik Nielsen, Chefökonom bei Unicredit, an. Zudem bleiben die Befürchtungen einer möglichen Einmischung von US-Präsident Donald Trump in die Politik der US-Notenbank und der weiter ungelöste Handelskonflikt mit China dem Markt als Störfaktoren erhalten. "Es hat sich nichts geändert", so Analyst Yusuke Sakai von T&D Asset Management.

Bekanntgabe von US-Daten entfällt teilweise

Die weiter geltende Haushaltssperre in den USA hat auch Auswirkungen auf die Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten. Das US-Handelsministerium hat die Bekanntgabe von Daten vorerst eingestellt. Dies betrifft auch die Verkäufe von Neubauten im Monat November, die eigentlich am Donnerstag bekannt gegeben werden sollten.

Dagegen wurden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wie geplant veröffentlicht. Diese sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Der kurz nach der Startglocke veröffentlichte Index des Verbrauchervertrauens für Dezember lag dagegen deutlich unter der Konsensschätzung von Ökonomen.

Dollar gibt Teil der Gewinne wieder ab - Sichere Häfen gesucht

Die Ölpreise geben einen Teil ihrer deutlichen Vortagesgewinne wieder ab. Marktteilnehmer verweisen zur Begründung für die starken Bewegungen vor allem auf die dünnen Umsätze. "Es ist schwierig für den Markt, eine klare Richtung zu erkennen, da viele Teilnehmer dem Handel fern bleiben und die Aktienmärkte sehr volatil sind", sagt Analyst Olivier Jakob von Petromatrix. Übergeordnet bestimmen weiter die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China und die Angst vor einem Überangebot den Markt.

Aktuell fällt der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um 2,3 Prozent auf 45,16 Dollar, für Brent geht es um 2,4 Prozent auf 53,15 Dollar nach unten. Seit dem Hoch von Anfang Oktober hat der WTI-Preis rund 40 Prozent eingebüßt, bei Brent sind es knapp 38 Prozent.

Gold und Anleihen profitieren von der andauernden Unsicherheit bei den Investoren. Der Goldpreis holt die Verluste des Vortages vollständig auf und klettert um 0,6 Prozent auf 1.274 Dollar. Für die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen geht es um 5,4 Basispunkte auf 2,75 Prozent nach unten.

Auch der Dollar gibt einen Teil seiner Vortagesgewinne ab. Der Euro kletterte im Gegenzug bis auf rund 1,1420 Dollar. Der Haushaltsstreit in den USA sei weiter ungelöst, heißt es zur Begründung. Im späten US-Handel am Vortag notierte die Gemeinschaftswährung bei rund 1,1350 Dollar.

Großauftrag stützt General Dynamics

Unternehmensmeldungen sind dünn gesät. Positive Nachrichten stützen Einzelwerte. So steigt die Aktie von General Dynamics um 0,4 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Auftrag von der US-Navy im Volumen von 1,11 Milliarden Dollar erhalten hat.

Die Titel von JP Morgan fallen um 0,4 Prozent, obwohl die US-Bank Vorwürfe der Börsenaufsicht SEC im Zusammenhang mit sogenannten "American Depositary Receipts" (ADR) gegen Zahlung von 135 Millionen Dollar beigelegt hat. Die Bank habe tausende Transaktionen mit Aktien ausländischer Unternehmen unsachgemäß abgewickelt, so der Vorwurf der Börsenaufsicht.

Nvidia verbilligen slch um 3,2 Prozent auf 128,59 Dollar. RBC Capital hat das Kursziel für die Aktie auf 200 von 230 Dollar gesenkt.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 22.533,95 -1,51 -344,50 -8,84

S&P-500 2.429,13 -1,56 -38,57 -9,14

Nasdaq-Comp. 6.426,72 -1,95 -127,64 -6,90

Nasdaq-100 6.128,39 -2,15 -134,38 -4,19

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,56 -6,0 2,62 135,4

5 Jahre 2,61 -3,9 2,65 68,9

7 Jahre 2,68 -4,6 2,73 43,6

10 Jahre 2,75 -5,4 2,81 30,8

30 Jahre 3,01 -5,1 3,07 -5,4

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:37 Fr, 18:30 % YTD

EUR/USD 1,1411 +0,48% 1,1377 1,1394 -5,0%

EUR/JPY 126,45 +0,04% 126,25 126,74 -6,5%

EUR/CHF 1,1304 -0,03% 1,1295 1,1306 -3,5%

EUR/GBP 0,9022 +0,43% 0,8990 0,8999 +1,5%

USD/JPY 110,82 -0,44% 110,97 111,26 -1,6%

GBP/USD 1,2651 +0,08% 1,2655 1,2659 -6,4%

Bitcoin

BTC/USD 3.752,75 -1,45% 3.738,13 3.975,14 -73,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 45,16 46,22 -2,3% -1,06 -21,3%

Brent/ICE 53,15 54,47 -2,4% -1,32 -15,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.274,17 1.266,96 +0,6% +7,21 -2,2%

Silber (Spot) 15,22 15,03 +1,2% +0,19 -10,2%

Platin (Spot) 790,75 797,50 -0,8% -6,75 -14,9%

Kupfer-Future 2,66 2,70 -1,4% -0,04 -20,6%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/jhe

(END) Dow Jones Newswires

December 27, 2018 11:56 ET (16:56 GMT)

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15.02.2019NVIDIA OutperformCowen and Company, LLC
29.01.2019NVIDIA UnderperformNeedham & Company, LLC
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