finanzen.net
23.04.2019 22:11
Bewerten
(0)

MÄRKTE USA/Indizes nähern sich dank guter Bilanzsaison Rekordhochs

DRUCKEN

NEW YORK (Dow Jones)--Mehrheitlich überzeugende Quartalszahlen haben den US-Börsen am Dienstag ins Plus geholfen und die Kurse wieder in die Nähe ihrer Rekordstände getrieben. Auch im weiteren Verlauf der Woche werden die Ergebnisse der US-Unternehmen das Geschehen dominieren. Rund 150 Unternehmen aus dem S&P-500 werden bis Freitag ihre Zahlen vorlegen. Andere Themen, wie die weiterhin laufenden Verhandlungen im Handelsstreit zwischen den USA und China, traten dagegen etwas in den Hintergrund.

Für den Dow-Jones-Index ging es um 0,5 Prozent auf 26.656 Punkte nach oben. Der S&P-500 gewann 0,9 Prozent. Der Nasdaq-Composite verbesserte sich um 1,3 Prozent. Alle drei Indizes markierten im Verlauf neue Jahreshochs. Auf Schlusskursbasis erreichten S&P-500 und Nasdaq-Composite sogar neue Rekordstände.

Umgesetzt wurden 820 (Montag: 722) Millionen Aktien. Dabei waren die Kursgewinner mit 2.198 Titeln klar in der Überzahl. Ihnen standen nur 741 Verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 96 Titel.

Angeführt wurden die Gewinner vom Sektor Konsumgüter des gehobenen Bedarfs, der um 1,6 Prozent zulegte. Dicht dahinter folgten Aktien der Gesundheitsbranche, die im Schnitt um 1,59 Prozent stiegen. Sie hatten in den zurückliegenden Wochen unter der Debatte um "Medicare for all" - eine allgemeine staatliche Krankenversicherung mit niedrigeren Erstattungssätzen für medizinische Leistungen - gelitten. Analysten zweifeln aber daran, dass ein solches Modell die notwendige Mehrheit im US-Kongress erhalten würde. Das habe einige Gelegenheitskäufer angelockt, sagten Marktbeobachter.

Die Agenda der US-Konjunkturdaten war übersichtlich. Eine halbe Stunde nach dem Start wurden lediglich die Daten für die Neubauverkäufe im März veröffentlicht. Sie fielen deutlich besser aus als erwartet, nachdem die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser am Montag noch enttäuscht hatten.

Überzeugende Quartalszahlen - von Coca-Cola bis Twitter

Den Takt gaben aber die Quartalszahlen vor. Hier überzeugte unter anderem Twitter. Das soziale Netzwerk erzielte im ersten Quartal einen Rekord bei den täglich aktiven Nutzern. Zudem stiegen Gewinn und Umsatz. Es war nach jahrelangen Verlusten schon das sechste profitable Quartal in Folge. Die Twitter-Aktie schoss um 15,6 Prozent nach oben.

Die Titel von Coca-Cola gewannen 1,7 Prozent. Der Brausehersteller hat mit seinen Erstquartalszahlen die Markterwartungen übertroffen. Den Jahresausblick bestätigte der US-Konzern.

Die Aktien von Hasbro haussierten um 14,2 Prozent. Der US-Spielzeughersteller hat es im ersten Quartal überraschend in die schwarzen Zahlen geschafft. Analysten hatten dagegen einen Verlust erwartet.

Die Papiere von United Technologies stiegen um 2,3 Prozent. Der Industriekonzern hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet und den Jahresausblick leicht angehoben.

Für die Aktie von Procter & Gamble ging es dagegen um 2,7 Prozent abwärts. Zwar konnte das Unternehmen mit den Ergebnissen für das erste Quartal überzeugen, doch der Ausblick für das Geschäftsjahr blieb unter den Erwartungen. Zudem ist die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten um gut 45 Prozent gestiegen, so dass es zu leichten Gewinnmitnahmen kam.

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin hat seine Gewinnprognose für das laufende Jahr aufgrund voller Auftragsbücher angehoben. Die Aktie stieg um 5,7 Prozent. Auch die Papiere der Mitbewerber im Sektor legten im Gefolge zu.

Der Telekomkonzern Verizon hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet. Beim Ergebnis je Aktie für 2019 zeigte sich das Unternehmen zuversichtlicher. Allerdings seien die Kundenzahlen hinter den Prognosen geblieben, hieß es. Die Aktie fiel um 2,1 Prozent.

Ölpreise legen weiter zu - aber mit gebremstem Tempo

Die Ölpreise setzten ihre Aufwärtstendenz fort, wenn auch nicht mehr so deutlich wie am Vortag. Immerhin markierten Brent und WTI neue Jahreshochs. Kurzfristig dürften die Preise weiter steigen, so die Commerzbank. Die USA setzten offenbar darauf, dass Saudi-Arabien und andere Anbieter in die Bresche sprängen. Eine weitere Frage sei, ob China den USA Folge leisten und die Käufe von iranischem Öl einstellen werde. In einer ersten Reaktion habe China das Ansinnen der USA zurückgewiesen. Ob die USA tatsächlich so weit gehen und Sanktionen gegen China verhängen würden, sei auch im Hinblick auf die laufenden Handelsgespräche eine spannende Frage, hieß es weiter. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 1,1 Prozent auf 66,30 Dollar. Brent erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 74,51 Dollar.

Der Euro kam leicht unter Druck und fiel zeitweise unter 1,12 Dollar. Im späten US-Handel notierte die Gemeinschaftswährung knapp über dieser Marke. Einen nachrichtlichen Grund für die Schwäche des Euro konnten Händler nicht ausmachen. Die überraschend guten Daten zu den US-Neubauverkäufen hätten dem Dollar nur etwas zusätzlichen Rückenwind gegeben. Ein Beobachter vermutete jedoch einen Zusammenhang mit der geringen Volatilität am Devisenmarkt. Sie treibe Anleger in renditestärkere Währungen. Niedrigzinswährungen wie der Euro, der Yen oder der Franken blieben dabei außen vor.

Der Dollar stieg derweil zum Franken auf ein Zweijahreshoch. Händler verwiesen zur Begründung auf das höhere Wirtschaftswachstum in den USA, während die SNB ihren Leitzins von minus 0,75 Prozent bis weit ins nächste Jahr auf diesem Stand belassen dürfte. Damit dürfte die Zinsdifferenz bis auf weiteres Bestand haben.

Der Goldpreis war mit 1.268 Dollar auf den tiefsten Stand seit vier Monaten gefallen. Im späten US-Handel notierte das Edelmetall bei 1.271 Dollar, ein Minus von 0,1 Prozent. "Gold könnte nun die 200-Tage-Linie testen", sagte ein Teilnehmer. Sie verläuft bei 1.251 Dollar. Vor allem der festere Dollar habe belastet, hieß es. Zudem habe es eine größere Verkaufsorder bei Gold-Futures gegeben.

Die US-Anleihen legten leicht zu. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel um 2 Basispunkte auf 2,57 Prozent. Anleger hätten die zuletzt gesunkenen Notierungen zum Einstieg genutzt, berichteten Händler. Anstehende Neuemissionen hätten aber verhindert, dass die Investoren stärker zugriffen. Am Dienstag verkaufte das US-Finanzministerium zweijährige Anleihen im Volumen von 40 Milliarden Dollar. Am Mittwoch und Donnerstag folgen Auktionen fünf- und siebenjähriger Schuldtitel.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 26.656,39 0,55 145,34 14,27

S&P-500 2.933,68 0,88 25,71 17,03

Nasdaq-Comp. 8.120,82 1,32 105,56 22,39

Nasdaq-100 7.810,71 1,26 97,21 23,39

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,35 -3,7 2,39 115,1

5 Jahre 2,36 -3,2 2,39 43,2

7 Jahre 2,46 -3,0 2,49 21,2

10 Jahre 2,57 -2,0 2,59 12,5

30 Jahre 2,98 -1,1 2,99 -8,8

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21 Mo, 17:30 % YTD

EUR/USD 1,1223 -0,32% 1,1247 1,1258 -2,1%

EUR/JPY 125,51 -0,40% 125,85 126,02 -0,2%

EUR/CHF 1,1448 +0,14% 1,1430 1,1432 +1,7%

EUR/GBP 0,8673 +0,01% 0,8665 0,8672 -3,6%

USD/JPY 111,84 -0,08% 111,90 111,94 +2,0%

GBP/USD 1,2940 -0,33% 1,2981 1,2983 +1,4%

Bitcoin

BTC/USD 5.582,38 +3,76% 5.537,26 5.321,01 +50,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 66,30 65,55 +1,1% 0,75 +41,3%

Brent/ICE 74,50 74,04 +0,6% 0,46 +35,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.272,43 1.273,20 -0,1% -0,77 -0,8%

Silber (Spot) 14,84 15,01 -1,1% -0,17 -4,2%

Platin (Spot) 890,00 898,50 -0,9% -8,50 +11,7%

Kupfer-Future 2,89 2,90 -0,2% -0,01 +9,8%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 23, 2019 16:12 ET (20:12 GMT)

Nachrichten zu Procter & Gamble Co.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Procter & Gamble Co.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.04.2019ProcterGamble OverweightBarclays Capital
24.04.2019ProcterGamble NeutralCredit Suisse Group
23.04.2019ProcterGamble NeutralGoldman Sachs Group Inc.
23.01.2019ProcterGamble NeutralGoldman Sachs Group Inc.
01.08.2018ProcterGamble neutralJP Morgan Chase & Co.
24.04.2019ProcterGamble OverweightBarclays Capital
14.12.2017ProcterGamble BuyDeutsche Bank AG
27.04.2017ProcterGamble HoldStifel, Nicolaus & Co., Inc.
15.02.2017ProcterGamble kaufenJefferies & Company Inc.
21.12.2016ProcterGamble HoldStifel, Nicolaus & Co., Inc.
24.04.2019ProcterGamble NeutralCredit Suisse Group
23.04.2019ProcterGamble NeutralGoldman Sachs Group Inc.
23.01.2019ProcterGamble NeutralGoldman Sachs Group Inc.
01.08.2018ProcterGamble neutralJP Morgan Chase & Co.
06.03.2017ProcterGamble NeutralB. Riley & Co., LLC

Keine Analysen im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.

Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Procter & Gamble Co. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt klar im Minus -- US-Börsen rot -- Tesla-Aktie nach Analyse unter Druck -- Infineon setzt wohl Chip-Lieferungen an Huawei aus - Unternehmen dementiert -- Wirecard, Deutsche Bank im Fokus

Halbleiterwerte leiden unter Sorge um Huawei-Lieferbeziehungen. HSBC-Analyse setzt Apple-Aktie unter Druck. Bitcoin hält sich nach Kursturbulenzen bei 8.000 US-Dollar. MorphoSys: Zeitplan für erstes eigenes Medikament bleibt unverändert. Pfeiffer Vacuum und Mehrheitsaktionär Busch kooperieren.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
In diesen Berufen bekommt man das höchste Gehalt
Mit welchem Beruf kommt man am ehesten an die Spitze?
Städte für Millionäre
Hier fühlen sich die Vermögenden am wohlsten
In diesen Ländern ist Netflix am billigsten
Wo zahlen Abonnenten am wenigsten?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die rechtspopulistische FPÖ in Österreich hat für einen Skandal gesorgt. Wie glauben Sie wird sich das auf die Europawahlen auswirken?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Huawei TechnologiesHWEI11
Deutsche Bank AG514000
TeslaA1CX3T
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Amazon906866
Infineon AG623100
BayerBAY001
BASFBASF11
NEL ASAA0B733
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
BMW AG519000