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31.10.2018 21:13
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MÄRKTE USA/Kaufrausch bei Technologieaktien zum Monatsultimo

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Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--Die Erholung an den USA Börsen nach dem desolaten Börsenmonat Oktober hat am Mittwoch zum Ultimo nochmals kräftig Fahrt aufgenommen. Der Dow hatte seit Monatsanfang 6 Prozent eingebüßt, der Nasdaq-Composite sogar rund 11 Prozent - basierend auf den Schlussständen vom Dienstag. Zur verbesserten Stimmung trug ein gut ausgefallenes Quartalsergebnis des Technologieschwergewichts Facebook bei. Teilnehmer sprachen aber auch von möglicher Kurspflege zum Ultimo seitens von Fonds.

Nachdem die Indizes in den letzten Handelsminuten von ihren Tageshochs zurückkamen, reichte es für den Dow-Jones-Index immer noch für ein Tagesplus von 1,0 Prozent oder 241 Punkte auf 25.116. Im Hoch hatte er über 200 Punkte höher gelegen. Der S&P-500 gewann 1,1 Prozent. Tagesfavoriten waren dank Facebook Technologieaktien. Das schlug sich in deutlich höheren Gewinnen von bis zu 2,3 Prozent bei den Nasdaq-Technologieindizes nieder. In der Monatsbilanz verlor der Dow 5,1 Prozent und der Nasdaq-Composite 9,2 Prozent.

Umgesetzt wurden 1,3 (Dienstag: 1,2) Milliarden Aktien. Auf 1.806 (2.098) Kursgewinner kamen 1.205 (899) -verlierer. Unverändert schlossen 80 (86) Titel.

Ob der Stimmungswechsel angesichts der weiter schwelenden Belastungsfaktoren wie Handelskonflikt und steigender US-Zinsen länger anhält, dazu dominierten trotz der Kursgewinne Zweifel. Aus China waren am Mittwoch enttäuschende Konjunkturdaten gekommen und die japanische Notenbank begründete ihre erneut unverändert gelassene expansive Geldpolitik auch mit den Unwägbarkeiten der Handelsstreitigkeiten. Manche Teilnehmer meinten aber auch, dass die negativen Nachrichten zuletzt zur Genüge eingepreist worden seien.

Nach Facebook ist vor Apple

"Es gibt die Hoffnung, dass uns irgendetwas schon retten wird, sei es Facebook, ein guter Konjunkturbericht oder eine positive Meldung zur chinesischen Handelspolitik", fasste Anlageexperte Jordi Visser von Weiss Multi-Strategy Advisers die Stimmung zusammen. Ein einzelner Quartalsbericht dürfte aber nicht ausreichen, "wir sind nun mal in einer volatilen Phase", ergänzte er.

Umso gespannter warten viele Marktteilnehmer nun auf die Quartalszahlen des Technologieflaggschiffs Apple am Donnerstag nach Ende des Handels an der Wall Street.

Zur aufgehellten Stimmung trugen auch Konjunkturdaten bei. Der ADP-Arbeitsmarktbericht zeigte erneut ein kräftiges Jobwachstum in den USA. Der -Index der Einkaufsmanager der Region Chicago blieb zwar unter der Erwartung, liegt aber dennoch tief im Wachstum andeutenden Bereich. Aus Aktienmarktsicht war das günstig, weil zumindest von dieser Seite die Sorge vor schneller steigenden Zinsen keine neue Nahrung erhielt.

FAANG-Aktien gesucht

Die Facebook-Aktie legte nach einem positiv aufgenommenen Quartalsbericht um 3,8 Prozent zu, obwohl das Unternehmen auch vor steigenden Kosten warnte. Die davon ausgehende Hoffnung auf ein Ende der jüngsten Misere bei den Technologieaktien befeuerte vor allem auch die Kurse anderer Titel der sogenannten FAANG-Familie, die als eine Art Herz des Technologiesektors gesehen wird. Amazon legten um 4,4, Apple um 2,6, Netflix um 5,6 und Alphabet um 3,9 Prozent zu. Auch Ebay profitieren von gut ausgefallenen Quartalszahlen und wurden um 5,9 Prozent nach oben genommen.

Die Aktie von T-Mobile US legte nach ebenfalls guten Zahlen 7,2 Prozent zu die des auserkorenen Fusionspartners Sprint um 7,7 Prozent. Sprint schrieb im Berichtsquartal schwarze Zahlen, Analysten hatten einen Verlust erwartet.

General Motors machten nach guten Ergebnissen und einem starken Ausblick einen Satz um über 9 Prozent nach oben. Kellogg verloren dagegen fast 9 Prozent, nachdem es in einigen US-Segmenten zu Umsatzrückgängen kam. Amgen gewannen 2,0 Prozent. Das Biotechnologieunternehmen hatte die Erwartungen übertroffen.

Übernahmefantasie bei Arconic

Übernahmefantasie beflügelte Arconic, die um 3,2 Prozent zulegten. Einem Bericht zufolge soll das Beteiligungsunternehmen Apollo Global Management Interesse an dem Aluminiumhersteller haben.

Electronic Arts litten unter einer gesenkten Prognose für die Verkäufe im Weihnachtsgeschäft. Der Kurs des Videospieleherstellers verlor 4,1 Prozent. Clorox gaben wegen eines gesenkten Ausblicks um 2,9 Prozent nach. Gut ausgefallene Quartalszahlen geraten darüber in den Hintergrund. Estee Lauder rückten um 4,7 Prozent vor, gestützt von einem angekündigten Aktienrückkauf und einer Dividendenerhöhung.

Chesapeake Energy, am Vortag nach guten Geschäftszahlen und der Ankündigung der kostspieligen Übernahme von Wildhorse Resource noch stark gedrückt, erholten sich um 7,3 Prozent. Die UBS wie auch Susquehanna haben die Aktie hoch gestuft. Wildhorse legten um weitere 8,2 Prozent zu.

Ölvorratsdaten gemischt

Der Dollar neigte weiter zur Stärke, gestützt auch von den robusten US-Konjunkturdaten, die für einen anhaltenden nach oben gerichteten Zinstrend in den USA sprechen. Zuletzt kostete der Euro 1,1326 Dollar. Abwärts ging es mit dem mexikanischen Peso. Er litt darunter, dass die Ratingagentur Fitch pessimistischer für die Bonität Mexikos ist und den Ausblick deswegen auf negativ von stabil gesenkt hat.

Die sicheren Häfen Anleihen und Gold stießen erneut auf wenig Interesse, weil die Akteure wieder Lust auf riskantere Anlagen wie Aktien hatten. Daneben litten Anleihen darunter, dass in der kommenden Woche ein Emissionsvolumen von 83 Milliarden Dollar nach Aufnahmen suchen wird im Zuge der US-Quartalsrefundierung. Die Zehnjahresrendite stieg um 3 Basispunkte auf 3,15 Prozent. Der Goldpreis gab um weitere 6 Dollar nach auf 1.216 je Unze.

Die Ölpreise sanken nach volatilem Verlauf deutlich. US-Öl der Sorte WTI kostete zuletzt 1,6 Prozent weniger, 65,08 Dollar. Nachdem der Branchenverband API am Vortag eine unerwartet starke Zunahme der Ölvorräte zeigte, fiel der Zuwachs bei den nun gemeldeten offiziellen Daten zwar etwas geringer aus als gedacht. Es war aber bereits der sechste Anstieg in Folge. Zudem erreichte die US-Ölförderung ein Rekordhoch.

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.115,76 0,97 241,12 1,60

S&P-500 2.711,74 1,09 29,11 1,43

Nasdaq-Comp. 7.305,90 2,01 144,25 5,83

Nasdaq-100 6.967,10 2,31 156,98 8,92

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,88 2,0 2,85 167,3

5 Jahre 2,98 2,9 2,95 105,6

7 Jahre 3,07 2,9 3,04 82,1

10 Jahre 3,15 2,5 3,12 70,2

30 Jahre 3,39 2,9 3,36 32,4

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.30 Uhr Di, 17.34 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1323 -0,18% 1,1346 1,1365 -5,8%

EUR/JPY 127,80 -0,38% 128,42 128,15 -5,5%

EUR/CHF 1,1409 +0,04% 1,1406 1,1406 -2,6%

EUR/GBP 0,8864 -0,71% 0,8924 0,8928 -0,3%

USD/JPY 112,87 -0,20% 113,21 112,77 +0,2%

GBP/USD 1,2773 +0,53% 1,2719 1,2729 -5,5%

Bitcoin

BTC/USD 6.324,91 -0,0% 6.339,84 6.336,37 -53,7%

ANLEIHERENDITEN aktuell Vortag YTD absolut

Deutschland 2 J. -0,62 -0,63 -0,01

Deutschland 10 J. 0,39 0,37 -0,05

USA 2 Jahre 2,88 2,85 0,98

USA 10 Jahre 3,15 3,12 0,74

Japan 2 Jahre -0,12 -0,12 0,02

Japan 10 Jahre 0,12 0,12 0,07

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 65,07 66,18 -1,7% -1,11 +12,1%

Brent/ICE 74,80 75,95 -1,5% -1,15 +18,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.216,29 1.222,55 -0,5% -6,27 -6,6%

Silber (Spot) 14,28 14,47 -1,3% -0,19 -15,7%

Platin (Spot) 838,75 835,30 +0,4% +3,45 -9,8%

Kupfer-Future 2,66 2,66 -0,3% -0,01 -20,8%

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

October 31, 2018 16:14 ET (20:14 GMT)

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