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03.01.2019 22:10
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MÄRKTE USA/Kursabsturz - Apple und ISM befeuern Konjunkturängste

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NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Börsen haben am Donnerstag kräftig Fahrt nach unten aufgenommen. Apple hatte die Anleger verschreckt, nachdem der Technologieriese am Mittwoch nach der Schlussglocke seine Umsatzprognose für das erste Geschäftsquartal deutlich gesenkt hat. Daneben belastete der enttäuschend ausgefallene ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe.

Der Dow-Jones-Index sackte um 2,8 Prozent ab auf 22.686 Punkte. Der S&P-500 fiel um 2,5 Prozent zu, der Nasdaq-Composite brach um 3 Prozent ein. Umgesetzt wurden 954 (Mittwoch: 958) Millionen Aktien. Es gab 1.238 (2.111) Kursgewinner und 1.749 (909) -verlierer an der New Yorker Börse. Unverändert schlossen 57 (40) Titel.

Die Apple-Aktie büßte 10 Prozent ein. Vom Rekordhoch vor gerade mal drei Monaten hat das Papier nun fast 40 Prozent verloren. Zulieferer des iPhone-Herstellers wie Lumentum Holdings, Cirrus Logic oder Qorvo verbilligten sich zwischen 8,4 und 9,1 Prozent. Unter den Sektoren gaben Technologie 7,7 Prozent ab und Halbleiter 6 Prozent.

Die erste Umsatzwarnung seit 15 Jahren begründete Apple mit dem Handelsstreit und dem schwächelnden Absatz in China. Dies passt in das Bild eines sich abkühlenden Wachstums in China, das in dieser Woche schon chinesische Konjunkturdaten gezeichnet hatten. Damit habe der Konzern Befürchtungen, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamen könnte, neue Nahrung gegeben, sagte Fritz Louw, Devisenstratege bei MUFG.

"Die Verlangsamung beim globalen Wachstum ist keine neue Nachricht", sagte Eric Freedman, Chief Investment Officer bei der U.S. Bank Wealth Management: "Sorge bereitet aber, ob der Rückgang deutlich schneller vonstatten geht als gedacht und dass nun auch allmählich die Zukunftspläne der Unternehmen tangiert werden."

Konjunkturdaten waren nicht dazu angetan die Zweifel zu zerstreuen. So hat der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe klar enttäuscht, wobei vor allem auch die Preise und der Auftragseingang deutlich nach unten gingen. Dagegen zeigte der Arbeitsmarkt das gewohnt starke Bild. Der Bericht des privaten Dienstleisters ADP wies einen kräftigen Beschäftigungsaufbau im Dezember aus, was erwarten lässt, dass auch der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag positiv ausfallen wird. Allerdings sei der Zuwachs vor allem dem ungewöhnlich milden Wetter zu verdanken, hieß es einschränkend. Überdies wurden die November-Daten nach unten revidiert. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche stieg stärker als erwartet, blieb aber auf niedrigem Niveau.

Konjunktursorgen treiben Anleger in Gold, Yen und Anleihen

Von der Angst vor einer Konjunkturflaute profitierte der Goldpreis. Die Feinunze verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 1.294 Dollar.

Am Devisenmarkt erfuhr vor allem der Yen als klassische Fluchtwährung Zulauf. In der Nacht war es zu einem sogenannten Flash Crash gekommen, bei dem der Dollar auf 104,80 Yen zurückfiel, nachdem der Greenback am Mittwoch in der Spitze etwa 109,70 Yen gekostet hatte. Im späten Geschäft notierte der Dollar bei etwa 107,60 Yen. Der Dollar geriet aber auch gegen andere Währungen unter Druck, nachdem der ISM-Index für eine herbe Enttäuschung gesorgt hatte. Der Euro rückte vor auf rund 1,14 Dollar.

Anleihen waren angesichts der Sorgen um die Konjunktur und der steigenden Risikoaversion ein Favorit der Investoren. Die Zehnjahresrendite fiel um 6,1 Basispunkte auf 2,56 Prozent, das war der größte Tagesrückgang seit Mai.

Die Ölpreise schwankten zwischen Gewinnen und Verlusten. Einerseits bremsten Befürchtungen, dass der chinesische Rohstoffhunger bei einem schwächeren Wachstum nachlassen könnte. Andererseits setzten die Akteure darauf, dass die Förderkürzungen der Opec eine sinkende Nachfrage kompensieren werden. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um 1,2 Prozent auf 47,09 Dollar. Brentöl stieg um 1,9 Prozent auf 55,95 Dollar.

Bristol-Myers mit Celgene-Übernahme unter Druck

Unter den Einzelwerten gerieten Bristol-Myers Squibb mit Übernahmeplänen stark unter Druck. Die Aktie des Pharmaherstellers verlor 14 Prozent, nachdem das Unternehmen den Kauf von Celgene für 74 Milliarden Dollar bzw 102,43 Dollar je Aktie angekündigt hat. Der Celgene-Kurs schoss um rund 21 Prozent nach oben auf 80,65 Dollar.

Enttäuschende Absatzzahlen belasteten General Motors (GM), die sich um 4,1 Prozent ermäßigten. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr 1,6 Prozent weniger Fahrzeuge verkauft als 2017.

Für die Fluglinien ging es deutlich abwärts. Delta Air Lines hat die Anleger mit der Auskunft erschreckt, dass die Ticketpreise sich im Dezember nicht so verbessert haben wie erhofft. Delta fielen um 8,9 Prozent, American Air Lines um 7,5 Prozent.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 22.686,22 -2,83 -660,02 -2,75

S&P-500 2.447,89 -2,48 -62,14 -2,35

Nasdaq-Comp. 6.463,50 -3,04 -202,43 -2,59

Nasdaq-100 6.147,13 -3,36 -213,74 -2,89

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,38 -9,7 2,48 118,0

5 Jahre 2,37 -9,0 2,46 44,4

7 Jahre 2,44 -8,5 2,52 18,8

10 Jahre 2,56 -6,1 2,62 11,3

30 Jahre 2,92 -3,5 2,95 -15,2

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 9:03 Mi, 17:20 % YTD

EUR/USD 1,1398 +0,47% 1,1363 1,1357 -0,6%

EUR/JPY 122,61 +1,35% 122,19 124,11 -2,5%

EUR/CHF 1,1255 +0,39% 1,1218 1,1224 -0,0%

EUR/GBP 0,9022 -0,75% 0,9059 0,9018 +0,3%

USD/JPY 107,57 +0,91% 107,50 109,30 -1,9%

GBP/USD 1,2634 +1,17% 1,2543 1,2593 -1,0%

Bitcoin

BTC/USD 3.797,37 -2,42% 3.843,00 3.830,26 +2,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 47,13 46,54 +1,3% 0,59 +3,8%

Brent/ICE 55,95 54,91 +1,9% 1,04 +3,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.294,44 1.284,51 +0,8% +9,93 +0,9%

Silber (Spot) 15,73 15,53 +1,3% +0,20 +1,5%

Platin (Spot) 798,25 794,50 +0,5% +3,75 +0,2%

Kupfer-Future 2,58 2,63 -1,8% -0,05 -2,0%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz

(END) Dow Jones Newswires

January 03, 2019 16:11 ET (21:11 GMT)

Nachrichten zu Apple Inc.

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13:26 UhrApple buyUBS AG
24.04.2019Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
11.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
10.04.2019Apple ReduceHSBC
13:26 UhrApple buyUBS AG
27.03.2019Apple buyUBS AG
26.03.2019Apple overweightMorgan Stanley
26.03.2019Apple overweightJP Morgan Chase & Co.
21.03.2019Apple Strong BuyNeedham & Company, LLC
24.04.2019Apple NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
11.04.2019Apple NeutralCredit Suisse Group
27.03.2019Apple market-performBernstein Research
26.03.2019Apple HoldMaxim Group
10.04.2019Apple ReduceHSBC
26.10.2016Apple overweightMorgan Stanley
26.07.2016Apple SellBGC Partners
29.10.2015Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.10.2014Apple SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)

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