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18.04.2019 22:13
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MÄRKTE USA/Leicht im Plus nach starkem Einzelhandel

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NEW YORK (Dow Jones)--Mit kleinen Gewinnen ist die Wall Street am Gründonnerstag aus der Karwoche geschieden. Vor allem gut ausgefallene Daten zu den Einzelhandelsumsätzen machten den Anlegern Mut, trotz der bevorstehenden Handelspause zumindest ein kleines Risiko einzugehen. Der nächste Handelstag ist der Ostermontag.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,4 Prozent auf 26.560, der S&P-500 gewann 0,2 Prozent und der Nasdaq-Composite legte 2 Punkte zu. Umgesetzt wurden an der Nyse 834 (Mittwoch: 834) Millionen Aktien. Dabei wurden 1.430 (1.194) Kursgewinner und 1.493 (1.730) -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 111 (115) Titel.

Etwas Hoffnung schürte auch, dass die Handelsgespräche mit China bald abgeschlossen scheinen. Ende April wird der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer zu Verhandlungen nach Peking reisen, erfuhr das Wall Street Journal aus Verhandlungskreisen. In der Woche darauf werde der chinesische Vizeministerpräsident Liu Hu zu einem Gegenbesuch in Washington erwartet. Ein Abkommen könnte Ende Mai/Anfang Juni unterzeichnet werden.

Starker Einzelhandelsumsatz macht Hoffnung

Am Donnerstag musste eine ganze Reihe von Konjunkturdaten verarbeitet werden, die teils besser, teils schlechter als erwartet ausfielen. Dabei stand vor allem der Einzelhandelsumsatz mit einem überraschend deutlichen Anstieg im Blick. Dies ist nach Einschätzung eines Händlers ein Zeichen für die Stärke der US-Wirtschaft. Die einzige Gefahr für die Börsen bestehe nun darin, dass wieder Zinserhöhungsfantasie in den Markt kommen könnte.

Daneben lief die Bilanzsaison weiter. Am Vorabend hatte unter anderem der Aluminiumkonzern Alcoa Geschäftszahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Das Unternehmen meldete einen Verlust und zeigte sich für das laufende Jahr zurückhaltend, was die Aktie um 3,8 Prozent drückte.

Am Donnerstagmorgen (Ortszeit) veröffentlichten Philip Morris und American Express Zahlen und Ausblicke, die Licht und Schatten enthielten. American Express stiegen um 1,7 Prozent, während Philip Morris um 1,2 Prozent nachgaben. Auf den Tabakwerten lastete eine Initiative des republikanische Mehrheitsführers im Senat, der das Mindestalter zum Kauf von Tabakwaren auf 21 von 18 anheben will. Altria fielen um 3,2 Prozent, BAT um 1,5 Prozent.

Der Mischkonzern Honeywell hat im ersten Quartal mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Die Aktie stieg um 3,8 Prozent. Der Ölkonzern Schlumberger hat zwar mit dem Umsatz die Erwartungen übertroffen, doch ging dieser im Vergleich zum Vorquartal ebenso wie der Gewinn zurück. Die Aktie fiel um 3,9 Prozent.

Mit Pinterest und Zoom Video Communications gaben am Donnerstag zwei Technologie-Startups ihr Debüt an der Börse. In beiden Fällen darf der Gang aufs Parkett als gelungen bezeichnet werden. Der Schlusskurs der Pinterest-Aktie lag mit 24,18 Dollar um 27 Prozent über dem Ausgabepreis, den das Unternehmen bei 19 Dollar festgesetzt hatte. Für Zoom wurde ein erster Kurs von 65 Dollar festgestellt - gegenüber dem Ausgabepreis von 36 Dollar ein Plus von gut 73 Prozent.

Schwache europäische Einkaufsmanagerindizes belasten Euro

Am Devisenmarkt fiel der Euro deutlich unter die Marke von 1,13 Dollar, nachdem Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone schwächer als erwartet ausgefallen waren. Zusätzliche Unterstützung für den Greenback brachten dann die starken US-Einzelhandelsdaten. Aktuell geht die Gemeinschaftswährung mit rund 1,1230 Dollar um.

Die Ölpreise zeigten sich trotz des stärkeren Dollars etwas befestigt. Anleger setzten darauf, dass die Sanktionen gegen Iran und Venezuela die Preise stützen und möglicherweise auch ein Ende der derzeit geltenden Opec-Fördermengenbeschränkungen kompensieren können. Als Unterstützung wurden auch neue Daten von Baker Hughes gesehen, denen zufolge die Zahl der aktiven US-Bohranlagen in der vergangenen Woche um acht gesunken ist. Der Preis für ein Barrel US-Rohöl der Sorte WTI stieg um 0,4 Prozent auf 64,00 Dollar. Brentöl legte um 0,5 Prozent auf 71,96 Dollar zu.

Gold legte minimal zu. Die Feinunze notierte 0,1 Prozent höher bei 1.275 Dollar.

Staatsanleihen waren gefragt, was Händler mit den schwachen Daten aus der Eurozone erklärten. Die Zehnjahresrendite sank um 3,2 Basispunkte auf 2,56 Prozent. Der US-Anleihehandel hatte wegen des morgigen Feiertags bereits um 20.00 Uhr MESZ geendet.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 26.559,54 0,42 110,00 13,86

S&P-500 2.905,03 0,16 4,58 15,88

Nasdaq-Comp. 7.998,06 0,02 1,98 20,54

Nasdaq-100 7.689,72 0,12 9,00 21,48

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,39 -1,2 2,40 118,4

5 Jahre 2,37 -3,9 2,41 44,5

7 Jahre 2,46 -3,0 2,49 21,5

10 Jahre 2,56 -3,2 2,60 11,8

30 Jahre 2,96 -3,4 2,99 -10,7

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:46 Uhr Mi, 17.20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1230 -0,60% 1,1301 1,1303 -2,0%

EUR/JPY 125,75 -0,66% 126,47 126,57 +0,0%

EUR/CHF 1,1407 -0,09% 1,1409 1,1403 +1,3%

EUR/GBP 0,8649 -0,19% 0,8663 0,8665 -3,9%

USD/JPY 111,98 -0,06% 111,92 111,99 +2,1%

GBP/USD 1,2984 -0,41% 1,3045 1,3043 +1,7%

Bitcoin

BTC/USD 5.284,01 +1,01% 5.270,38 5.214,76 +42,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,01 63,76 +0,4% 0,25 +37,6%

Brent/ICE 71,96 71,62 +0,5% 0,34 +31,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.275,20 1.274,10 +0,1% +1,10 -0,6%

Silber (Spot) 15,01 15,01 0% 0 -3,1%

Platin (Spot) 902,00 889,00 +1,5% +13,00 +13,3%

Kupfer-Future 2,92 2,97 -1,7% -0,05 +10,6%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

(END) Dow Jones Newswires

April 18, 2019 16:14 ET (20:14 GMT)

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