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25.04.2019 15:05
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MÄRKTE USA/Leichte Abgaben - 3M enttäuscht mit Zahlen

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Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)--Mit einer uneinheitlichen Tendenz dürfte die Wall Street am Donnerstag in den Handel starten. Während der Gesamtmarkt mit guten US-Auftragseingängen nach oben laufen dürfte, könnte es für den Dow-Jones-Index mit enttäuschenden Ergebnissen von 3M nach unten gehen. Vor allem jedoch die Berichtssaison steht weiter im Fokus. Bei den weiteren Unternehmenszahlen des Tages sind Blicke vor allem auf die nach Handelsschluss anstehenden Ergebnisse von Intel und Amazon gerichtet.

Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent. Dagegen fällt der Future auf den Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent zurück.

Der Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA ist im März deutlich höher als erwartet ausgefallen. Demnach stieg dieser gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent. Volkswirte hatten ein Plus von nur 0,8 Prozent prognostiziert. Die Bestellungen für zivile Investitionsgüter ohne Flugzeuge, die als wichtige Messgröße für die Unternehmensausgaben gelten, kletterten um 1,3 Prozent, nachdem sie im Vormonat um 0,1 Prozent zugelegt hatten. Zudem wurde der Vormonatswert nach oben revidiert.

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 20. April dagegen stärker als erwartet zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg diese auf saisonbereinigter Basis um 37.000 auf 230.000 Anträge. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 200.000 vorhergesagt.

3M sorgt für Enttäuschung - Microsoft mit guten Zahlen

Eine herbe Enttäuschung gibt es bei 3M. Der Konsumgüterhersteller hat sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen verfehlt. Für das Gesamtjahr ist 3M zudem nun pessimistischer. Außerdem startet das Unternehmen eine Restrukturierung, die mit dem Abbau von 2.000 Stellen einhergeht. Die Aktie des im Dow gelisteten Unternehmens bricht vorbörslich um 8,1 Prozent ein.

Microsoft hat mit den Zahlen für das dritte Quartal die Markterwartungen übertroffen - vor allem wegen des starken Wachstums im Cloud-Geschäft. Die Aktie gewinnt 5,1 Prozent und klettert damit in der Marktkapitalisierung erstmals über die Billionen-Dollar-Marke.

Die Facebook-Aktie schießt um 8,9 Prozent nach oben. Das Soziale Netzwerk hatte im ersten Quartal trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs nur gut halb so viel verdient wie im Vorjahreszeitraum. Gedrückt wurde das Ergebnis von einer Rückstellung für Rechtskosten in Höhe von 3 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen der Verbraucherschutzbehörde FTC wegen Datenschutzverstößen. Ohne diese Sonderbelastung seien die Geschäftszahlen nicht übel, heißt es.

Der Elektroautohersteller Tesla hat im ersten Quartal nach Gewinnen in den beiden Vorquartalen wieder einen Verlust eingefahren, will im dritten Quartal jedoch wieder die Gewinnzone erreichen. CEO Elon Musk bereitete die Tesla-Aktionäre zudem auf eine mögliche Kapitalerhöhung vor. Die Aktie gibt um 1,7 Prozent nach.

Der Paketdienstleister United Parcel Service hat im ersten Quartal vor allem wegen widrigen Wetters in den USA weniger verdient, der Umsatz verharrte nahezu auf Vorjahresniveau. Die Erwartungen des Marktes wurden damit verfehlt. Die Aktie fällt um 3,0 Prozent.

Die Walmart-Aktie verliert 0,2 Prozent, nachdem in Großbritannien die geplante Fusion der beiden Supermarktketten J Sainsbury und Asda abgesagt wurde. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA hatte sich gegen den geplanten Zusammenschluss gestellt. Für Walmart ist dies ein Rückschlag, denn der Konzern hatte im vergangenen Jahr vereinbart, Asda für 7,3 Milliarden Pfund an den britischen Wettbewerber zu verkaufen.

Ölpreise legen zu - Euro auf dem tiefsten Stand seit fast zwei Jahren

Die Ölpreise legen nach den Vortagesabgaben, ausgelöst durch eine überraschend deutliche Zunahme der US-Öllagerdaten, wieder zu. Die Investoren wägen die Wahrscheinlichkeit ab, ob die großen Ölförderländer als Reaktion auf die härteren US-Sanktionen gegen den Iran tatsächlich mit einer höherer Förderung reagieren. Hier gebe es Zweifel, da derzeit zwei der drei wichtigsten Förderländer aktiv versuchten, die Produktion zu drosseln, um das Marktgleichgewicht wiederherzustellen und zudem die Preise anzuheben, heißt es. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI steigt um 0,3 Prozent auf 66,08 Dollar, für Brent geht es um 0,7 Prozent auf 75,07 Dollar nach oben.

Der Euro fällt mit 1,1118 Dollar auf den tiefsten Stand seit 22 Monaten, nachdem am Vortag noch Kurse über der Marke von 1,12 Dollar aufgerufen worden waren. Marktstratege Kit Juckes von der Societe Generale verweist auf zuletzt schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone in dieser und der vergangenen Woche. Das Umfeld für den Euro habe sich nicht geändert. Marktteilnehmer setzten unverändert auf steigende Dollar- und fallende Euro-Kurse.

Die Lira fällt mit der Notenbankentscheidung auf ein Sechsmonatstief. Die türkische Zentralbank hat ihre Geldpolitik unverändert gelassen, der Leitzins verharrt bei 24 Prozent. Zwar sei die Entscheidung mehrheitlich erwartet worden, einige Marktteilnehmer hätten jedoch auf Maßnahmen gegen die Abwertung der Lira gesetzt und auf Aussagen über künftige Zinserhöhungen erhofft, heißt es.

Wenig Veränderung gibt es bei den "sicheren Häfen" Gold und Anleihen. Der Preis für die Feinunze liegt wenig verändert bei 1.277 Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen legt leicht zu auf 2,53 Prozent.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,33 0,8 2,32 112,4

5 Jahre 2,32 1,3 2,31 40,1

7 Jahre 2,42 0,7 2,41 17,4

10 Jahre 2,53 1,1 2,52 9,0

30 Jahre 2,95 1,8 2,93 -11,5

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:21 Mi, 17:18 % YTD

EUR/USD 1,1123 -0,29% 1,1156 1,1196 -3,0%

EUR/JPY 124,44 -0,46% 124,86 125,14 -1,0%

EUR/CHF 1,1366 -0,17% 1,1386 1,1402 +1,0%

EUR/GBP 0,8638 -0,09% 0,8646 0,8646 -4,0%

USD/JPY 111,87 -0,17% 111,92 111,77 +2,0%

GBP/USD 1,2876 -0,21% 1,2901 1,2949 +0,9%

Bitcoin

BTC/USD 5.447,26 +0,24% 5.409,76 5.475,26 +46,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 66,08 65,89 +0,3% 0,19 +40,8%

Brent/ICE 75,07 74,57 +0,7% 0,50 +36,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.277,00 1.275,36 +0,1% +1,64 -0,4%

Silber (Spot) 14,92 14,92 -0,0% -0,01 -3,8%

Platin (Spot) 880,00 884,50 -0,5% -4,50 +10,5%

Kupfer-Future 2,87 2,91 -1,4% -0,04 +8,9%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/ thl

(END) Dow Jones Newswires

April 25, 2019 09:06 ET (13:06 GMT)

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