20.09.2021 14:24

MÄRKTE USA/Schwach erwartet - Ängste wegen China Evergrande belasten

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NEW YORK (Dow Jones)--Kräftige Verluste dürfte die Wall Street am Montag zum Handelsstart erleiden, vorrangig belastet von der Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande. Außerdem drücken die Unklarheit bei der weiteren US-Geldpolitik und das Ringen um die US-Schuldenobergrenze auf die Stimmung.

An der Börse in Hongkong standen die Immobilienwerte erneut unter massivem Abgabedruck, die Evergrande-Aktie verlor weitere 13,8 Prozent. Die Talfahrt nährte Befürchtungen, dass Evergrande kurz vor einem Zahlungsausfall stehe.

Das angeschlagene Immobilien-Unternehmen versuche, Geld aufzutreiben, um die zahlreichen Kreditgeber, Zulieferer und Investoren zu bezahlen, hieß es. Die Aufsichtsbehörden warnten derweil erneut davor, dass die Verbindlichkeiten von 305 Milliarden Dollar zu größeren Risiken für das Finanzsystem des Landes führen könnten, wenn der Konzern nicht stabilisiert werde. Marktbeobachter waren allerdings der Ansicht, dass eine direkte Rettungsaktion der Regierung für Evergrande unwahrscheinlich ist.

Chefmarktanalyst Naeem Aslam von Avatrade nennt neben China noch andere Gründe für die Marktschwäche, so sinkende Prognosen für die Unternehmensergebnisse und die Unsicherheit rund um die Geldpolitik. Der Markt werde darauf achten, ob die Fed bei ihrer zweitägigen Sitzung ab Dienstag Hinweise für das Tapering, die Reduzierung der Anleihekäufe, geben wird. Auch die Schuldenobergrenze in den USA bleibt ein Thema. Dem Kongress ist es bislang nicht gelungen, sie anzuheben.

"Die Anleger hatten in letzter Zeit bereits viel zu verdauen, und die Schuldenkrise in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt (Evergrande & US-Schuldenobergrenze) in Kombination mit der Unsicherheit über die Entscheidung der Fed in dieser Woche über den Zeitplan für eine mögliche Reduzierung der Zinsen drückt auf die Stimmung am Markt", sagt Pierre Veyret, technischer Analyst bei Activtrades.

Ölpreise unter Druck

Die Probleme in China ziehen den Ölpreis kräftig mit nach unten. Zudem normalisiert sich die Produktion im Golf von Mexiko nach den Störungen durch den dortigen Hurrikan.

Der Dollar profitiert von den Sorgen um China und von der Debatte um ein mögliches Tapering. Der Dollarindex legt um 0,2 Prozent zu.

Auch US-Anleihen sind als sicherer Hafen gesucht. Die Rendite der zehnjährigen Staatstitel verliert 6,1 Basispunkte auf 1,31 Prozent. Der Goldpreis erholt sich minimal von seinem jüngsten Absturz.

Bankenwerte dürften sensibel auf die Probleme in China reagieren. Bank of America und Goldman Sachs Group fallen vorbörslich jeweils um 2,6 Prozent. Energiewerte leiden unter dem fallenden Ölpreis. Occidental Petroleum verlieren 4,9 Prozent, Devon Energy 4 Prozent und Marathon Oil 3,3 Prozent.

Biontech und Pfizer wollen schnellstmöglich die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für fünf- bis elfjährige Kinder beantragen. Der Impfstoff habe sich in Studien als sicher und wirksam erwiesen, teilten die beiden Pharmaunternehmen mit. Beide Aktien liegen indes klar im Minus.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,21 -0,4 0,22 9,7

5 Jahre 0,82 -4,0 0,86 45,7

7 Jahre 1,11 -5,2 1,16 46,1

10 Jahre 1,31 -6,1 1,37 39,1

30 Jahre 1,85 -5,9 1,90 19,7

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 08:26 Uhr Fr, 17.33 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1710 -0,2% 1,1717 1,1734 -4,1%

EUR/JPY 128,19 -0,6% 128,69 128,96 +1,7%

EUR/CHF 1,0881 -0,4% 1,0921 1,0924 +0,7%

EUR/GBP 0,8570 +0,4% 0,8548 0,8532 -4,0%

USD/JPY 109,46 -0,5% 109,84 109,92 +6,0%

GBP/USD 1,3664 -0,5% 1,3707 1,3752 -0,0%

USD/CNH (Offshore) 6,4856 +0,2% 6,4810 6,4673 -0,3%

Bitcoin

BTC/USD 43.481,51 -8,4% 45.707,51 47.486,26 +49,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 70,11 71,97 -2,6% -1,86 +46,0%

Brent/ICE 73,76 75,34 -2,1% -1,58 +44,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.758,57 1.754,40 +0,2% +4,17 -7,3%

Silber (Spot) 22,37 22,40 -0,1% -0,03 -15,2%

Platin (Spot) 929,00 940,85 -1,3% -11,85 -13,2%

Kupfer-Future 4,17 4,25 -1,8% -0,08 +18,2%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/smh

(END) Dow Jones Newswires

September 20, 2021 08:25 ET (12:25 GMT)

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