26.04.2018 18:23
Bewerten
(0)

MÄRKTE USA/Sinkende Renditen und gute Quartalszahlen befeuern Erholung

DRUCKEN

NEW YORK (Dow Jones)--An der Wall Street setzt sich am Donnerstag im Verlauf eine klar positive Tendenz durch. Dass die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wieder knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 3 Prozent liegt, stützt das Sentiment am Aktienmarkt etwas. Und überzeugende Geschäftsberichte von Facebook und AMD helfen Technologiewerten auf die Sprünge. Der Dow-Jones-Index steigt am Mittag (Ortszeit New York) um 0,6 Prozent auf 24.235 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen um 0,6 und 1,3 Prozent zu.

Beobachter merken allerdings an, dass die Anleger sehr selektiv vorgingen. Es gebe keine "Trostpreise" allein fürs Dabeisein, sagt Karyn Cavanaugh, Marktstrategin bei Voya Financial. "Belohnt" würden nur die Aktien der Unternehmen, die ein solides Umsatzwachstum und einen positiven Ausblick vorweisen könnten. "Die Anleger sorgen sich zwar wegen der Inflation", fährt die Strategin fort. "Ich weiß aber nicht einmal, was 'Überhitzung' bedeutet." Es gebe noch immer eine Arbeitsmarktreserve, weshalb Befürchtungen einer galoppierenden Inflation unbegründet seien. Die aktuell höheren Anleihezinsen seien Ausdruck des fortgesetzten Wirtschaftswachstums, so Cavanaugh.

Berichtsperiode bleibt in der Spur

Zu den Unternehmen, deren Aktien für gute Zahlen belohnt werden, gehört Facebook. Die Aktie des sozialen Netzwerks zieht um gut 9 Prozent an. Das nach wie vor florierende Geschäft mit digitaler Werbung hat Facebook im Auftaktquartal erneut zu starkem Wachstum verholfen. Der Konzern zeigte sich von dem Datenmissbrauchsskandal unbeeindruckt und übertraf die Markterwartungen. Der Nettogewinn stieg überproportional um 63 Prozent.

Die Aktien von Advanced Micro Devices (AMD) schießen gar um 14,2 Prozent nach oben. Der Halbleiterhersteller hat im Auftaktquartal 2018 sowohl die eigenen Erwartungen als auch die des Marktes locker übertroffen. Zudem lag auch der Ausblick für das laufende Quartal über den Prognosen der Analysten. Für die Visa-Aktie geht es um 4,6 Prozent gen Norden. Der Kreditkartenanbieter hat im zweiten Geschäftsquartal die Markterwartungen geschlagen und seinen Ausblick angehoben. Dagegen verlieren AT&T 6,6 Prozent. Der Telekommunikationskonzern hat in der ersten Periode bei leicht rückläufigen Umsätzen zwar mehr verdient. Auf bereinigter Basis verdiente das Unternehmen aber weniger als erhofft.

Ebay sinken um 6,3 Prozent. Zwar hat das digitale Auktionshaus mit den Erstquartalszahlen die Markterwartungen erfüllt, doch enttäuschte der Ausblick auf das laufende Quartal. Die Ford-Aktie legt um 2 Prozent zu. Der Automobilkonzern will seine Ertragskraft schneller steigern als bislang geplant. Ford kündigte bei der Veröffentlichung der Erstquartalszahlen an, von 2019 bis 2022 nur noch 29 Milliarden Dollar auszugeben anstatt der bisher veranschlagten 34 Milliarden. Damit soll das Ziel einer Gewinnmarge von 8 Prozent zwei Jahre früher erreicht werden als ursprünglich geplant. Die Ergebnisse für das erste Quartal lagen im Rahmen der Erwartungen. JP Morgan bestätigt die Aktie mit "Overweight" und hebt das Kursziel an.

Konkurrent General Motors (GM) hat im ersten Quartal deutliche Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Belastet wurde das Ergebnis von hohen Restrukturierungskosten in Südkorea und Produktionsausfällen in den USA. Gleichwohl übertraf der Konzern die Prognosen der Analysten. Die Titel büßen 2,2 Prozent ein. Qualcomm verlieren nach einem Gewinneinbruch um 52 Prozent 0,2 Prozent, auch wenn die Gewinnkennziffern besser als die Erwartungen ausgefallen sind.

Der Getränke- und Snackhersteller Pepsico hat im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis stärker als erwartet gesteigert. Das Getränkegeschäft am Heimatmarkt hinkt der Entwicklung aber weiter hinterher. Das Papier gewinnt 2 Prozent.

EZB und Daten setzen wenig Akzente

Wenig Beachtung finden die Konjunkturdaten - auch am Rentenmarkt, obwohl sie einige Überraschungen enthielten. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind deutlicher als erwartet gesunken. Ein echtes Ausrufezeichen setzen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter, die im März die Marktprognosen klar geschlagen haben, wenngleich dies nahezu ausschließlich auf massive Flugzeugbestellungen zurückzuführen war.

Am Devisenmarkt ist der Euro nach unten aus seiner seit längerem ausgebildeten Handelsspanne ausgebrochen. Die Gemeinschaftswährung fällt auf gut 1,21 Dollar von etwa 1,2170 Dollar am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet bestätigt. Die EZB hielt sowohl an ihren Leitzinsen als auch am Volumen der monatlichen Anleihekäufe sowie am Ausblick für die Entwicklung dieser geldpolitischen Instrumente fest. EZB-Präsident Mario Draghi machte auf seiner Pressekonferenz keine Anzeichen einer strafferen Geldpolitik. Er betonte das etwas schwächere Wachstum.

Während der Goldpreis belastet vom festeren Dollar um 0,6 Prozent auf 1.316 Dollar fällt, zeigt sich am Ölmarkt eine uneinheitliche Tendenz. US-Leichtöl der Sorte WTI ermäßigt sich um 0,2 Prozent auf 67,92 Dollar je Fass, europäisches Referenzöl der Sorte Brent steigt dagegen um 0,5 Prozent auf 74,37 Dollar. Zum einen rücken neue Iran-Sanktionen durch die USA näher, zum anderen deuten steigende Exporte von US-Erdöl auf eine wachsende globale Nachfrage.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 24.234,92 0,63 151,09 -1,96

S&P-500 2.655,65 0,62 16,25 -0,67

Nasdaq-Comp. 7.091,38 1,25 87,64 2,72

Nasdaq-100 6.619,33 1,62 105,39 3,48

US-Anleihen

Laufzeit Akt. Rendite Bp zu Vortag Rendite Vortag +/-Bp YTD

2 Jahre 2,48 -1,2 2,49 127,3

5 Jahre 2,81 -2,3 2,84 89,0

7 Jahre 2,94 -3,7 2,98 69,2

10 Jahre 2,99 -3,5 3,03 54,8

30 Jahre 3,18 -3,1 3,21 11,1

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:32 Mi, 17:15 % YTD

EUR/USD 1,2109 -0,44% 1,2175 1,2180 +0,8%

EUR/JPY 132,33 -0,55% 133,17 133,11 -2,2%

EUR/CHF 1,1966 +0,05% 1,1966 1,1972 +2,2%

EUR/GBP 0,8699 -0,34% 0,8734 1,1444 -2,2%

USD/JPY 109,28 -0,10% 109,37 109,30 -3,0%

GBP/USD 1,3919 -0,10% 1,3941 1,3939 +3,0%

Bitcoin

BTC/USD 8.832,16 -3,4% 8.930,73 8.906,58 -35,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 67,92 68,05 -0,2% -0,13 +13,1%

Brent/ICE 74,37 74,00 +0,5% 0,37 +13,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.315,62 1.323,15 -0,6% -7,53 +1,0%

Silber (Spot) 16,46 16,55 -0,6% -0,09 -2,8%

Platin (Spot) 907,05 909,50 -0,3% -2,45 -2,4%

Kupfer-Future 3,12 3,13 -0,5% -0,02 -5,9%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/flf

(END) Dow Jones Newswires

April 26, 2018 12:23 ET (16:23 GMT)

Nachrichten zu Facebook Inc.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Facebook Inc.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
16.07.2018Facebook OutperformCredit Suisse Group
13.07.2018Facebook buyJefferies & Company Inc.
13.07.2018Facebook overweightBarclays Capital
11.07.2018Facebook buyNomura
10.07.2018Facebook overweightMorgan Stanley
16.07.2018Facebook OutperformCredit Suisse Group
13.07.2018Facebook buyJefferies & Company Inc.
13.07.2018Facebook overweightBarclays Capital
11.07.2018Facebook buyNomura
10.07.2018Facebook overweightMorgan Stanley
03.05.2018Facebook HoldMorningstar
22.03.2018Facebook HoldStifel, Nicolaus & Co., Inc.
01.02.2018Facebook HoldMorningstar
19.01.2018Facebook HoldMorningstar
02.02.2017Facebook HoldPivotal Research Group
06.07.2018Facebook SellSociété Générale Group S.A. (SG)
02.04.2018Facebook SellPivotal Research Group
31.07.2017Facebook SellPivotal Research Group
02.02.2017Facebook SellSociété Générale Group S.A. (SG)
04.11.2016Facebook SellSociété Générale Group S.A. (SG)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Facebook Inc. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Wachstumsaktien!

Wo bieten sich Anlegern weltweit die besten Wachstumschancen? Wir stellen Ihnen im neuen Anlegermagazin vier Titel mit viel Potenzial vor.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX mit kleinem Plus -- Wall Street schließt uneinheitlich -- Netflix-Aktie stürzt ab -- Deutsche Bank: Überraschend hoher Gewinn -- thyssenkrupp, Bank of America, VTG im Fokus

Dialog Semiconductor-Aktie weiter auf Erholungskurs nach guten Quartals-Eckdaten. Linde verkauft Amerika-Geschäfte an Messer und CVC für 2,8 Milliarden Euro. Fiat: Streik gegen Ronaldo-Transfer ein "eklatanter Flop". Chinas Premier Li warnt USA: Ein Handelskrieg hat keine Gewinner.

Top-Rankings

WM: Die weltbesten Fußballnationen
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
Die teuersten Städte für Expats 2018
Hier ist das Leben für ausländische Fachkräfte besonders teuer
KW 28: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier gibt es die beliebtesten Jobs
Sparweltmeiste
Welche Länder die meisten Währungsreserven haben
Wer hat am meisten Einfluss?
Die charismatischen Persönlichkeiten der Tech-Unternehmen
Die wertvollsten Marken der Welt
Welche Marke macht das Rennen?
Die Performance der TecDAX-Werte in Q2 2018.
Welche Aktie macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

US-Präsident Trump fordert von Deutschland, die Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen. Was sollte Berlin tun?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Netflix Inc.552484
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
Deutsche Bank AG514000
Facebook Inc.A1JWVX
Alphabet A (ex Google)A14Y6F
TwitterA1W6XZ
Intel Corp.855681
GoProA1XE7G
Steinhoff International N.V.A14XB9
Daimler AG710000
Amazon906866
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Siemens Healthineers AGSHL100