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21.02.2019 22:10
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MÄRKTE USA/Stimmung trübt sich mit Konjunkturdaten ein

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NEW YORK (Dow Jones)--Nach drei Tagen mit steigenden Kursen ist die Wall Street am Donnerstag abwärts gelaufen. Dabei zeigten die Anleger nach dem steilen Anstieg seit Jahresbeginn nicht nur Ermüdungserscheinungen, sie waren auch enttäuscht von neuen Konjunkturdaten. Im übrigen schwankten die Anleger zwischen Zuversicht, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China bald beigelegt wird, und der Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Handelsgespräche.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,4 Prozent auf 25.851 Punkte, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite gaben ebenfalls je 0,4 Prozent nach. Umgesetzt wurden 852 (Mittwoch: 930) Millionen Aktien. Dabei standen sich an der Nyse 1.136 (1.784) Kursgewinner und 1.785 (1.162) -verlierer gegenüber, während 112 (103) Titel unverändert schlossen.

Am Donnerstag wurden die Verhandlungen zwischen den USA und China, die bisher auf mittlerer Ebene geführt wurden, auf Kabinettsebene fortgesetzt. Einem Agenturbericht zufolge haben sich beide Seiten prinzipiell in einer Vielzahl von Punkten geeinigt, die Rede ist von sechs Kernbereichen, für die nun Umrisse aufgestellt würden. Unter anderem soll es dabei um das Recht an geistigem Eigentum und forcierten Technologietransfer gehen. Damit verdichteten sich die Signale, dass die USA zumindest nicht sofort zum Ende der vereinbarten Friedenspflicht am 1. März ihre Strafzölle auf Importe aus China anheben werden.

Daneben musste der Markt eine Fülle von Konjunkturdaten verarbeiten, die überwiegend auf der schwächeren Seite lagen. Die seit einiger Zeit zunehmende Konjunkturskepsis fand in den Daten frische Nahrung. Der Philly-Fed-Index fiel mit einem Wert von minus 4,1 Prozent im Februar erheblich schwächer aus als die von Volkswirten prognostizierten plus 14,0. Im Januar war ein Indexstand von 17,0 ermittelt worden.

Die Auftragseingänge stiegen weniger stark als erwartet. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging dagegen überraschend deutlich zurück. Der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Februar ermäßigte sich, während der Servicesektor zulegte. Die Januar-Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser blieben unter den Erwartungen und der Index der Frühindikatoren zeigte sich leicht im Minus.

Nike geben mit Sportunfall nach

Für die Nike-Aktie ging es abwärts, nachdem sich ein Schuh des Sportartikelkonzerns als Handicap erwiesen hat. Dem Basketballspieler Zion Williamson von Duke University ist der Nike-Sneaker während eines Spiels gegen University of North Carolina geplatzt. Williamson verdrehte sich das Knie und musste das Spiel abbrechen. Die Nike-Aktie fiel um 1,1 Prozent.

Geschäftszahlen kamen nur noch aus der zweiten Reihe. Delphi Technologies haussierten um 19 Prozent. Der in London ansässige Automobilzulieferer lag beim bereinigten Quartalsgewinn je Aktie mit 1,06 Dollar zwar unter dem Vorjahr mit 1,32 Dollar. Analysten hatten aber lediglich mit 87 Cent gerechnet.

Am Mittwoch nach Börsenschluss hat unter anderem der Autoverleiher Avis Budget Quartalszahlen vorgelegt, die gut ankamen. Die Aktie sprang um gut 17 Prozent nach oben. Foot Locker tendierten kaum verändert, nachdem der Einzelhändler das neunte Jahr in Folge die Dividende erhöht und einen Aktienrückkauf über 1,2 Milliarden Dollar in den nächsten drei Jahren auf den Weg gebracht hat.

Negativ wurden die am Donnerstagmorgen (Ortszeit) vorgelegten Zahlen von Domino's Pizza aufgenommen. Die Restaurantkette hat mit Umsatz und Ergebnis die Erwartungen verfehlt, was die Aktie um 9 Prozent drückte. Die Schnellrestaurantkette Wendy's enttäuschte zwar mit dem Umsatz, schnitt aber beim Gewinn besser ab als erwartet. Mit der Aktie ging es um 0,5 Prozent nach oben.

Norwegian Cruise Line hat nicht nur überraschend gute Zahlen veröffentlicht, sondern auch einen optimistischen Ausblick gegeben. Die Aktie rückte um 3,4 Prozent vor. Auch Newmont Mining hat besser abgeschnitten als erwartet. Der Kurs legte aber nur um 0,1 Prozent zu, denn das Unternehmen profitierte im Schlussquartal von einer niedrigeren Steuerbelastung.

Unter den Nebenwerten haussierten Immune Design um über 300 Prozent auf 5,83 Dollar. Merck & Co kauft das Unternehmen für 300 Millionen bzw 5,85 Dollar je Aktie. Der Kaufpreis beträgt mehr als das Vierfache des Schlusskurses von 1,42 Dollar am Mittwoch.

Ölpreise etwas leichter

Am Ölmarkt kam es nach den jüngsten Aufschlägen zu einer Atempause. US-Rohöl der Sorte WTI ermäßigte sich pro Fass um 0,3 Prozent auf 56,96 Dollar. Brentöl verlor 0,2 Prozent auf 66,94 Dollar. Die Fortschritte bei den Handelsgesprächen verhinderten größere Verluste. US-Lagerdaten fielen uneinheitlich aus. Während die Ölvorräte zunahmen, sanken die Benzin- und die Destillatbestände.

Beim Gold kam es erneut zu Gewinnmitnahmen. Schon am Vortag hatte der Preis für das Edelmetall nach dem Fed-Protokoll nachgegeben, allerdings war er in den vergangenen Tagen stetig gestiegen und hatte am frühen Mittwoch im asiatisch dominierten Handel bei 1.346,80 Dollar den höchsten Stand seit zehn Monaten erreicht. Die Feinunze notierte 1 Prozent niedriger bei 1.323 Dollar.

Der Kurs des Euro zeigte sich mit rund 1,1335 Dollar wenig verändert zum späten US-Handel am Mittwoch. Das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung vom Mittwoch war nicht taubenhafter als erwartet. Gleichzeitig stützten die jüngsten Fortschritte bei den Handelsgesprächen den Greenback.

Staatsanleihen waren nicht gefragt, denn sie litten unter dem Optimismus rund um die Handelsgespräche zwischen Amerika und China. Sinkende Notierungen trieben die Zehnjahresrendite um 4,5 Basispunkte auf 2,69 Prozent nach oben. Belastend war auch eine 8 Milliarden Dollar starke Auktion 30-jähriger inflationsgeschützter Anleihen, die auf starke Nachfrage stieß. Dies gilt als zeichen, dass einihe Anleger mit steigenden Verbraucherpreisen rechnen.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.850,63 -0,40 -103,81 10,82

S&P-500 2.774,88 -0,35 -9,82 10,69

Nasdaq-Comp. 7.459,71 -0,39 -29,36 12,42

Nasdaq-100 7.035,16 -0,38 -27,18 11,14

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,51 1,7 2,50 131,0

5 Jahre 2,50 3,6 2,47 57,9

7 Jahre 2,59 4,2 2,54 33,9

10 Jahre 2,69 4,5 2,65 24,6

30 Jahre 3,04 4,8 2,99 -2,5

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:37 Uhr Mi, 17.20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1336 -0,09% 1,1338 1,1356 -1,1%

EUR/JPY 125,47 -0,20% 125,60 125,71 -0,2%

EUR/CHF 1,1350 -0,00% 1,1350 1,1343 +0,8%

EUR/GBP 0,8696 +0,02% 0,8699 0,8683 -3,4%

USD/JPY 110,68 -0,10% 110,78 110,73 +1,0%

GBP/USD 1,3036 -0,11% 1,3035 1,3079 +2,1%

Bitcoin

BTC/USD 3.894,26 -0,83% 3.934,00 3.917,27 +4,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 56,86 57,16 -0,5% -0,30 +23,4%

Brent/ICE 66,94 67,08 -0,2% -0,14 +23,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.323,30 1.336,70 -1,0% -13,41 +3,2%

Silber (Spot) 15,81 16,05 -1,5% -0,24 +2,1%

Platin (Spot) 823,00 827,50 -0,5% -4,50 +3,3%

Kupfer-Future 2,91 2,92 -0,5% -0,01 +10,4%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

(END) Dow Jones Newswires

February 21, 2019 16:11 ET (21:11 GMT)

Nachrichten zu Merck Co.

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25.01.2019Merck Market PerformBMO Capital Markets
25.10.2018Merck Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
23.04.2018Merck buyGoldman Sachs Group Inc.
05.04.2018Merck OverweightBarclays Capital
16.01.2018Merck HoldJefferies & Company Inc.
25.01.2019Merck Market PerformBMO Capital Markets
25.10.2018Merck Conviction Buy ListGoldman Sachs Group Inc.
23.04.2018Merck buyGoldman Sachs Group Inc.
05.04.2018Merck OverweightBarclays Capital
31.07.2017Merck BuyUBS AG
16.01.2018Merck HoldJefferies & Company Inc.
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17.07.2006Merck & Co neues KurszielEvern Securities
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