22.10.2021 15:59

MÄRKTE USA/Technologieaktien im Minus - Dow & Co auf Allzeithoch

Folgen
Werbung

NEW YORK (Dow Jones)--Zweigeteilt zeigt sich die Wall Street am Freitag. Während die technologielastige Nasdaq mit Abschlägen startet, klettern Dow und S&P-500 knapp auf neue Allzeithochs. Die Kaufbereitschaft geht mit den erreichten Niveaus aber vor dem Wochenende aber etwas zurück. Im frühen Geschäft klettert der Dow-Jones-Index um 0,3 Prozent auf 35.723 Punkte - der S&P-500 stagniert nach seinem Hüpfer auf neue Rekordstände. Der Nasdaq-Composite verliert indes 0,6 Prozent.

Für gewisse Erleichterung sorgt, dass der strauchelnde chinesische Immobilienriese Evergrande eine Pleite - vorerst - abgewendet hat. Der Konzern hat eine überfällige Zinszahlung von 83,5 Millionen Dollar geleistet. Ein Ausfall dieser Anleihen hätte sich wahrscheinlich zur größten Unternehmenspleite in Asien ausgeweitet, wohl mit globaler Ausstrahlung. Mehr als ein Atemholen in dem Drama dürfte dies aber nicht sein, warnen Händler.

Positiv wird auch zur Kenntnis genommen, dass US-Präsident Joe Biden Schwierigkeiten sieht, die Unternehmenssteuern zu erhöhen. Im frühen Verlauf sorgen die US-Einkaufsmanagerindizes für wenig Impulse, Dienstleistunggewerbe und Industrie sind mal über und mal unter Erwartungen geblieben. Im Verlauf spricht indes US-Notenbankpräsident Jerome Powell.

Nasdaq im Minus

Die Nasdaq wird vom Kurseinbruch bei Snap (-20,6%) und Intel (-11%) belastet. Snap rechnet nach den jüngsten Änderungen der Datenschutzregeln von Apple mit einer Abschwächung des Wachstums. Auch im zurückliegenden Quartal verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzplus unter den Erwartungen. "Apples neue Datenschutzrichtlinie wird wahrscheinlich nicht nur Snap, sondern dem gesamten Sektor Gegenwind bescheren. Das Ausmaß wird sich nächste Woche zeigen, wenn einige der anderen Branchengiganten wie Facebook ihre Quartalsergebnisse veröffentlichen", warnt Investmentstrategin Victoria Scholar von Interactive Investor. Facebook sinken um 4,4 Prozent, Twitter um 3,2 und Alphabet um 1,8 Prozent.

Intel hat im dritten Quartal mehr verdient als erwartet und auch die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Allerdings kann der Chiphersteller die Nachfrage der Kunden nicht schnell genug befriedigen, weshalb der Umsatz im dritten Quartal die Markterwartungen knapp verfehlte und voraussichtlich auch im laufenden vierten Quartal nicht erreichen wird.

Außerhalb des Technologiebereichs ziehen die Titel der Kreditkartengesellschaft American Express um 4,2 Prozent an. Das Unternehmen hat im dritten Quartal bei Umsatz- und Gewinn zugelegt und von der Ausgabenlust seiner Kunden besonders in den Restaurants profitiert. Honeywell verlieren 1 Prozent. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat im dritten Quartal zwar ungeachtet der Einschränkungen in der Lieferkette und der Rohstoffkosteninflation mehr verdient als erwartet. Allerdings bleiben die Probleme der Lieferkette künftig nicht ohne Folgen: Das Industriekonglomerat rudert bei seiner Umsatzschätzung zurück.

Beim Spielzeughersteller Mattel (-0,3%) konnten gestiegene Materialkosten durch höhere Preise kompensiert werden. Die Aktie war aber zuletzt gut gelaufen. Bei Celanese (+2,6%) hat sich der Quartalsgewinn im dritten Quartal mehr als verdoppelt, der Umsatz des Chemie- und Spezialmaterialunternehmens überstieg zum zweiten Mal in Folge die Marke von 2 Milliarden Dollar.

Goldpreis zieht an

Am Devisenmarkt sinkt der Dollarindex um 0,2 Prozent. Angesichts der Perspektiven einer strafferen Geldpolitik in den USA macht die ING kurzfristig Erfolungspotenzial beim Greenback aus. Die gute Berichtsperiode fache das Angstthema Inflation eher noch an, heißt es. Der gesunkene Dollarkurs und die Inflationsängste stützen derweil den Goldpreis.

Am Rentenmarkt sinken die Renditen leicht, was Händler aber nicht mit schwindenden Inflationssorgen in Verbindung bringen. Erdöl wird wieder teurer: Berichte, wonach die Gruppe Opec+ zuletzt etwas mehr gefördert habe als eigentlich vereinbart, trügen kaum zur Entlastung der engen Märkte bei, heißt es.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 35.722,75 +0,3% 119,67 +16,7%

S&P-500 4.547,99 -0,0% -1,79 +21,1%

Nasdaq-Comp. 15.128,80 -0,6% -86,90 +17,4%

Nasdaq-100 15.409,68 -0,5% -79,91 +19,6%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,46 0,1 0,46 34,0

5 Jahre 1,22 -1,3 1,23 86,1

7 Jahre 1,51 -2,4 1,53 86,1

10 Jahre 1,67 -3,1 1,70 75,2

30 Jahre 2,11 -4,1 2,15 46,1

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 7:58 Uhr Do, 17:39 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1645 +0,2% 1,1626 1,1640 -4,7%

EUR/JPY 132,49 -0,0% 132,52 132,44 +5,1%

EUR/CHF 1,0661 -0,1% 1,0672 1,0680 -1,4%

EUR/GBP 0,8448 +0,2% 0,8426 0,8430 -5,4%

USD/JPY 113,79 -0,2% 114,00 113,78 +10,2%

GBP/USD 1,3785 -0,1% 1,3797 1,3808 +0,9%

USD/CNH (Offshore) 6,3795 -0,2% 6,3945 6,3897 -1,9%

Bitcoin

BTC/USD 62.816,76 +0,1% 63.045,01 62.727,01 +116,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 83,53 82,50 +1,2% 1,03 +75,2%

Brent/ICE 85,41 84,61 +0,9% 0,80 +68,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.806,13 1.782,90 +1,3% +23,23 -4,8%

Silber (Spot) 24,64 24,18 +1,9% +0,47 -6,6%

Platin (Spot) 1.071,50 1.053,10 +1,7% +18,40 +0,1%

Kupfer-Future 4,55 4,56 -0,2% -0,01 +29,1%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

October 22, 2021 09:59 ET (13:59 GMT)

Nachrichten zu Meta Platforms (ex Facebook)

  • Relevant
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Meta Platforms (ex Facebook)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.11.2021Meta Platforms (ex Facebook) BuyGoldman Sachs Group Inc.
29.10.2021Facebook (Meta) OverweightJP Morgan Chase & Co.
26.10.2021Facebook OutperformCredit Suisse Group
26.10.2021Facebook BuyUBS AG
26.10.2021Facebook OverweightJP Morgan Chase & Co.
17.11.2021Meta Platforms (ex Facebook) BuyGoldman Sachs Group Inc.
29.10.2021Facebook (Meta) OverweightJP Morgan Chase & Co.
26.10.2021Facebook OutperformCredit Suisse Group
26.10.2021Facebook BuyUBS AG
26.10.2021Facebook OverweightJP Morgan Chase & Co.
18.03.2019Facebook HoldNeedham & Company, LLC
01.02.2019Facebook NeutralUBS AG
07.01.2019Facebook NeutralNomura
26.11.2018Facebook HaltenDZ BANK
26.07.2018Facebook NeutralUBS AG
05.12.2019Facebook ReduceHSBC
31.01.2019Facebook SellPivotal Research Group
31.10.2018Facebook SellPivotal Research Group
12.10.2018Facebook SellPivotal Research Group
06.07.2018Facebook SellSociété Générale Group S.A. (SG)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Meta Platforms (ex Facebook) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Neue Virussorgen: DAX geht tiefrot ins Wochenende -- Ausverkauf in den USA -- Lufthansa fliegt vorerst weiter nach Südafrika -- Tesla verzichtet auf staatliche Förderung -- Software AG, K+S im Fokus

Apple macht iPhone in der Türkei über Nacht mehr als 25 Prozent teurer. Ocugen-Aktie: FDA stoppt Covaxin-Impfstoff. BioNTech prüft Wirksamkeit seines Impfstoffs gegen neue Corona-Variante. Nextcloud legt Beschwerde gegen Microsoft beim Bundeskartellamt ein. Kryptowährungen geben wegen neuer Virusvariante kräftig nach. Deutsche Bank: Entscheidend ob Impfstoffe gegen Variante wirken.

Umfrage

Sind Sie in Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether & Co. investiert?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln