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06.05.2019 18:32
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MÄRKTE USA/Trump-Drohung an China schickt Wall Street ins Minus

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NEW YORK (Dow Jones)--Während Anleger an der Wall Street zuletzt mit einer Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit gerechnet haben, droht US-Präsident Donald Trump stattdessen mit neuen und höheren Zöllen auf chinesische Waren schon ab Freitag. Diese unerwartete Eskalation schickt die US-Börsen im Verbund mit Asien und Europa auf Talfahrt. Trump begründete seine Drohung damit, dass die Verhandlungen zur Beilegung des Handelsstreits zu langsam vorankämen. In der Tat war in den vergangenen Wochen immer wieder von Fortschritten die Rede gewesen, eine konkrete Lösung ist bislang aber nicht in Sicht.

Der Dow-Jones-Index verliert gegen Mittag US-Ostküstenzeit 0,9 Prozent auf 26.273 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite büßen 1,0 bzw. 1,1 Prozent ein. Allerdings fallen die Verluste im Vergleich zu anderen Börsenplätzen verhaltener aus, zudem erholen sich die Kurse schon wieder von den Tagestiefs - wohl auch deshalb, weil China die Handelsgespräche, die am Mittwoch im Washington wieder aufgenommen werden sollen, bislang nicht abgesagt hat, obwohl dies in den chinesischen Medien diskutiert wird.

Das Risiko eines Scheiterns sei ganz klar gestiegen, kommentiert Investmentstratege Eli Lee von Bank of Singapore die jüngsten Nachrichten. "Märkte mögen keine solchen Überraschungen, aber wir benötigen mehr Zeit mit dieser Geschichte, weil sie vor dem Hintergrund einer superstarken Wirtschaft läuft", ergänzt Marktstratege Michael Antonelli von Robert W. Baird & Co. Er hält auch eine Verhandlungstaktik von Trump für denkbar.

Anleger flüchten in "sichere Häfen"

Die verunsicherten Anleger suchen ihr Heil derweil in vermeintlich sicheren Anlagen, wie etwa Staatsanleihen. Steigende Notierungen drücken die Rendite zehnjähriger US-Anleihen um 3,7 Basispunkte auf 2,48 Prozent. Gold ist dagegen kaum gesucht, weil der vergleichsweise feste Dollar die Nachfrage etwas dämpft. Der Preis für eine Feinunze steigt um 0,1 Prozent auf 1.281 Dollar.

Denn der Renminbi in China, eines der Hauptnachfrageländer für physisches Gold, ist auf den tiefsten Stand seit Januar gesunken. Darüber hinaus profitiert am Devisenmarkt der Yen als klassische Fluchtwährung von Befürchtungen, dass der Handelsstreit nicht beigelegt werden könnte. Der Dollar fällt auf etwa 110,85 Yen, zeigt sich damit aber erholt von seinem Tagestief, das bei 110,28 Yen gelegen hatte. Am Freitag hatte der Greenback allerdings noch rund 111,50 Yen gekostet. Der Euro notiert kaum verändert bei rund 1,12 Dollar.

Die Ölpreise leiden etwas unter Befürchtungen, dass der Handelskonflikt die chinesische Nachfrage nach Erdöl dämpfen könnte, hatten im frühen Verlauf aber schon deutlicher nachgegeben. Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI verbilligt sich um 0,4 Prozent auf 61,68 Dollar. Der Brentpreis fällt um 0,3 Prozent auf 70,64 Dollar.

Berkshire Hathaway mit Milliardengewinn im Blick

Andere Nachrichten spielen derweil nur eine untergeordnete Rolle am Markt. Wichtige US-Konjunkturdaten wurden am Montag nicht veröffentlicht. Auch Unternehmensnachrichten sind rar, denn die Bilanzsaison nähert sich in den USA ihrem Ende. Konjunkturzyklische Werte wie Caterpillar (minus 1,7 Prozent) verlieren am Aktienmarkt besonders heftig, dazu zählt auch der Halbleitersektor, der 2,4 Prozent abgibt. Advanced Micro Devices, Micron Technology und Nvidia sinken um bis zu 4 Prozent.

Die Holding-Gesellschaft von Investorenlegende Warren Buffett hat im Auftaktquartal einen deutlichen Nettogewinn erzielt, nachdem im vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Verlust angefallen war. Die B-Aktie von Berkshire Hathaway fällt um 2,8 Prozent.

Die Boeing-Aktie gibt um 1,6 Prozent nach. Hier dürfte neben der jüngsten Entwicklung im Zollstreit eine neue schlechte Nachricht zum Flugzeugtyp 737 Max, der mit zwei Abstürzen innerhalb weniger Monate in die Schlagzeilen geraten war, den Kurs belasten. Nach Angaben von Vertretern der Luftfahrtbranche und der US-Regierung wusste Boeing schon 2017 von einem Fehler im Cockpit-Warnsystem, den das Unternehmen aber zunächst verschwiegen habe. Erst nach dem jüngsten Unglück sei der Flugzeugbauer mit lückenhaften und widersprüchlichen Erklärungen an einige Fluggesellschaften und Piloten herausgerückt, so der Vorwurf.

Kraft Heinz tendieren kaum verändert. Der Lebensmittelkonzern muss die Geschäftszahlen der vergangenen drei Jahre neu ausweisen, nachdem eine Überprüfung Unregelmäßigkeiten ergeben hat. Als eine der wenigen Dow-Aktien im Plus legen Chevron um 1,5 Prozent zu. Im Bieterwettstreit um Anadarko hat Occidental die Barkomponente ihres Gebots aufgestockt, die Gesamthöhe der Offerte bleibt zwar unverändert, liegt aber über dem Gebot von Chevron. Occidental ziehen um 1,1 Prozent an, Anadarko um 3,7 Prozent.

Sysco gewinnen 2,4 Prozent, der Lebensmitteldienstleister verdiente auf bereinigter Basis mehr als gedacht. Tyson Foods steigen um 2,2 Prozent. Der Lebensmittelkonzern setzte mehr um als erwartet. Sinclair Broadcast haussieren um 26,8 Prozent auf Allzeithoch, der Kauf des regionalen Sportnetzwerks von Walt Disney durch den Fernsehsender kommt bei Analysten gut an.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 26.272,70 -0,88 -232,25 12,63

S&P-500 2.917,08 -0,97 -28,56 16,36

Nasdaq-Comp. 8.072,71 -1,12 -91,29 21,66

Nasdaq-100 7.740,81 -1,34 -104,92 22,29

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,29 -4,0 2,34 109,2

5 Jahre 2,28 -5,5 2,33 35,4

7 Jahre 2,38 -4,2 2,42 13,0

10 Jahre 2,48 -3,7 2,52 4,0

30 Jahre 2,89 -2,6 2,92 -17,4

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:32 Fr, 17.24 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1200 +0,18% 1,1192 1,1196 -2,3%

EUR/JPY 124,12 +0,39% 123,93 124,44 -1,3%

EUR/CHF 1,1399 +0,27% 1,1371 1,1385 +1,3%

EUR/GBP 0,8554 +0,70% 0,8531 0,8513 -5,0%

USD/JPY 110,83 +0,19% 110,63 111,16 +1,1%

GBP/USD 1,3092 -0,51% 1,3119 1,3152 +2,6%

Bitcoin

BTC/USD 5.691,51 -0,88% 5.637,76 5.707,26 +53,0%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 61,75 61,94 -0,3% -0,19 +31,6%

Brent/ICE 70,67 70,85 -0,3% -0,18 +28,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.280,93 1.278,90 +0,2% +2,03 -0,1%

Silber (Spot) 14,89 14,93 -0,3% -0,05 -3,9%

Platin (Spot) 874,50 871,50 +0,3% +3,00 +9,8%

Kupfer-Future 2,84 2,83 +0,6% +0,02 +7,8%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/cln

(END) Dow Jones Newswires

May 06, 2019 12:33 ET (16:33 GMT)

Nachrichten zu AMD (Advanced Micro Devices) Inc.

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Analysen zu AMD (Advanced Micro Devices) Inc.

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01.05.2019AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
10.04.2019AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
30.01.2019AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
30.10.2018AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
18.10.2018AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
01.05.2019AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
10.04.2019AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
30.01.2019AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
30.10.2018AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
18.10.2018AMD (Advanced Micro Devices) OutperformCowen and Company, LLC
01.10.2018AMD (Advanced Micro Devices) NeutralRobert W. Baird & Co. Incorporated
26.06.2018AMD (Advanced Micro Devices) HoldThe Benchmark Company
17.05.2017AMD (Advanced Micro Devices) HoldLoop Capital
07.10.2016AMD Equal WeightBarclays Capital
22.07.2016AMD NeutralMizuho
18.07.2017AMD (Advanced Micro Devices) UnderweightBarclays Capital
07.07.2015AMD SellUBS AG
23.08.2012Advanced Micro Devices (AMD) underperformMacquarie Research
23.07.2012Advanced Micro Devices (AMD) underperformMacquarie Research
11.07.2012Advanced Micro Devices (AMD) sellGoldman Sachs Group Inc.

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