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01.02.2019 15:43
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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Starke Arbeitsmarktdaten kein Treiber

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NEW YORK (Dow Jones)--An den US-Börsen zeichnet sich am Freitag kurz nach Handelsbeginn keine einheitliche Tendenz ab. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,3 Prozent. Der S&P-500 legt um 0,1 Prozent zu, und der Nasdaq-Composite sinkt um 0,1 Prozent.

Einzelwerte werden von Unternehmensbilanzen bewegt. Die offiziellen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung haben derweil kaum Einfluss auf das Geschehen, obwohl die sogenannten Payrolls im Januar einen erheblich stärkeren Beschäftigungsaufbau gezeigt haben als erwartet. Demnach wurden im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft 304.000 Stellen geschaffen, während die Konsensprognose der Ökonomen mit 170.000 deutlich pessimistischer war.

Die befragten Volkswirte hatten, nicht zuletzt wegen des sogenannten Shutdown, mit einem deutlich geringeren Beschäftigungsaufbau als im Dezember gerechnet. Wegen der Haushaltssperre waren nicht nur Regierungsangestellte mehrere Wochen lang in Zwangsurlaub geschickt worden. Auch private Unternehmen, die von Regierungsaufträgen abhängen, bekamen die Folgen zu spüren.

Die Arbeitslosenquote lag mit 4,0 Prozent im Januar geringfügig über den erwarteten 3,9 Prozent. Die Stundenlöhne stiegen im Vergleich zum Vormonat um 0,11 Prozent. Hier war ein Anstieg um 0,30 Prozent prognostiziert worden.

Die Daten haben zwar einige Zweifel an der Lage der US-Wirtschaft ausgeräumt, wie Beobachter anmerken. Allerdings sei noch nicht klar, inwiefern der Shutdown das Wachstum beeinträchtigt habe.

Die Handelsgespräche zwischen den USA und China sind derweil ohne Einigung zu Ende gegangen. Allerdings wurde vereinbart, dass die Gespräche auf höchster Ebene, nämlich zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping, weitergeführt werden sollen. Das wird positiv aufgenommen.

Außer dem Arbeitsmarktbericht sind im weiteren Tagesverlauf an Konjunkturdaten noch der Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und sein Pendant von ISM angekündigt. Auf der Agenda stehen ferner die Bauausgaben aus dem November und der Uni-Michigan-Index für die Verbraucherstimmung in den USA.

Enttäuschender Ausblick belastet Amazon

Daneben müssen erneut etliche Zahlenausweise verarbeitet werden. Schon am Vorabend hat unter anderem Amazon Geschäftszahlen vorgelegt. Das Unternehmen hatte das vierte Quartal dank eines guten Weihnachtsgeschäfts zwar mit einem Rekordergebnis abgeschlossen, zeigt sich aber für das laufende Quartal weniger optimistisch. Die Aktie verliert 4,2 Prozent.

Am Freitag haben noch vor Handelsbeginn der Pharmakonzern Merck & Co und die beiden Ölkonzern Exxon Mobil und Chevron berichtet. Die Merck-Aktie legt um 1,6 Prozent zu, nachdem der Pharmariese 2018 seine Ziele erreicht und für das laufende Jahr weiteres Wachstum in Aussicht gestellt hat.

Bei Exxon ging der Gewinn im Quartal zwar kräftig zurück, aber nicht so stark, wie Analysten erwartet hatten. Die Aktie steigt um 1,5 Prozent. Chevron gewinnen nach Vorlage überzeugender Zahlen 2,5 Prozent.

Der Dollar profitiert nicht von den Arbeitsmarktdaten. Der Euro bewegt sich am Freitag auf seinem am Vortag ermäßigten Niveau seitwärts. Er wird mit etwa 1,1470 Dollar gehandelt, nachdem er im Nachklapp auf die taubenhaften Aussagen der US-Notenbank vom Mittwochabend zwischenzeitlich auf über 1,15 Dollar gestiegen war von zuvor rund 1,1425.

Nach Einschätzung von Analystin Thu Lan Nguyen litt der Euro im Verlauf des Donnerstags unter gestiegener Risikoscheu, nachdem Bundesbankpräsident Jens Weidmann vor einer andauernden Schwäche der deutschen Wirtschaft gewarnt habe. Die Risikostimmung bleibe im Rahmen des andauernden US-chinesischen Handelskonflikts allgemein fragil, zumal die bislang letzte Verhandlungsrunde keine konkreten Fortschritte in den wichtigen Streitpunkten gebracht zu haben scheine. Die Entwicklung am Devisenmarkt zeige, dass der Dollar in einem solchen Umfeld als sicherer Hafen gefragt bleibe.

Der Goldpreis tendiert nach den Payrolls 0,2 Prozent höher bei 1.323 Dollar je Feinunze. Am Anleihemarkt steigt die Zehnjahresrendite um 2 Basispunkte auf 2,65 Prozent.

Die Ölpreise legen wieder zu, nachdem sie am Donnerstag unter Befürchtungen gelitten hatten, dass die Handelsgespräche zwischen den USA und China zu keiner Lösung führen könnten. Stützend wirkt laut Marktteilnehmern ein Agenturbericht, wonach die tägliche Ölförderung der Opec im Januar um 890.000 auf 30,98 Millionen Barrel zurückgegangen ist. Das sei der stärkste Rückgang seit zwei Jahren. Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI steigt um 1,3 Prozent auf 54,48 Dollar. Brent legt um 1,0 Prozent zu auf 61,45 Dollar.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 25.067,75 0,27 68,08 7,46

S&P-500 2.706,66 0,09 2,56 7,97

Nasdaq-Comp. 7.275,74 -0,08 -6,00 9,65

Nasdaq-100 6.894,27 -0,18 -12,57 8,91

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,48 2,4 2,45 127,3

5 Jahre 2,47 3,0 2,44 54,4

7 Jahre 2,54 2,4 2,52 29,3

10 Jahre 2,65 1,9 2,63 20,4

30 Jahre 3,01 1,2 3,00 -5,9

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:19 Uhr Do, 17.15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1474 +0,25% 1,1441 1,1460 +0,1%

EUR/JPY 125,10 +0,43% 124,63 124,73 -0,5%

EUR/CHF 1,1402 +0,18% 1,1392 1,1389 +1,3%

EUR/GBP 0,8774 +0,47% 0,8736 0,8713 -2,5%

USD/JPY 109,03 +0,18% 108,91 108,83 -0,6%

GBP/USD 1,3078 -0,22% 1,3098 1,3147 +2,5%

Bitcoin

BTC/USD 3.432,24 +0,25% 3.394,84 3.411,38 -7,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 54,48 53,79 +1,3% 0,69 +19,2%

Brent/ICE 61,45 60,84 +1,0% 0,61 +13,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.323,20 1.321,00 +0,2% +2,20 +3,2%

Silber (Spot) 16,06 16,07 -0,0% -0,01 +3,6%

Platin (Spot) 830,55 821,50 +1,1% +9,05 +4,3%

Kupfer-Future 2,78 2,78 -0,2% -0,00 +5,7%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

February 01, 2019 09:44 ET (14:44 GMT)

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