MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Zurückhaltung dominiert weiter

27.02.24 18:30 Uhr

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street kommt auch am Dienstag nicht vom Fleck und zeigt sich mit keiner klaren Tendenz. Denn Akteure neigen nach der jüngsten Rekordjagd weiter eher zu Gewinnmitnahmen als zu Käufen; außerdem steht am Donnerstag der PCE-Deflator der persönlichen Ausgaben auf dem Kalender. Das Preismaß wird von der US-Notenbank favorisiert im Hinblick auf den weiteren geldpolitischen Kurs und besitzt somit Potenzial, für stärkere Impulse am Renten- wie am Aktienmarkt zu sorgen. Im Vorfeld könnten sich daher Akteure bedeckt halten.

Der Dow-Jones-Index verliert am Mittag (Ortszeit) 0,4 Prozent auf 38.902 Punkte, der S&P-500 reduziert sich um 0,1 Prozent. Der Nasdaq-Composite gewinnt dagegen 0,2 Prozent.

"Die anhaltende Zinsdebatte wird auch in der neuen Woche fortgesetzt, ohne dass es zu einer nennenswerten Lösung oder Änderung kommt", so die Analysten von SPI Asset Management. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Roten Meer verbunden mit höheren Frachtkosten dürften die Inflation tendenziell befeuern, heißt es im Handel. Argumente für baldige Zinssenkungen liefern die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter im Januar. Diese sind deutlicher zurückgegangen als gedacht.

Auch die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Februar abgeschwächt. "Der Rückgang im Februar unterbrach einen dreimonatigen Anstieg und spiegelt die anhaltende Unsicherheit mit Blick auf die US-Wirtschaft wider", so Dana Peterson, Chefvolkswirtin des Conference Board.

Marktzinsen am kurzen Ende des Marktes sinken

Am Rentenmarkt fallen die Renditen am kurzen Ende des Marktes. Der Markt bewege vor der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am Donnerstag nur in sehr engen Bahnen, heißt es.

Der Dollar-Index verliert 0,1 Prozent. Ein signifikanter Anstieg des PCE-Index könnte die US-Notenbank dazu veranlassen, die Erwartungen der Märkte in Bezug auf eine Zinssenkung weiter zu untergraben, was zu einer Stärkung des Dollars führen könnte, so eine Stimme im Handel.

Auch der Goldpreis bewegt sich kaum von der Stelle. Zwischenzeitliche leichte Gewinne werden wieder abgegeben. Der Preis für die Feinunze liegt bei 2.031 Dollar.

Die Ölpreise legen erneut zu. Für die Notierungen von Brent und WTI geht es um bis zu 1,1 Prozent aufwärts. Laut Bank of America dürften die Ölpreise kurzfristig einen Boden gefunden haben. Die Ölnachfrage dürfte bis 2025 aufgrund der strukturellen Veränderungen der Energiewende in verschiedenen Sektoren aber zu einem langsameren Wachstumspfad führen. Aktuell werde der Preis von der wachsenden Hoffnung auf einen Waffenstillstand im Gaza-Streifen zumindest gebremst, heißt es im Handel. Laut US-Präsident Joe Biden hat Israel einer Feuerpause während des Ramadan zugestimmt, sollte die Terrororganisation Hamas Geiseln freilassen.

Zoom ziehen kräftig an

Unter den Einzelwerten verbuchen Zoom Video Communications kräftige Aufschläge. Der Kurs steigt um 7,3 Prozent. Der Videokonferenzanbieter hat gute Geschäftszahlen vorgelegt und prognostiziert für das laufende Jahr einen über den Erwartungen liegenden Gewinn.

Anders bei Workday, wo der Kurs um 2,7 Prozent fällt. Das Cloud-Unternehmen übertraf zwar die Erwartungen für den Quartalsgewinn und erfüllte die Umsatzprognosen, enttäuschte aber mit der Prognose für das Wachstum im Geschäftsjahr 2025. Lowe's gewinnen 2,2 Prozent. Die Einzelhandelskette hat den Gewinn trotz rückläufiger Umsätze gesteigert.

Chevron werden 1,9 Prozent niedriger gehandelt, Hess fallen um 3,0 Prozent. Exxon Mobil liegen dagegen 0,1 Prozent fester im Markt. Exxon Mobil erwägt, den Preis, den Chevron Hess für die Beteiligung an einem Ölprojekt vor der Küste Guyanas geboten hat, ebenfalls zu bieten. Das könnte den Megadeal zwischen Chevron und Hess zum Scheitern bringen.

Coinbase steigen um 2,2 Prozent. Die Aktie der Kryptowährungsbörse zieht damit parallel mit dem sprunghaften Anstieg von Bitcoin auf gut 57.000 Dollar an - den höchsten Stand seit November 2021. Bitcoin wird getrieben von einem verringerten Angebot, da die anstehende Generierung von Bitcoin knapper ausfallen wird.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 38.902,06 -0,4% -167,17 +3,2%

S&P-500 5.066,34 -0,1% -3,19 +6,2%

Nasdaq-Comp. 16.001,40 +0,2% 25,15 +6,6%

Nasdaq-100 17.942,97 +0,1% 9,64 +6,6%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,69 -3,8 4,72 26,7

5 Jahre 4,31 -0,6 4,31 30,6

7 Jahre 4,32 +0,5 4,32 35,4

10 Jahre 4,30 +1,6 4,28 41,6

30 Jahre 4,43 +3,0 4,40 45,7

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:20 Mo, 17:01 % YTD

EUR/USD 1,0854 +0,0% 1,0858 1,0851 -1,7%

EUR/JPY 163,33 -0,1% 163,37 163,58 +5,0%

EUR/CHF 0,9546 -0,0% 0,9548 0,9555 +2,9%

EUR/GBP 0,8554 +0,0% 0,8558 0,8555 -1,4%

USD/JPY 150,50 -0,1% 150,45 150,75 +6,8%

GBP/USD 1,2687 +0,0% 1,2688 1,2684 -0,3%

USD/CNH (Offshore) 7,2130 +0,0% 7,2098 7,2118 +1,3%

Bitcoin

BTC/USD 57.233,70 +4,6% 56.260,62 52.859,90 +31,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 78,47 77,58 +1,1% +0,89 +8,4%

Brent/ICE 82,99 82,53 +0,6% +0,46 +7,9%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 24,55 23,85 +2,9% +0,70 -25,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 2.031,11 2.031,24 -0,0% -0,13 -1,5%

Silber (Spot) 22,51 22,53 -0,1% -0,02 -5,3%

Platin (Spot) 892,60 881,10 +1,3% +11,50 -10,0%

Kupfer-Future 3,83 3,82 +0,2% +0,01 -1,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/brb

(END) Dow Jones Newswires

February 27, 2024 12:31 ET (17:31 GMT)

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