finanzen.net
14.02.2020 18:30

MÄRKTE USA/Verhaltenes Geschäft vor dem langen Wochenende

NEW YORK (Dow Jones)--Das Geschäft an der Wall Street entwickelt sich am Freitag verhalten. Es gibt genügend Gründe für Zurückhaltung - besonders vor dem langen Wochenende. Denn am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Gedenkens an den ersten US-Präsidenten George Washington geschlossen. Der Dow-Jones-tendiert mit einem Minus von 3 Punkten auf 29.420 nahezu unverändert, S&P-500 und Nasdaq-Composite legen dagegen um 0,2 bzw. 0,3 Prozent zu.

Investoren blenden die potenziellen Auswirkungen des sich schnell ausbreitenden Coronavirus in China und neue Spannungen um den chinesischen Telekommunikationsausrüster Huawei weitgehend aus. Das ohnehin vorhandene Misstrauen gegenüber den chinesischen Fallzahlen zum Coronavirus wird durch die breiteren Diagnosemethoden noch verstärkt. Diese könnten bedeuten, dass mehr undiagnostizierte Fälle ans Tageslicht kommen könnten, heißt es.

"Den meisten Marktakteuren fehlt es noch immer an Transparenz über die Art und Weise, wie sich der Virus in China verbreitet - insbesondere nachdem diese Woche eine neue Testmethode eingeführt wurde", sagt Analyst Pierre Veyret von ActivTrades. Er spricht von einem verschwommenen Bild der Lage. Darüber hinaus bauen sich neue Spannungen zwischen Washington und Peking auf. Huawei und zwei ihrer US-Töchter wurden in einer Bundesanklage wegen krimineller Machenschaften und Verschwörung zum Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen angeklagt. Die US-Regierung sucht nach Argumenten, um Huawei aus Gründen der nationalen Sicherheit aus den Mobilfunknetzen der nächsten Generation fernzuhalten.

Blick auf Industrieproduktion und Verbraucherstimmung

Da die offiziellen Fallzahlen zu Neuinfektionen in China gesunken sind, wird die Grundstimmung als verhalten freundlich charakterisiert. Allerdings ist die Neigung zu Gewinnmitnahmen sehr ausgeprägt, daher wollen Händler Verluste im Sitzungsverlauf nicht ausschließen.

Die von der Uni Michigan berechnete Verbraucherstimmung übertraf die Erwartungen. Der Einzelhandelsumsatz im Januar stieg derweil im prognostizierten Rahmen, die Industrieproduktion im Januar ist indes schwach ausgefallen - aber ebenfalls im vorhergesagten Rahmen. Ungewöhnlich warme Temperaturen und eine schwächere Flugzeugproduktion bei Boeing drückten die Produktion.

Am Devisenmarkt tendiert der ICE-Dollarindex minimal im Plus. Der Euro stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Die Gemeinschaftswährung war in den vergangenen Tagen auf den tiefsten Stand seit April 2017 gesunken. Die aktuell schwachen BIP-Daten aus Deutschland verhinderten eine Erholung, heißt es. Der Euro kostet 1,0843 Dollar und liegt damit leicht über dem Tagestief von 1,0827 - Ende Januar waren es aber noch knapp 1,10 Dollar gewesen.

Öl zieht unbeeindruckt an

Am Ölmarkt setzt sich die Preisrally der vergangenen Tage trotz der Konjunktursorgen im Zuge des Coronavirus und der gesenkten Nachfrageprognosen durch verschiedene Institutionen fort. Seit Tagen rätseln Händler über die Gründe. Nun heißt es, kleine chinesische Raffinerien deckten sich wegen des insgesamt niedrigen Preisniveaus mit Erdöl ein. Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um weitere 1,2 Prozent auf 52,06 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,5 Prozent auf 57,17 Dollar.

Sichere Häfen gesucht

Während der Goldpreis um 0,4 Prozent auf 1.582 US-Dollar zulegt, ziehen auch die Notierungen am Rentenmarkt an. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um 3,7 Prozent auf 1,58 Prozent. Die Stärke des Rentenmarktes sowie die Nachfrage nach Gold offenbarten, wie labil die Stimmung am US-Finanzmarkt sei, heißt es mit Blick auf die Lage in China.

Nvidia und Expedia mit kräftigen Aufschlägen

Unter den Einzelaktien steigen Nvidia um 8,4 Prozent. Der Chiphersteller hat im vierten Geschäftsquartal Umsatz und Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Dass das Unternehmen wegen einer etwaigen Belastung durch die Coronavirus-Epidemie vorsichtshalber die Umsatzprognose für das erste Quartal leicht gesenkt hat, drückt nicht. Denn auch die reduzierte Prognose liegt noch über der Analystenerwartung.

Expedia springen um 11,6 Prozent. Das Online-Reisebüro hat mit den Zahlen zum vierten Quartal die Erwartungen übertroffen. Mit Enttäuschung werden dagegen die Geschäftszahlen von Yelp aufgenommen. Die Titel fallen um 8,1 Prozent, nachdem der Betreiber eines Empfehlungsportals im vierten Quartal schlechter abgeschnitten hat als gedacht.

Mattel steigen um 2,3 Prozent. Der Spielzeughersteller hat im vierten Quartal erneut einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht und dabei die Erwartungen des Marktes verfehlt. CEO Ynon Kreiz bezeichnete 2019 jedoch als Wendepunkt, was Hoffnungen auf die Rückkehr in die Gewinnzone weckt.

Roku ziehen um 3,1 Prozent an. Der Hersteller von Streaming-Playern hat die vierte Periode zwar erwartungsgemäß mit einem Verlust abgeschlossen, den Umsatz aber dank eines guten Weihnachtsgeschäfts überraschend kräftig gesteigert.

===

INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 29.420,19 -0,01 -3,12 3,09

S&P-500 3.379,00 0,15 5,06 4,59

Nasdaq-Comp. 9.737,74 0,27 25,78 8,53

Nasdaq-100 9.623,10 0,29 27,40 10,19

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 1,42 -2,4 1,44 21,3

5 Jahre 1,41 -3,8 1,45 -51,5

7 Jahre 1,50 -3,9 1,54 -74,8

10 Jahre 1,58 -3,7 1,62 -86,5

30 Jahre 2,04 -3,9 2,07 -103,2

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:21 Do, 17:41 % YTD

EUR/USD 1,0843 +0,02% 1,0839 1,0852 -3,3%

EUR/JPY 119,02 -0,03% 119,04 119,20 -2,4%

EUR/CHF 1,0643 +0,25% 1,0624 1,0620 -2,0%

EUR/GBP 0,8319 +0,07% 0,8305 0,8310 -1,7%

USD/JPY 109,77 -0,04% 109,81 109,85 +0,9%

GBP/USD 1,3036 -0,04% 1,3053 1,3059 -1,6%

USD/CNH (Offshore) 6,9950 +0,10% 6,9866 6,9814 +0,4%

Bitcoin

BTC/USD 10.270,26 +0,56% 10.142,51 10.208,01 +42,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 52,06 51,42 +1,2% 0,64 -14,3%

Brent/ICE 57,17 56,34 +1,5% 0,83 -12,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.581,76 1.576,10 +0,4% +5,66 +4,2%

Silber (Spot) 17,77 17,65 +0,7% +0,12 -0,5%

Platin (Spot) 965,35 968,00 -0,3% -2,65 +0,0%

Kupfer-Future 2,60 2,61 -0,6% -0,02 -7,2%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/err

(END) Dow Jones Newswires

February 14, 2020 12:31 ET (17:31 GMT)

Nachrichten zu NVIDIA Corp.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu NVIDIA Corp.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
18.02.2020NVIDIA buyUBS AG
21.08.2019NVIDIA BuyThe Benchmark Company
11.07.2019NVIDIA BuyCascend Securities
15.02.2019NVIDIA OutperformCowen and Company, LLC
29.01.2019NVIDIA UnderperformNeedham & Company, LLC
18.02.2020NVIDIA buyUBS AG
21.08.2019NVIDIA BuyThe Benchmark Company
11.07.2019NVIDIA BuyCascend Securities
15.02.2019NVIDIA OutperformCowen and Company, LLC
28.01.2019NVIDIA OutperformCowen and Company, LLC
29.01.2019NVIDIA UnderperformNeedham & Company, LLC
16.11.2018NVIDIA NeutralB. Riley FBR
11.08.2017NVIDIA Equal WeightBarclays Capital
11.11.2016NVIDIA Equal WeightBarclays Capital
20.09.2016NVIDIA NeutralSunTrust
04.04.2017NVIDIA UnderweightPacific Crest Securities Inc.
24.02.2017NVIDIA UnderperformBMO Capital Markets
23.02.2017NVIDIA ReduceInstinet
14.01.2016NVIDIA UnderweightBarclays Capital
26.07.2011NVIDIA underperformNeedham & Company, LLC

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für NVIDIA Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX knickt zum Start ein -- Nikkei tiefrot -- Bayer mit Gewinnsprung -- Zalando verdoppelt Nettogewinn und erreicht Ziele -- Dürr, AIXTRON, Microsoft, Commerzbank im Fokus

Adyen steigert Gewinn um über ein Drittel. ifo-Beschäftigungsbarometer mit größtem Rückgang seit Dezember 2008. Beiersdorf investiert Millionen in Werksneubau. Standard Chartered: Gewinn gesteigert. Trump warnt vor Coronavirus-Panik: Risiko für Amerikaner "sehr gering". alstria office erlöst weniger - Umsatzwarnung für 2020.

Umfrage

Machen Sie sich Sorgen um eine Coronavirus-Epidemie in Europa?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
NEL ASAA0B733
TeslaA1CX3T
Ballard Power Inc.A0RENB
Daimler AG710000
PowerCell Sweden ABA14TK6
Lufthansa AG823212
Apple Inc.865985
Microsoft Corp.870747
SteinhoffA14XB9
BASFBASF11
Amazon906866
Allianz840400
Deutsche Bank AG514000
Deutsche Telekom AG555750