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29.01.2019 14:43
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MÄRKTE USA/Wall Street dürfte sich nach Rücksetzer stabilisieren

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NEW YORK (Dow Jones)--Nach den deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn dürften sich die US-Börsen am Dienstag stabilisieren. Der Future auf den S&P-500 deutet eine gut behauptete Eröffnung am Kassamarkt an. Gedämpft wird die Stimmung von der Klage der USA gegen den chinesischen Huawei-Konzern. Die rechtlichen Schritte gegen das Unternehmen dürften die Verhandlungen über eine Beilegung des Handelsstreits, die am Mittwoch auf höherer Ebene fortgeführt werden sollen, nicht gerade erleichtern.

Überdies hat mit den am Montag veröffentlichten enttäuschenden Geschäftszahlen des Baumaschinenherstellers Caterpillar und der Umsatzwarnung von Nvidia das Bild einer bislang recht soliden Bilanzsaison erste Risse bekommen. Am Dienstag bieten Zahlenausweise weiterer Schwergewichte der US-Unternehmenslandschaft die Gelegenheit, Zweifel an der Konjunktur entweder zu nähren oder zu zerstreuen. Vorbörslich haben unter anderem Pfizer, Verizon und 3M über den Verlauf des vierten Quartals berichtet. Nach Börsenschluss folgen Apple, Ebay und Advanced Micro Devices.

Der Mischkonzern 3M hat zwar im Schlussquartal die Erwartungen übertroffen, den Ausblick aber gesenkt. Die Aktie zeigt sich im vorbörslichen Handel volatil und legt aktuell um 3 Prozent zu. Auch der Pharmahersteller Pfizer hat eine enttäuschende Ertragsprognose gegeben, was den Kurs der Aktie um 3 Prozent drückt. Mit Enttäuschung werden auch die Zahlen von Allergan aufgenommen. Für die Aktie geht es um 3,5 Prozent nach unten. Licht und Schatten machen Beobachter in den Zahlen von Verizon aus, deren Aktie mit einem Minus von 3 Prozent reagiert.

Schon am Montag nach Börsenschluss hat der Haushaltsgerätehersteller Whirlpool Zahlen vorgelegt, die gar nicht gut ankommen. Die Aktie fällt im vorbörslichen Handel um 6,8 Prozent. Auch der Chiphersteller Rambus hat enttäuscht, was die Aktie um 5,4 Prozent nachgeben lässt.

An Konjunkturdaten stehen am Montag nur der Case-Shiller-Hauspreisindex für November und der Index des Verbrauchervertrauens für Januar auf der Agenda.

Ölpreise erholen sich dank US-Sanktionen gegen Venezuela

Am Ölmarkt machen die Preise einen Teil ihrer Verluste vom Montag wett. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um 1,0 Prozent auf 52,50 Dollar je Barrel. Brentöl legt um 1,0 Prozent zu auf 60,50 Dollar. Verantwortlich dafür sind die Sanktionen gegen den venezolanischen Ölkonzern PDVSA, mit denen die USA den Druck auf Staatschef Nicolas Maduro erhöhen wollen. Beobachter warnen allerdings, dass das bestehende weltweite Überangebot die Erholungsbewegung bremsen dürfte. Erst in der vergangenen Woche hatten Daten des Unternehmens Baker Hughes gezeigt, dass in den USA wieder mehr Ölförderanlagen in Betrieb genommen wurden. Erste Hinweise auf die Ölbestände der USA dürften die Daten des Branchenverbands API geben, die am späten Dienstag veröffentlicht werden. Am Mittwoch wird dann das US-Energieministerium offizielle Daten dazu vorlegen.

Gold zieht ebenfalls an. Der Preis für die Feinunze steigt um 0,5 Prozent auf 1.309 Dollar. Konjunktursorgen ließen Anleger zu dem Edelmetall greifen, heißt es. Wenn dann am Mittwoch die Äußerungen der US-Notenbank als taubenhaft wahrgenommen würden, könnte es für den Goldpreis schnell Richtung 1.350 Dollar nach oben gehen.

Staatsanleihen sind derweil nicht gefragt. Die Zehnjahresrendite steht kaum verändert bei 2,74 Prozent. Neben einer Reihe von Auktionen warten Anleger auf das Ergebnis der Fed-Zinssitzung am Mittwoch. Am Freitag hatten die Anleihenotierungen nachgegeben, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, die US-Notenbank könnte ihre Anleihebestände schneller als erwartet abbauen könnte. Stratege Michael Hanson von TD Securities hält die Reaktion aber für voreilig. Der Bericht habe nichts Neues enthalten, stellt er fest. Falls die Fed sich weniger taubenhaft äußern sollte als erhofft, könnte es mit den Aktienmärkten rasch wieder abwärts gehen und mit den Anleihenotierungen nach oben, meint Hanson.

Am Devisenmarkt legt das Pfund leicht zu. Das britische Unterhaus wird am Abend erneut über den EU-Austrittsvertrag abstimmen. Marktteilnehmer spekulieren auf eine Verschiebung des Brexit. Der Euro zeigt sich zum Dollar mit 1,1420 kaum verändert.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 2,58 -2,0 2,60 137,8

5 Jahre 2,57 -0,9 2,58 64,4

7 Jahre 2,64 -0,2 2,64 39,5

10 Jahre 2,74 -0,2 2,74 29,7

30 Jahre 3,07 0,3 3,06 0,0

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:23 Uhr Mo, 17.15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1422 -0,05% 1,1442 1,1434 -0,4%

EUR/JPY 125,05 +0,11% 125,00 124,97 -0,6%

EUR/CHF 1,1351 +0,13% 1,1343 1,1338 +0,8%

EUR/GBP 0,8673 -0,20% 0,8696 0,8690 -3,6%

USD/JPY 109,50 +0,18% 109,26 109,31 -0,1%

GBP/USD 1,3167 +0,14% 1,3158 1,3160 +3,2%

Bitcoin

BTC/USD 3.398,51 -0,95% 3.374,75 3.418,13 -8,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 52,50 51,99 +1,0% 0,51 +14,8%

Brent/ICE 60,50 59,93 +1,0% 0,57 +11,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.309,41 1.303,50 +0,5% +5,91 +2,1%

Silber (Spot) 15,87 15,74 +0,8% +0,13 +2,4%

Platin (Spot) 818,00 813,00 +0,6% +5,00 +2,7%

Kupfer-Future 2,71 2,68 +1,0% +0,03 +2,9%

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

January 29, 2019 08:44 ET (13:44 GMT)

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